Petition fordert verbindliche Zusage vor Neugestaltung des Festspielbezirks
In Bregenz hat eine Online‑Petition zum Erhalt des Jugend‑ und Kulturzentrums „Between“ begonnen. Adressaten sind die Stadtvertretung der Landeshauptstadt Bregenz und Bürgermeister Michael Ritsch. Ziel der Initiatorinnen und Initiatoren ist, dass das Between als offener Jugend-, Kultur‑ und Veranstaltungsort erhalten bleibt oder dass vor einer etwaigen Verlegung beziehungsweise einem Abriss eine tatsächlich gleichwertige und langfristig gesicherte Alternative geschaffen und verbindlich zugesichert wird.
Das Between wird in der Petition als wichtiger Raum für die lokale Kulturszene bezeichnet. Laut Text finden dort Konzerte, Partys, Festivals, Proben und zahlreiche weitere kulturelle Veranstaltungen statt. Die Initiatorinnen betonen, dass sie selbst regelmäßig Events im Between veranstalten und dadurch die Bedeutung dieses Ortes für lokale und unabhängige Kultur direkt erleben.
„Wir fordern die Stadt Bregenz auf, das Between als offenen Jugend-, Kultur- und Veranstaltungsort zu erhalten.“
Hintergrund ist die aktuelle Planung zur Neuordnung des Festspielbezirks in Bregenz. Im Rahmen dieser Planungen steht auch die Zukunft des Between zur Debatte. Zudem ist in den Planungen die Errichtung einer neuen Hochgarage mit bis zu 600 zusätzlichen Stellplätzen vorgesehen. Die Petition stellt diese städtebaulichen Erwägungen in Relation zu den Bedürfnissen der Kultur- und Jugendszene.
Forderungen, Begründung und formale Angaben
Die Kernelemente der Petition lassen sich wie folgt zusammenfassen:
- Erhalt des Between als offenen Kultur‑ und Jugendraum oder
- Sicherstellung einer gleichwertigen und langfristig gesicherten Ersatzlösung vor Abriss oder Verlegung,
- verbindliche Zusicherung der Stadtverwaltung gegenüber der lokalen Szene.
Die Initiatorinnen argumentieren, dass freie Räume für Jugendliche, Kultur und soziale Wirkräume in Bregenz bereits jetzt knapp seien. Die Petition beschreibt das Between nicht nur als Gebäude, sondern als zentralen Treff‑ und Veranstaltungsort für diverse Subkulturen.
| Petition | Angaben |
|---|---|
| Adressaten | Stadtvertretung Bregenz, Bürgermeister Michael Ritsch |
| Start | 24.09.2026 |
| Ende der Sammlung | 23.03.2027 |
| Planungskontext | Neuordnung Festspielbezirk; Hochgarage bis zu 600 Stellplätze |
Lokale Folgen und offene Fragen
Für Bregenz stehen mit dem Vorhaben zentrale Fragen zur Debatte: Wie viel Raum will die Stadt dem motorisierten Verkehr zugestehen, und wie viel Raum braucht die lokale Kultur‑ und Jugendszene? Ein möglicher Verlust des Between würde die ohnehin begrenzten Infrastrukturangebote für unabhängige Kulturgruppen zusätzlich belasten.
Mindestens drei Aspekte sind aus Sicht der Petition von Bedeutung:
- Transparenz in den Planungsprozessen rund um den Festspielbezirk,
- konkrete, zeitlich abgesicherte Ersatzflächen für Nutzungen, die bisher im Between stattfinden,
- ein formaler Dialog zwischen Stadtverwaltung, Veranstaltern und Nutzergruppen.
Die Petition bietet Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, bis zum genannten Ablaufdatum für die Forderungen zu unterzeichnen. Ob und wie die Stadtverwaltung auf die Petition reagiert, ist derzeit offen; Stellungnahmen der Stadt sind im veröffentlichten Material nicht enthalten. Aktuelle Planungsunterlagen zum Festspielbezirk erwähnen die geplante Hochgarage mit bis zu 600 Stellplätzen, was die Diskussion um Prioritäten in der Innenstadtplanung befeuert.
Für die Kulturakteure in Bregenz bedeutet die laufende Initiative: Es geht nicht nur um den Erhalt eines Gebäudes, sondern um die Sicherung von Infrastruktur, die für Jugendliche, Initiativen und unabhängige Veranstalter von zentraler Bedeutung ist. Die Petition will genau hier eine verbindliche Entscheidung der Stadt herbeiführen, bevor bauliche Veränderungen umgesetzt werden.