In Dornbirn findet heuer erstmals eine internationale Clownvention in Vorarlberg statt. Veranstalter ist die Zirkushalle Dornbirn. Rund 60 Clowns und Clowninnen aus verschiedenen Ländern sind laut Veranstaltungsangaben in der Stadt zu Gast; sie verteilen sich auf Aufführungen und Begegnungen, vernetzen sich und treten auch im öffentlichen Raum auf.
Programm und Schwerpunkt: Austausch und Vernetzung
Das Rahmenprogramm der Clownvention sei vielseitig angelegt, berichten die Organisatoren. Im Zentrum stehe weniger ein Wettbewerb als vielmehr der gegenseitige Austausch der teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler sowie das Knüpfen von Kontakten innerhalb der internationalen Clownszene. Neben Auftritten in der Zirkushalle bewegen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch sichtbar im öffentlichen Raum: In den Berichten sind sie als Gruppe durch die Straßen Dornbirns unterwegs genannt worden, vergleichbar mit einer Touristengruppe, die für Aufmerksamkeit sorgt.
Clownerie als Lebenshaltung
Die Teilnehmenden betonen, dass Clownerie mehr sei als reine Unterhaltung. Für viele stehe die Kunstform für eine besondere Haltung: naiv, befreiend und provokant zugleich. Der aus Wien stammende Klinikclown Bernhard Zandl wird in der Berichterstattung mit einer Charakterisierung zitiert, die diesen Gedanken bündig auf den Punkt bringt:
„Es ist die naivste Form zu leben. Furchteinflößend, schön, loslassen“
Diese Aussage fasst das Selbstverständnis vieler Clowns zusammen, die in Dornbirn zusammenkommen. Besonders der Aspekt des Loslassens und der provokativen Naivität wird als Kern der künstlerischen Praxis genannt.
Öffentlicher Raum und lokale Wirkung
Die Anwesenheit der Clownvention ist nicht auf die Zirkushalle beschränkt: Die Teilnehmenden seien „durch die Straßen“ unterwegs, wodurch Passantinnen und Passanten unmittelbar in die künstlerischen Aktionen einbezogen werden. Solche Aktionen können zu gesteigertem Interesse an lokalen Kulturangeboten führen und die Wahrnehmung der Stadt als Schauplatz kultureller Vielfalt stärken. Gleichzeitig sind öffentliche Auftritte eine Gelegenheit für lokale Einrichtungen, Gastronomie und Einzelhandel, von einem erhöhten Besucheraufkommen zu profitieren.
Die Veranstalter heben hervor, dass das Treffen dem gegenseitigen Lernen und dem Aufbau von Kontakten in einem internationalen Netzwerk dienen soll. Für die lokale Szene in Vorarlberg bietet die Clownvention eine Plattform, um internationale Impulse aufzunehmen und eigene Projekte zu vernetzen.
- Teilnehmende: Rund 60 Clowns und Clowninnen
- Ort: Zirkushalle Dornbirn und öffentliche Räume in Dornbirn
- Schwerpunkt: Austausch, Vernetzung, öffentliche Auftritte
| Aspekt | Angabe |
|---|---|
| Veranstaltung | Internationale Clownvention |
| Organisator | Zirkushalle Dornbirn |
| Teilnehmende | Ca. 60 Clowns und Clowninnen |
Welche längerfristigen Folgen die Clownvention für die Kulturszene in Dornbirn und Vorarlberg haben wird, hängt unter anderem davon ab, wie gut lokale Akteurinnen und Akteure die neu geknüpften Kontakte in Projekte überführen. Die Veranstaltung bietet jedenfalls eine seltene Gelegenheit, internationale Performerinnen und Performer in der Region zu erleben und Gedanken über die Funktion von Clownerie in Klinikarbeit, Straßenkunst und Bühne auszutauschen.
Für Besucherinnen und Besucher empfiehlt es sich, die Hinweise der Zirkushalle Dornbirn zu Programmzeiten und öffentlichen Aktionen zu beachten. Die sichtbare Präsenz der Clownvention in der Stadt dürfte heuer für Gesprächsstoff sorgen und die Wahrnehmung Dornbirns als Austragungsort innovativer Kulturformate stärken.