Einleitung
„Hard Corps: Uprising“ richtet sich an Freundinnen und Freunde klassischer 2D-Shooter und dürfte auch in Hard für Interesse sorgen, die Retro-Titel schätzen oder kooperative Action suchen. Das Spiel wurde von Arc System Works entwickelt und von Konami veröffentlicht; es erschien im April 2011 für die Plattformen Xbox 360 und PlayStation 3 und ist in Österreich mit USK 12 eingestuft.
Was das Spiel anders macht
Obwohl weder die Namen „Probotector“ noch „Contra“ explizit auftauchen, sitzt „Hard Corps: Uprising“ deutlich in derselben Tradition wie die früheren Serienableger. Auffällig sind jedoch mehrere spielerische Änderungen, die das bekannte Tempo und das Starre der Serie aufbrechen. Dazu gehören unter anderem:
- verändertes Grundtempo — insgesamt spürbar gedrosselter als bei manchen Vorgängern,
- neue Bewegungsoptionen wie Ausweich-Dashs am Boden und in der Luft,
- eine Renn- bzw. Sprint-Funktion,
- Abschnitte mit Hoverboard-Passagen und selbstscrollenden Leveln.
Diese Neuerungen führten bei langjährigen Fans anfangs zu Verwunderung, ergeben nach kurzer Eingewöhnung aber ein eigenständiges Spielgefühl, das sowohl konservative wie auch neue Spieler ansprechen kann.
Modi, Charaktere und Progression
Das Spiel bietet zwei Modi: den klassischen „Arcade“-Modus und den einsteigerfreundlicheren „Rising“-Modus. Auffallend ist, dass in keiner der beiden Varianten die Schwierigkeitsstufe direkt einstellbar ist; stattdessen unterscheidet sich die Herangehensweise in der Progression.
Im „Rising“-Modus wird ein Aufrüstsystem genutzt: Spielerinnen und Spieler sammeln im Spiel Credits, mit denen sie dauerhafte Verbesserungen kaufen können. Zur Auswahl stehen unter anderem Energiecontainer, Extraleben, stärkere Waffen, schnellere Bewegungen und zusätzliche Moves — das System belohnt regelmäßiges Spielen und erlaubt eine sukzessive Steigerung der Überlebens- und Angriffsfähigkeit.
Als Startcharaktere stehen Bahamut und die spielerisch identische Krystal zur Verfügung; beide lassen sich in je sieben Farbvarianten auswählen, um sich gegen die oft detailreichen Hintergründe optisch abzusetzen. Weitere Charaktere sind später per Download nachrüstbar.
Gefährdungen, Leveldesign und Spielbalance
Das Leveldesign zeigt sich grafisch eigenständig und abwechslungsreich: Neben klassischen Lauf- und Sprungabschnitten treten selbstscrollende Passagen und Szenen mit besonders dichten Kugel- und Gegnerformationen. Bestimmte Spielumgebungen tragen neue Gefahren — so können beispielsweise berührte, explodierende Wracks jetzt tödlich sein. Zudem wurde erstmals eine Mechanik eingeführt, mit der sich bestimmte feindliche Projektile reflektieren lassen.
„Trotz der neuen Energieleiste, die mehrere ...“
Die Formulierung im Test weist auf eine Integration einer neuen Energieleiste hin, die das Handling von Trefferpunkten und Spezialfähigkeiten beeinflusst. Im Ergebnis ist das Spiel weder reiner Nostalgie-Abklatsch noch radikale Neuinterpretation, sondern ein hybrider Ansatz, der klassische Elemente mit modernen Mechaniken verknüpft.
Technik und Mehrspielermodus
Technisch zeigt sich das Spiel im typischen Anime-Stil des Entwicklers, bekannt aus Reihen wie „Guilty Gear“ und „BlazBlue“ — das betrifft sowohl Animationen als auch Charakterdesign. Spieler können allein oder zu zweit spielen; Koop-Partien sind optional auch online möglich, was für lokale wie entfernte Mitspieler in Hard interessant sein dürfte.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Entwickler | Arc System Works |
| Publisher | Konami |
| Plattformen | Xbox 360, PlayStation 3 |
| USK | 12 |
| Erscheinung | April 2011 |
Fazit für Hard-Spielende
Für Leserinnen und Leser in Hard, die Retro-Shooter mögen oder kooperative Action mit Freunden suchen, bietet „Hard Corps: Uprising“ eine lohnende Alternative: Es verbindet bewährte Contra-Elemente mit neuen Bewegungsoptionen und einem progressiven Aufrüstsystem. Wer auf reine Nostalgie ohne Veränderung setzt, könnte vom reduzierten Tempo und den neuen Mechaniken überrascht sein; wer sich jedoch auf die Änderungen einlässt, erhält ein technisch stimmiges, abwechslungsreiches Erlebnis mit hohem Anspruch in einzelnen Passagen.