Spannendes Spiel in Dornbirn entscheidet sich erst in Überzahl
Die Begegnung zwischen den Hockey Club Tigers 1985 und den Selber Wölfen endete in Dornbirn mit 4:3 zugunsten der Gastgeber. Die Partie war von hoher Intensität, vielen Unterbrechungen und wechselnden Phasen der Spielführung geprägt. Die Selber Mannschaft trat deutlich ersatzgeschwächt an, zeigte sich aber kämpferisch und glich zwei Mal aus, ehe ein später Treffer in Überzahl die Entscheidung brachte.
Die frühe Führung für Dornbirn fiel bereits in der zweiten Minute: Nach einem aggressiven Forechecking der Gastgeber kam es zu einem Scheibenverlust in der Verteidigungszone der Wölfe, den Metzler‑Wagner eiskalt zum 1:0 verwertete. Die frühen Gastgeberdruckphasen setzten Selb lange unter Druck; erst im weiteren Verlauf fanden die Gäste besser ins Spiel und erspielten sich selbst Chancen.
Personalsituation und Einsatz der Ergänzungsspieler
Die Selber Mannschaft reiste mit einer dezimierten Aufstellung an. Für die verletzten Spieler Boyko, Lahtinen, Valasek und Ziesche rückten Krieger und Thal per Förderlizenz aus Amberg beziehungsweise Weiden nach, zudem stand mit Giesl ein Tryout-Spieler im Kader. Trotz dieser Umstellungen zeigte die Mannschaft großen Einsatz und wurde von knapp 450 mitgereisten Fans unterstützt.
- Früher Führungstreffer für Dornbirn durch Metzler‑Wagner (2. Minute)
- Selb glich zweimal aus, die Partie blieb bis zum Schluss knapp
- Entscheidung durch einen späten Überzahltreffer der Tigers
Die Partie war von vielen Strafen gekennzeichnet, besonders das Mitteldrittel war zerfahren. Die Unparteilichen hatten zeitweise Mühe, die Kontrolle zu behalten, was zu zahlreichen Unterbrechungen und Strafzeiten führte. Dadurch boten sich beiden Seiten immer wieder Möglichkeiten in Überzahl oder in Unterzahl zu bestehen.
Tormänner als Schlüsselakteure
Auf beiden Seiten zeigten die Tormänner starke Paraden, die das Spiel offen hielten. Für die Gastgeber stand Widhalm im Tor und wehrte mehrere gefährliche Abschlüsse ab. Auf Seiten der Wölfe rückte Weidekamp in den Mittelpunkt, als er im zweiten Drittel gleich mit drei starken Paraden innerhalb weniger Sekunden einen Gegentreffer verhinderte. Seine Leistung hielt Selb im Spiel und ermöglichte die beiden Ausgleiche.
Mehrere Angreifer kamen zu guten Chancen, blieben aber glücklos: Abschlüsse von Kuqi, Klöpper, Gelke und Pauker fanden nicht ihren Weg ins Tor. Besonders Klöpper verpasste in einer Situation eine vielversprechende Möglichkeit, als er die Scheibe beim Abschluss nicht sauber traf.
„Die Mannschaft hat bis zum Ende gekämpft, trotz vieler Wechsel und Strafen war es ein intensives Match“, so das Fazit nach der Begegnung.
Ein prägender Moment des Spiels war eine Strafe gegen Brown nach einem Bandencheck; er musste das Eis verlassen, während seine Mitspieler in Unterzahl verteidigen mussten. Solche Situationen prägten die Partie und machten das Management der Strafzeiten zu einem wichtigen taktischen Faktor.
Ausblick und Bedeutung für Dornbirn
Für Dornbirn bedeutet der 4:3‑Erfolg wichtige Punkte und eine Bestätigung der Heimstärke, gerade in einer Phase, in der Spiele oft durch kleine Details entschieden werden. Für Selb bleibt trotz der Niederlage das Positive: die Mannschaft kämpfte engagiert und zeigte, dass sie auch mit dezimiertem Kader konkurrenzfähig sein kann. Die vielen Zweikämpfe und die enge Torausbeute unterstreichen, wie knapp die Partie verlief und dass in kommenden Begegnungen beide Teams wieder gefordert sein werden.
| Endstand | Hockey Club Tigers 1985 4:3 Selber Wölfe |
|---|---|
| Drittelstände | 1:0 / 1:1 / 2:2 |
| Besondere Vorkommnisse | Viele Strafen, späte Entscheidung durch Überzahltor |
Die Begegnung in Dornbirn zeigte einmal mehr, wie entscheidend Kollektivarbeit und Strafzeitenmanagement im Eishockey sind. Für Fans beider Lager bleibt es eine Partie, die lange in Erinnerung bleiben dürfte — nicht zuletzt wegen der intensiven Schlussphase und der Unterstützung durch zahlreich anwesende Zuschauer aus Selb.