Europacup-Duell bringt Herausforderung und Erfahrung
Der SC kelag Ferlach steht in der zweiten Runde des EHF European Cup vor einem international beachteten Aufeinandertreffen: Gegner ist der nordmazedonische Klub RK/HC Alkaloid, Sieger des Wettbewerbs 2025. Die Auslosung, die am 22. September stattfand, bestimmte, dass das Hinspiel auswärts in Nordmazedonien stattfinden wird; die Rückspiele sind wenige Tage später in Europa angesetzt.
Für die Ferlacher Mannschaft, die bereits in Runde 1 aktiv war und sich dort gegen Kyndil durchgesetzt hat, bedeutet das Los einen sportlich schwierigen, aber zugleich attraktiven Vergleich. Neben der sportlichen Klasse des Gegners rückt vor allem die Atmosphäre in den Hallen Mazedoniens in den Fokus.
„Das wird ein Erlebnis“,
sagte Walter Perkounig, Obmann des SC kelag Ferlach, in einem Gespräch mit MeinBezirk. Perkounig erwartet „eine brennende Halle“ und bezeichnete den Gegner als „sportlich übermächtig, aber attraktiv“.
Bekannter Trainer sorgt für zusätzliche Aufmerksamkeit
Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Trainer von Alkaloid, Kiril Lazarov. Der frühere Weltklasse-Handballer zählt zu den bekanntesten Persönlichkeiten des internationalen Handballs. Perkounig bezeichnete Lazarov als „eine lebende Legende“, was die mediale und sportliche Bedeutung des Duells für Ferlach zusätzlich erhöht.
Terminplan und Wettbewerbskontext
Die Auslosung legte den zeitlichen Rahmen für die Begegnungen fest. Laut Mitteilung zur Auslosung sind die Spieltermine wie folgt vorgesehen:
| Begegnung | Hinspiel | Rückspiel |
|---|---|---|
| SC kelag Ferlach – RK/HC Alkaloid | 17./18. Oktober | 24./25. Oktober |
In der 2. Runde des EHF European Cup stehen insgesamt 64 Teams. Zu den Teilnehmern zählen neben Alkaloid auch frühere Gewinner des Wettbewerbs; Alkaloid selbst gewann den Titel 2025 und trat im Vorjahr in der EHF European League an, scheiterte dort jedoch in der Qualifikation für die Gruppenphase.
Reaktionen aus Kärnten
Auch Arno Arthofer, Landessportdirektor, gratulierte zu dem Los und zeigte sich angetan von der attraktiven internationalen Aufgabe. Er betonte, dass die Ferlacher Spieler vermutlich noch nie eine vergleichbare Atmosphäre erlebt hätten, die in Nordmazedonien bei Handballspielen üblich sei. Sportlich stuft Arthofer Ferlach als Außenseiter ein, sieht die Begegnung aber dennoch als wertvolle Erfahrung für den Klub.
- Hinspiel in Nordmazedonien – erwartete intensive Hallen-Atmosphäre
- Alkaloid mit Trainer Kiril Lazarov, ehemaliger Weltklasse-Spieler
- Rückspiel in Europa wenige Tage später
Für den SC kelag Ferlach geht es nun in die konkrete Vorbereitung auf zwei Spiele, die sportlich anspruchsvoll sind und gleichzeitig die Möglichkeit bieten, auf internationaler Ebene zu bestehen und Erfahrungen zu sammeln. Die Runde bietet dem Klub und seinen Fans zudem die Gelegenheit, sich einem breiteren Publikum zu präsentieren und die eigene Leistungsfähigkeit gegen einen traditionsreichen Verein zu messen.
Konkrete Informationen zu Spielorten, Anstoßzeiten und Kartenverkauf hat der Verein bislang nicht in allen Details veröffentlicht; diese Angaben sind vor den angesetzten Terminen vermutlich noch zu erwarten. Bis dahin bleibt die Erwartungshaltung in Ferlach: sportliche Herausforderung, knisternde Atmosphäre und die Chance, Teil eines prägenden Erlebnisses im Europacup zu sein.