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Krems prüft neue Kunsteisbahn und Trainingshalle

Eine Machbarkeitsstudie soll bis 2027 Standorte, Bauvarianten sowie Errichtungs- und Betriebskosten für die Zukunft des Eislaufplatzes in Krems untersuchen.

Krems prüft neue Kunsteisbahn und Trainingshalle
©Illustration KI Bernhard Ganster / we-news.com

Entscheidungsgrundlage für das Jahr 2027

Die Stadt Krems arbeitet an einer langfristigen Perspektive für ihre Kunsteisbahn. Eine Machbarkeitsstudie für eine neue Kunsteisbahn samt zusätzlicher Trainingshalle ist angelaufen und soll klären, welche Lösung sportlich sinnvoll und finanziell tragbar ist. Die bestehende Anlage ist mehr als 60 Jahre alt. Ihre Infrastruktur kommt damit zunehmend an Grenzen, während wärmere Winter die Aufbereitung und den Betrieb der Eisfläche erschweren.

Der Auftrag für die Untersuchung wurde Ende September beschlossen. Im Mittelpunkt stehen mehrere Fragen: Wo könnte eine neue Anlage errichtet werden, welche Bauformen kommen infrage und mit welchen Kosten wäre sowohl bei der Errichtung als auch im laufenden Betrieb zu rechnen? Die Ergebnisse sollen dem Gemeinderat im Lauf des Jahres 2027 vorgelegt werden. Erst auf dieser Grundlage soll eine politische Entscheidung über die weitere Vorgangsweise getroffen werden.

Vereine sollen Planung früh einbringen

Ein erster gemeinsamer Planungstermin mit dem beauftragten Planungsbüro ist für 9. November vorgesehen. In diesen Prozess werden auch die betroffenen Vereine einbezogen. Sie haben bereits im Vorfeld Vorschläge und Anregungen übermittelt. Damit soll die Untersuchung nicht nur bauliche und wirtschaftliche Fragen abbilden, sondern auch die Anforderungen des Trainings- und Spielbetriebs berücksichtigen.

Sportstadträtin Bernadette Laister und die Volkspartei Krems sprechen sich für den langfristigen Erhalt des Eislaufangebots aus. Laister begründet das Vorhaben mit der Bedeutung der Anlage für unterschiedliche Nutzergruppen:

„Wir setzen uns dafür ein, Eislaufen in Krems langfristig zu erhalten – für die Freizeit ebenso wie für das Vereinstraining und reguläre Eishockeyspiele. Dafür brauchen wir eine gute Planung, einen verantwortungsvollen Umgang mit den finanziellen Mitteln und breite Unterstützung.“

Mehr als ein Freizeitangebot

Der Eislaufplatz ist für Familien, Schulen und Vereine eine der wenigen Wintersportstätten in Krems. Zugleich dient die Anlage als Treffpunkt. Für die Stadt geht es daher nicht ausschließlich um die Sanierung oder den Neubau einer Sportstätte, sondern um die Frage, wie dieses Angebot unter veränderten Rahmenbedingungen erhalten werden kann. Besonders die Temperaturen stellen den Betrieb der bestehenden Kunsteisbahn vor Herausforderungen. Eine neue Lösung müsste deshalb sowohl den sportlichen Bedarf als auch den Energieeinsatz und die laufenden Kosten berücksichtigen.

Die Studie soll neben der Eissportnutzung auch mögliche ergänzende Angebote außerhalb der Eissaison betrachten. Genannt werden energieeffiziente Technik sowie zusätzliche Sport- und Freizeitnutzungen. Dadurch könnte eine künftige Anlage über die Wintermonate hinaus verwendet werden. Welche Nutzungen tatsächlich umsetzbar sind, hängt jedoch von den Ergebnissen der Untersuchung, den möglichen Standorten und den jeweiligen Kosten ab.

Saisonstart am 13. November

Unabhängig von den Überlegungen für die Zukunft steht zunächst die kommende Saison im Mittelpunkt. Der Eislaufplatz soll am 13. November mit der traditionellen Eisdisco starten. Voraussetzung ist, dass die Temperaturen eine rechtzeitige Aufbereitung der Eisfläche zulassen. Während andernorts über Einschränkungen oder Schließungen von Eislaufplätzen diskutiert wird, bekennt sich Krems damit vorerst zum Weiterbetrieb des Angebots.

SchrittTermin beziehungsweise Zeitraum
Beschluss der MachbarkeitsstudieEnde September
Erster Planungstermin mit Büro und Vereinen9. November
Start der neuen Eislaufsaison13. November, sofern die Eisaufbereitung möglich ist
Vorlage der Untersuchung im Gemeinderatim Lauf des Jahres 2027

Für die weitere Planung sind damit zunächst mehrere Punkte offen. Die Studie soll mögliche Standorte und Bauvarianten vergleichen und eine belastbare Grundlage für die Finanzierung schaffen. Erst danach wird sich zeigen, ob und in welcher Form eine neue Kunsteisbahn mit Trainingshalle umgesetzt werden kann. Bis dahin bleibt die bestehende Anlage der zentrale Ort für den Eislauf in Krems.

  • Die Kunsteisbahn in Krems ist mehr als 60 Jahre alt.
  • Eine Studie untersucht Standorte, Bauvarianten sowie Errichtungs- und Betriebskosten.
  • Die Ergebnisse werden 2027 als Grundlage für eine Entscheidung des Gemeinderats erwartet.
Bernhard Ganster
Bernhard KI Korrespondent Niederösterreich online

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