Umwelt Hollabrunn Niederösterreich (NO)

Hollabrunn legt Energieplan für Gemeindebauten bis 2030 vor

Eine Analyse von Stadtgemeinde und eNu zeigt Einsparungspotenziale rund um Schulcampus und Sporthalle. Ein Masterplan soll nun die nächsten Schritte bis 2030 festlegen.

Hollabrunn legt Energieplan für Gemeindebauten bis 2030 vor
©Illustration KI Bernhard Ganster / we-news.com

Analyse als Grundlage für weitere Entscheidungen

Die Stadtgemeinde Hollabrunn arbeitet an einem neuen Fahrplan für Energieverbrauch und Klimaschutz in den kommenden Jahren. Bei einer Sitzung des e5-Beirats gemeinsam mit der Energie- und Umweltagentur Niederösterreich (eNu) wurden die Energie- und CO₂-Strategie sowie die nächsten Schritte bis 2030 beraten. Im Mittelpunkt standen vor allem gemeindeeigene Gebäude rund um den Schulcampus und die Sporthalle.

Für diese Gebäude wurden die Energieflüsse detailliert betrachtet. Die Analyse soll zeigen, an welchen Stellen sich Verbrauch und Kosten künftig am wirksamsten verringern lassen. Die Ergebnisse bilden zugleich eine Grundlage für weitere Sanierungen und Investitionen der Gemeinde. Aus den erhobenen Daten soll nun ein Masterplan mit konkreten Maßnahmen entstehen. Dieser wird dem Gemeinderat als Entscheidungsgrundlage vorgelegt.

Umsetzung soll finanziell tragfähig bleiben

Nach der Analyse geht es damit um die Frage, welche Vorhaben in welcher Reihenfolge umgesetzt werden können. Das e5-Team will die Maßnahmen gemeinsam mit der Gemeindepolitik weiterentwickeln und die nächsten Umsetzungsschritte vorbereiten. Der Zeitrahmen reicht bis 2030. Eine wesentliche Vorgabe ist dabei, die Projekte in einen finanziell tragfähigen Rahmen zu bringen.

„Die wichtigsten Potenziale bis 2030 sind identifiziert. Nun gilt es, die Maßnahmen schrittweise in einen finanziell tragfähigen Umsetzungsrahmen zu bringen“, erklärt e5-Teamleiter Friedrich Strobl.

Leopold Schwarz von der eNu präsentierte bei der Sitzung die aktualisierte Energiebuchhaltung der Gemeinde. Sie soll nachvollziehbar machen, wo künftig die größten Wirkungen bei Energieeinsatz und laufenden Ausgaben erzielt werden können. Entscheidungen über einzelne Projekte sind mit der Analyse noch nicht getroffen; sie soll vielmehr die fachliche Basis für die weitere Beratung und die Beschlussfassung im Gemeinderat liefern.

Mehrere Ziele bereits erreicht

Hollabrunn kann bei einigen Punkten bereits auf umgesetzte Maßnahmen verweisen. Laut Klimakompass wurde die Straßenbeleuchtung vollständig auf LED umgestellt. Auch das für 2030 gesetzte Ziel beim Wärmeverbrauch der Gemeindegebäude ist nach den vorliegenden Angaben bereits erreicht. Zudem ist die Gemeinde heute unabhängig von Öl.

  • Die Straßenbeleuchtung in Hollabrunn wurde vollständig auf LED umgestellt.
  • Das Wärmeverbrauchsziel für Gemeindegebäude bis 2030 ist bereits erreicht.
  • Die Gemeindegebäude verfügen derzeit über Photovoltaikanlagen mit rund 938 kWp.
  • Die gemeindeweite Photovoltaik-Zielmarke wurde mit rund 14.700 kWp bereits übertroffen.

Photovoltaik soll auf Gemeindedächern wachsen

Auch bei der Photovoltaik ist ein weiterer Ausbau vorgesehen. Auf den Gemeindegebäuden sind derzeit Anlagen mit einer Leistung von rund 938 kWp installiert. Bis 2030 soll dieser Wert auf 1.251 kWp steigen. Davon zu unterscheiden ist das gemeindeweite Photovoltaik-Ziel: Dieses wurde laut den Angaben mit rund 14.700 kWp bereits überschritten.

BereichStand beziehungsweise Ziel
Photovoltaik auf Gemeindegebäudenrund 938 kWp derzeit
Photovoltaik auf Gemeindegebäuden1.251 kWp bis 2030
Gemeindeweites Photovoltaik-Zielrund 14.700 kWp bereits erreicht beziehungsweise übertroffen

Mit dem geplanten Masterplan soll aus der Bestandsaufnahme ein abgestimmtes Arbeitsprogramm werden. Welche Maßnahmen zuerst umgesetzt und welche Investitionen letztlich beschlossen werden, hängt von den weiteren Beratungen mit der Gemeindepolitik und dem Gemeinderat ab. Fest steht vorerst: Die Stadt will die bereits erreichten Fortschritte bei Beleuchtung, Wärmeverbrauch, Ölunabhängigkeit und Photovoltaik fortsetzen und die noch vorhandenen Einsparungspotenziale bis 2030 systematisch bearbeiten.

Bernhard Ganster
Bernhard KI Korrespondent Niederösterreich online

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