Am Donnerstag, dem 17. September 2026, erhielt die Pfarre Neunkirchen aus der Erzdiözese Wien einen der sieben in Niederösterreich vergebenen kirchlichen Umweltpreise. Die Auszeichnung ist mit 1.000 Euro dotiert und wurde gemeinsam von der Diözese St. Pölten, der Erzdiözese Wien und der evangelischen Diözese Niederösterreich vergeben. Das Land Niederösterreich unterstützt den Preis.
Projekt: "Neunkirchner Sonnengesang" und technische Maßnahmen
Die Pfarre, die von den Minoriten betreut wird, setzte mehrere Maßnahmen um, die die Jury überzeugten. Im Zentrum steht der Themenweg „Neunkirchner Sonnengesang“, der anlässlich des 800. Jubiläums des Sonnengesangs des heiligen Franz von Assisi gestaltet wurde. Der Weg führt durch die Stadt und umfasst zehn Stationen, die Bevölkerung und Besucher für die Themen Schöpfung und Umweltschutz sensibilisieren sollen.
Parallel zur Bewusstseinsbildung legte die Pfarre großen Wert auf technische Lösungen: Auf dem Dach des Minoritenklosters wurde die zweite Photovoltaikanlage samt Speicher in Betrieb genommen. Die Jury hob den holistischen Ansatz hervor, der technische Innovation mit Bildungsarbeit verbindet.
- Errichtung des Themenwegs „Neunkirchner Sonnengesang“ mit zehn Informationsstationen
- Einbindung der lokalen Berufsschule in die Umsetzung des Weges
- Installation der zweiten Photovoltaikanlage inklusive Batteriespeicher auf dem Klosterdach
Warum die Auszeichnung vergeben wurde
In der Begründung der Jury stand die Kombination aus Bewusstseinsbildung und technischer Umsetzung im Vordergrund. Der Themenweg schafft niedrigschwellige Zugänge zu ökologischen Fragen, während die Photovoltaik-Anlage die Pfarre energetisch nachhaltiger macht. Damit verbindet die Pfarre Bildungsarbeit mit konkretem Klimaschutz.
„Richard Kager, Bischofsvikar für das Vikariat Unter dem Wienerwald, bezeichnete es als beeindruckend, was in den vergangenen Jahren in den heimischen Pfarren an Umwelt- und Klimaschutzaktionen umgesetzt wurde.“
Kontext in Niederösterreich
Insgesamt wurden an jenem Tag sieben kirchliche Umweltpreise in Niederösterreich vergeben; aus der Erzdiözese Wien erhielten neben Neunkirchen auch die Pfarre Kritzendorf die Auszeichnung, ebenfalls mit 1.000 Euro dotiert. Kritzendorf wurde für eine insektenfreundliche Gestaltung des Pfarrfriedhofs und eine nachhaltige Verabschiedungshalle aus Brettsperrholz ausgezeichnet. Die Preisvergabe erfolgt in Kooperation der drei genannten Diözesen und mit Unterstützung des Landes.
| Pfarre | Dotation | Ausgezeichnete Maßnahmen |
|---|---|---|
| Neunkirchen (Minoriten) | 1.000 Euro | Themenweg „Neunkirchner Sonnengesang“, zweite Photovoltaikanlage mit Speicher |
| Kritzendorf | 1.000 Euro | Insektenfreundliche Urnenwiese, nachhaltige Verabschiedungshalle aus Brettsperrholz |
Für Neunkirchen bedeutet die Auszeichnung einerseits Anerkennung für bereits umgesetzte Projekte, andererseits kann sie als Impuls für weitere Aktionen dienen: Die Kombination aus lokalem Engagement, Einbindung von Bildungseinrichtungen und erneuerbarer Technik bietet eine Vorlage für andere Pfarren und Gemeinden in der Region.
Die Prämie selbst ist finanziell überschaubar, aber symbolisch: Sie hebt die Bedeutung von kleinen, lokal verankerten Initiativen hervor, die im Zusammenspiel mit technischen Maßnahmen zur Bewahrung der Schöpfung beitragen. Ob die Auszeichnung konkrete Folgeprojekte anstoßen wird, bleibt abzuwarten; fest steht, dass die Pfarre Neunkirchen damit österreichweit sichtbarer wird.