Sechs Tage Praxis im Schulbetrieb
Die Landwirtschaftliche Fachschule (LFS) Hollabrunn hat ihren Schulheurigen heuer erstmals an sechs Tagen geöffnet. Von 12. bis 17. Oktober übernahmen Schülerinnen und Schüler der zweiten Jahrgänge zentrale Aufgaben im laufenden Betrieb. Nach Angaben der Schule kamen rund 1.000 Gäste, die mit regionalen Speisen und Weinen bewirtet wurden.
Für die Jugendlichen war die Veranstaltung nicht bloß ein geselliger Abend im Schulgebäude. Sie waren in den Bereichen Küche, Service und Schank eingesetzt und mussten den Ablauf gemeinsam organisieren. Beteiligt waren die Fachrichtungen Betriebs- und Haushaltsmanagement sowie Landwirtschaft mit Weinbau. Damit wurde der Schulheurige zu einem praktischen Teil der Ausbildung, bei dem fachliches Können und Zusammenarbeit unmittelbar gefragt waren.
Regionale Produkte im Mittelpunkt
Auf der Speisekarte standen selbst hergestellte und veredelte Erzeugnisse aus der Region. Bei den Fleisch- und Wurstspezialitäten arbeitete die LFS mit der Landesberufsschule für Fleischer zusammen. Die Landesweingüter Hollabrunn und Retz steuerten Weine zur Bewirtung bei. So kamen bei der Veranstaltung mehrere Einrichtungen aus dem regionalen Ausbildungs- und Landwirtschaftsbereich zusammen.
Die Aufgaben waren dabei breit verteilt. Jugendliche aus den zweiten Jahrgängen bedienten die Gäste, arbeiteten in der Küche und sorgten an der Schank für die Getränkeausgabe. Der Schulheurige bot ihnen dadurch die Möglichkeit, Abläufe unter realen Bedingungen zu erproben. Zum praktischen Lernen gehörten laut den vorliegenden Angaben insbesondere Teamarbeit, Eigenverantwortung und Gästebetreuung.
| Fakt | Angabe |
|---|---|
| Veranstaltungsort | Landwirtschaftliche Fachschule Hollabrunn |
| Zeitraum | 12. bis 17. Oktober |
| Dauer | sechs Tage |
| Besucherzahl | rund 1.000 Gäste |
| Beteiligte Fachrichtungen | Betriebs- und Haushaltsmanagement sowie Landwirtschaft mit Weinbau |
Verantwortung als Teil der Ausbildung
Direktorin Barbara Grötz sieht in der Veranstaltung ein Beispiel dafür, welche Leistungen Jugendliche übernehmen können, wenn sie gemeinsam auf ein Ziel hinarbeiten.
„Unser Schulheuriger zeigt eindrucksvoll, was junge Menschen leisten können, wenn sie Verantwortung übernehmen und gemeinsam an einem Ziel arbeiten. Besonders stolz bin ich auf die Begeisterung unserer Schülerinnen und Schüler und die hervorragende Zusammenarbeit aller Beteiligten.“
Der Erfolg wurde laut Schule durch das Zusammenspiel von Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften, Lehrbetrieben und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ermöglicht. Gerade bei einer Veranstaltung mit rund 1.000 Besucherinnen und Besuchern musste das Zusammenspiel der einzelnen Bereiche funktionieren. Der Einsatz im Schulheurigen machte sichtbar, wie die unterschiedlichen Ausbildungsschwerpunkte ineinandergreifen: von der Verarbeitung regionaler Erzeugnisse über die Zubereitung bis zum Kontakt mit den Gästen.
Feste Größe mit erweitertem Zeitraum
Der Schulheurige gilt an der LFS Hollabrunn bereits seit Längerem als etablierte Veranstaltung. Die erstmalige Ausweitung auf sechs Tage vergrößerte den zeitlichen Rahmen des heurigen Betriebs. Die vorliegenden Angaben nennen keinen Grund für die Verlängerung, halten aber fest, dass die Jugendlichen den zusätzlichen Zeitraum bewältigten und die Veranstaltung auf breite Resonanz stieß.
Für die Fachschule steht damit nicht allein die Zahl der Gäste im Vordergrund. Entscheidend ist auch, dass die Schülerinnen und Schüler ihre Ausbildungsinhalte in einer konkreten Situation anwenden konnten. Die Kooperation mit der Landesberufsschule für Fleischer und den Landesweingütern aus Hollabrunn und Retz stellte zugleich den Bezug zu regionalen Produkten und Einrichtungen her. Der Schulheurige verband damit schulische Praxis, Weinviertler Gastlichkeit und die Arbeit mit Erzeugnissen aus der näheren Umgebung.
- Rund 1.000 Gäste besuchten die Veranstaltung.
- Schülerinnen und Schüler der zweiten Jahrgänge übernahmen Küche, Service und Schank.
- Regionale Produkte sowie Beiträge der Landesberufsschule für Fleischer und der Landesweingüter Hollabrunn und Retz prägten das Angebot.