Die Kantorei St. Martin Mistelbach stellt ihr Jubiläumskonzert in den Mittelpunkt ihres 50-jährigen Bestehens. Am Samstag, dem 7. November 2026, um 17 Uhr wird das Ensemble in der Pfarrkirche Mistelbach erstmals das „Requiem op. 48“ von Gabriel Fauré aufführen. Das Konzert verbindet damit einen runden Jahrestag der Kantorei mit einem Programm, das sich musikalisch mit Abschied, Trost und Hoffnung auseinandersetzt.
Faurés Zugang zu Tod und Trauer
Das Requiem des französischen Komponisten nimmt innerhalb der Vertonungen der Totenmesse eine besondere Stellung ein. Nach Angaben zur Veranstaltung steht bei Fauré weniger die Vorstellung von Angst und Gericht im Vordergrund als vielmehr ein Zugang, der von Frieden, Geborgenheit und Zuversicht geprägt ist. Die Musik soll den Schmerz des Abschieds nicht ausblenden, zugleich aber eine Perspektive über die Trauer hinaus eröffnen.
Der musikalische Bogen reicht dabei von zurückgenommenen, innigen Passagen bis zum lichtvoll beschriebenen „In Paradisum“. Die Kantorei kündigt das Werk als Weg an, der vom Abschied zur Hoffnung führt. Gerade diese Verbindung unterschiedlicher Stimmungen prägt den Charakter des Abends: Kummer und Leid werden ebenso angesprochen wie die Sehnsucht nach einem Ort des Friedens und nach dem Ende aller Unruhe.
„Seine Musik möchte nicht erschrecken, sondern trösten.“
Mit dieser programmatischen Ausrichtung reiht sich Faurés Requiem in ein Konzert ein, das nicht nur den festlichen Anlass des Kantorei-Jubiläums markiert. Die Auswahl setzt auf Werke, in denen sich persönliche Erschütterung und musikalische Zuversicht begegnen. Ergänzt wird das Requiem durch weitere Kompositionen für Soli, Chor und Orchester von Felix Mendelssohn Bartholdy. Auch Johann Sebastian Bachs Antwort „Ich hatte viel Bekümmernis“ ist Teil des Programms.
Mehrere musikalische Perspektiven
Bachs Werk beschreibt laut Ankündigung eine Entwicklung von der Verzweiflung hin zu einer tiefgründigen Geborgenheit. Damit nimmt es einen Gedanken auf, der auch das Requiem prägt: Die Musik bleibt nicht beim Verlust stehen, sondern sucht nach Halt und einer Form von Hoffnung. Gemeinsam mit Mendelssohns Werken entsteht so ein Abend, der unterschiedliche Epochen und kompositorische Handschriften zusammenführt.
- Termin: Samstag, 7. November 2026, 17 Uhr
- Ort: Pfarrkirche Mistelbach
- Hauptwerk: Gabriel Fauré, „Requiem op. 48“
- Mitwirkende: Solisten, Orchester und Kantorei St. Martin
- Leitung: Karl-Michael Heger
- Karten: an der Abendkasse
Jubiläum im Zeichen der Kirchenmusik
Mit dem Konzert macht die Kantorei St. Martin ihr langjähriges Wirken in Mistelbach sichtbar. Seit fünf Jahrzehnten steht der Chor für die Aufführung geistlicher Musik. Das Jubiläumsprogramm greift diese Verbindung zur Kirchenmusik auf und bringt sie mit einem anspruchsvollen Orchester- und Chorwerk in die Pfarrkirche. Für das Publikum ergibt sich daraus die Möglichkeit, das Bestehen der Kantorei nicht in einer Rückschau, sondern in einer aktuellen Aufführung zu erleben.
Die Veranstalter laden dazu ein, sich von der Musik auf einem Weg von Trauer und Belastung zu Trost und Zuversicht begleiten zu lassen. Eine Anmeldung oder ein Vorverkauf wird in der Ankündigung nicht genannt; Karten sind an der Abendkasse erhältlich. Das Festkonzert beginnt am 7. November um 17 Uhr in der Pfarrkirche Mistelbach. Neben dem Jubiläum der Kantorei steht damit vor allem die unmittelbare Wirkung der Musik im Mittelpunkt: Sie soll Raum für Erinnerung schaffen und zugleich den Blick auf Hoffnung und Frieden richten.