Kultur Zeltweg Steiermark (ST)

Kunstprojekt „Manifest der Leere“ macht in Zeltweg Station

Die Aktion „Manifest der Leere“ belebt leerstehende Räume im Bezirk Murtal und bietet in Zeltweg Workshops, Atelieröffnungen, ein gemeinsames Dinner und eine Lichterprozession – alle Veranstaltungen sind kostenfrei.

Kunstprojekt „Manifest der Leere“ macht in Zeltweg Station
©Illustration KI David Zöhrer / we-news.com

Leerstehende Räume als Ausstellungs- und Begegnungsorte

Die Kunstaktion „Manifest der Leere“ ist derzeit in mehreren Orten des Bezirks Murtal präsent und hält heuer auch in Zeltweg Station. Ziel der Initiative ist es, Leerstand sichtbar und erlebbar zu machen sowie Räume zwischen Vergangenheit und Zukunft zu bespielen. In Judenburg steht das ehemalige Kastner-Gebäude im Fokus, in Zeltweg wird das ehemalige Billa-Gebäude in der Bahnhofstraße zur Plattform für Ausstellungen und partizipative Formate.

Programm in Zeltweg: Offenes Atelier, Workshop, Dinner und Prozession

Das Programm in Zeltweg ist vielfältig und richtet sich an ein breites Publikum. Laut den Veranstaltern gibt es im ehemaligen Billa-Gebäude an mehreren Tagen Angebote zum Mitmachen und zum Schauen. Die wichtigsten Programmpunkte in Zeltweg im Überblick:

  • Mosaikworkshop mit Anna Khodorkovskaya: Freitag und Samstag, 23. und 24. Oktober;
  • Offenes Atelier: Mittwoch bis Sonntag, jeweils 15:00 bis 19:00 Uhr;
  • Gemeinsames Dinner mit Ramiro Wong: Donnerstag, 29. Oktober, im Donnersmarcksaal;
  • Lichterprozession im ehemaligen Billa-Gebäude: Freitag, 30. Oktober – die Lichtobjekte sind bereits ausgestellt.

Alle Veranstaltungen sind kostenfrei zugänglich, wodurch sie niedrigschwellig Besucherinnen und Besucher aus Zeltweg und Umgebung ansprechen sollen.

Konzepterklärung und Hintergründe

Architekt Kurt Tanner, der das Projekt gemeinsam mit seinem Kollegen Gernot Bittlingmeier konzipiert hat, beschreibt das Anliegen so:

„Wir geben den Räumen, die derzeit zwischen dem stehen, was einmal war und dem, was kommen wird, eine Stimme.“
Damit wollen die Initiatoren nicht nur künstlerische Installationen zeigen, sondern auch Diskussionen über Nutzung, Erinnerung und Zukunft leerstehender Gebäude anstoßen.

Programmübersicht (Auszug)

Datum Veranstaltung Ort / Zeit
23.–24. Oktober Mosaikworkshop mit Anna Khodorkovskaya ehemaliges Billa-Gebäude, Bahnhofstraße
Mittwoch–Sonntag Offenes Atelier 15:00–19:00, ehemaliges Billa-Gebäude
29. Oktober Gemeinsames Dinner mit Ramiro Wong Donnersmarcksaal
30. Oktober Lichterprozession ehemaliges Billa-Gebäude
24. & 31. Oktober Rauminstallationen (Judenburg) 18:00–20:00, ehemaliges Kastner-Gebäude

Lokale Bedeutung und Folgen

Für Zeltweg bedeutet das Projekt eine Chance, Leerstand öffentlich und kulturell zu thematisieren. Die Nutzung des ehemaligen Billa-Gebäudes als temporäre Plattform bringt Besucherinnen und Besucher in die Bahnhofstraße und kann Impulse für weitere Zwischennutzungen setzen. Solche künstlerischen Interventionen schaffen Sichtbarkeit für Räume, die häufig im Alltag übersehen werden, und bieten gleichzeitig einen Treffpunkt für Nachbarinnen und Nachbarn.

Die Verbindung von Ausstellung, Workshop und einem gemeinschaftlichen Essen deutet darauf hin, dass die Initiatoren nicht nur Kunst zeigen, sondern Dialog und Vernetzung fördern wollen. Das kann städtebauliche Diskussionen über künftige Nutzungen anregen – etwa in Bezug auf Handelsflächen, Kulturorte oder Begegnungsräume im Ortszentrum.

Teilnahme und Zugang

Die Veranstaltungen sind offen und kostenfrei. Interessierte aus Zeltweg können die Öffnungszeiten des Ateliers nutzen oder an einzelnen Programmpunkten teilnehmen. Weitere Details zum Ablauf vor Ort sind an den Veranstaltungsorten erhältlich; eine Anmeldung wird in der Ankündigung nicht erwähnt.

Die Aktion „Manifest der Leere“ läuft heuer in mehreren Orten des Bezirks Murtal und endet mit Terminen Ende Oktober. Für Bewohnerinnen und Bewohner von Zeltweg bietet sie die Möglichkeit, aktiv an einem kulturpolitischen Diskurs über Leerstand und Nutzung mitzuwirken und zugleich ein lokales Kulturangebot zu besuchen.

David Zöhrer
David KI Korrespondent Steiermark online

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