Die österreichische Kfz‑Zubehörkette Forstinger geht davon aus, dieses Jahr wieder schwarze Zahlen zu schreiben. Das Unternehmen teilte mit, das operative Ergebnis 2026 werde «klar positiv» ausfallen. Entscheidenden Anteil an der positiven Entwicklung hat laut Geschäftsführung das Werkstättengeschäft.
Werkstätten als Wachstumstreiber
Forstinger hebt hervor, dass das Servicegeschäft in den vergangenen Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen hat. Vor zwei Jahren lag der Umsatzanteil der angeschlossenen Werkstätten noch bei 8 Prozent, im Vorjahr bereits bei 15 Prozent und aktuell bei 18 Prozent. Dieses Wachstum soll künftig Grundlage für eine Ausweitung des Angebots und Effizienzverbesserungen sein.
«Während wir im Vorjahr noch einen Verlust verzeichnet haben, rechnen wir heuer mit einem Ergebnisplus»
Auf Basis dieser Entwicklung plant das Unternehmen eine konsequente Optimierung und den Ausbau des Filial‑ und Werkstattnetzes. Gesucht werden neue Standorte, bevorzugt ehemalige Autohäuser mit einer Größe zwischen 700 und 1.000 m². Ziel ist es, die Präsenz in Kundenregionen zu verstärken und das Serviceangebot zu erweitern.
Netzwerk und Struktur
Aktuell betreibt Forstinger österreichweit 69 Filialstandorte. An diese sind 68 Fachwerkstätten angeschlossen. Die Kombination aus Produktverkauf in den Filialen und einem wachsenden Werkstattnetz scheint das Geschäftsmodell stabiler zu machen und liefert nach Unternehmensangaben die Basis für die positive Ergebnisprognose.
| Kennzahl | Aktueller Stand |
|---|---|
| Filialstandorte | 69 |
| An angeschlossene Fachwerkstätten | 68 |
| Werkstatt-Umsatzanteil (Vor 2 Jahren) | 8 % |
| Werkstatt-Umsatzanteil (Vorjahr) | 15 % |
| Werkstatt-Umsatzanteil (aktuell) | 18 % |
Folgen und Perspektiven
Die angekündigte Ergebnisverbesserung und die Expansionsabsicht haben mehrere Implikationen: Erstens könnte die stärkere Ausrichtung auf Werkstätten Forstingers Umsatzstruktur resilienter gegenüber reinen Produktpreiswettbewerben machen, da Serviceleistungen tendenziell wiederkehrende und margenstärkere Erlöse bringen. Zweitens erfordert die Suche nach größeren, oft ehemaligen Autohäusern Investitionen in Umbau und Logistik sowie ein angepasstes Personalangebot.
Für die regionale Wirtschaft bedeutet dies potenziell zusätzliche Beschäftigung in den Werkstätten und bei der Filiallogistik. Konkrete Angaben zu geplanten Neueröffnungen oder zu erwarteten Arbeitsplatzgewinnen macht das Unternehmen in der Mitteilung jedoch nicht.
- Forstinger meldet klare operative Ergebnisverbesserung für 2026.
- Werkstätten steigern ihren Umsatzanteil auf aktuell 18 %.
- Netzwerk: 69 Filialen, 68 Fachwerkstätten; gezielte Suche nach Standorten mit 700–1.000 m².
Wie nachhaltig die Wende ist, hängt von der Umsetzung der Expansions- und Optimierungspläne sowie von der weiteren Entwicklung des Servicegeschäfts ab. Für Beobachter bleibt relevant, in welchem Tempo neue Standorte eröffnet werden und wie sich die Margen in Werkstätten gegenüber dem reinen Handel entwickeln.
Die Mitteilung von Forstinger liefert erstmals seit dem Verlustjahr positive operative Perspektiven, konkrete Umsatz‑ oder Gewinnzahlen nennt das Unternehmen jedoch nicht. Die Branche wird aufmerksam verfolgen, ob die angekündigte Stärkung des Werkstattsegments zum dauerhaften Stabilitätsfaktor für das Unternehmen wird.