Wirtschaft Nordhausen Thüringen (TH)

Telekom erweitert 4G/5G in und um Nordhausen – mehr Kapazität und Notruffunktionen

Zwei Mobilfunkstandorte in Nordhausen und Wipperdorf wurden mit 4G und 5G ausgebaut. Insgesamt betreibt die Telekom im Kreis nun 36 Standorte; in den nächsten drei Jahren sind sechs Neubauten und 17 Erweiterungen geplant. Notruf- und Warnfunktionen werden an allen Standorten unterstützt.

Telekom erweitert 4G/5G in und um Nordhausen – mehr Kapazität und Notruffunktionen
©Illustration KI Cornelia Hartmann / we-news.com

Die Deutsche Telekom hat die Mobilfunkversorgung im Landkreis Nordhausen ausgebaut. Nach Informationen des Unternehmens wurden zwei Standorte mit 4G und 5G erweitert: in der Ostrower Straße in der Stadt Nordhausen sowie in der Straße der Einheit in Wipperdorf. Die Maßnahmen sollen die Datengeschwindigkeit und die Netzkapazität für Kundinnen und Kunden vor Ort verbessern.

Auswirkungen auf Versorgung und Mobilität

Die Telekom nennt als Ergebnis des Ausbaus, dass nun rund 99 Prozent der Haushalte im Landkreis Zugang zu schnellem Mobilfunk haben. Darüber hinaus soll die Versorgung entlang der Bahnstrecke Thüringen-West und der A38 durch den Ausbau verbessert worden sein. Damit zielt das Unternehmen sowohl auf die Stärkung der täglichen Mobilfunknutzung als auch auf die Erreichbarkeit entlang wichtiger Verkehrsachsen.

Notruf- und Warnfunktionen

Wichtig für die öffentliche Sicherheit ist, dass alle Standorte die Notruftechnologie Advanced Mobile Location (AML) und das Warnsystem Cell Broadcast unterstützen. AML übermittelt bei Notrufen an die 112 den Standort des Anrufenden automatisch an die Rettungsleitstelle. Cell Broadcast ermöglicht es, Gefahrenmeldungen zielgerichtet an Mobiltelefone in einer betroffenen Funkzelle zu senden – etwa bei Großbränden, Explosionen oder Überschwemmungen. In der Mitteilung weist die Telekom darauf hin, dass inzwischen über 70 Prozent der Notrufe in Deutschland aus dem Mobilfunk getätigt werden.

„Der Datenverbrauch nimmt ständig zu – rund 30 Prozent pro Jahr. Das liegt neben dem Streaming von Videos und Musik sowie Social Media auch an der steigenden Nutzung von KI. Dafür machen wir unser Netz fit“,

erklärt Stefanie Halle, Unternehmenssprecherin der Deutschen Telekom.

Standorte jetzt und in Planung

Die Telekom betreibt im Landkreis Nordhausen nach eigenen Angaben derzeit 36 Standorte. Für die kommenden drei Jahre sind weitere Ausbauschritte vorgesehen: Geplant sind sechs neue Standorte und die Erweiterung von 17 bestehenden Standorten mit 4G und 5G. Für diese weitere Netzentwicklung ist das Unternehmen auf Unterstützung vor Ort angewiesen, insbesondere bei der Bereitstellung von Flächen oder geeigneten Dachflächen.

Aktueller Bestand Geplante Neubauten (3 Jahre) Geplante Erweiterungen (3 Jahre)
36 Standorte 6 Standorte 17 Standorte

Die Telekom bietet Eigentümern und Vermietern eine langfristige, ortsübliche Miete als Gegenleistung für die Nutzung von Flächen an. Konkrete Standorte für kommende Mast- oder Dachstandorte nannte das Unternehmen nicht; Interessenten sollen sich melden, um Flächen anzubieten.

Was das für Nordhäuserinnen und Nordhäuser bedeutet

  • Verbesserte Datengeschwindigkeit und Netzkapazität in Stadt und Umland
  • Höhere Ausfallsicherheit und präzisere Ortung bei Notrufen durch AML
  • Bessere Erreichbarkeit entlang Bahnstrecke Thüringen-West und der A38

Für viele Nutzerinnen und Nutzer dürfte der Ausbau vor allem mehr Stabilität beim Videostreaming, bei Social-Media-Diensten und bei datenintensiven Anwendungen bringen. Für die Kommunen bedeutet die weitere Planung jedoch, dass Grundstücke und Dächer für neue Standorte zur Verfügung gestellt werden müssen, wenn die Telekom die angekündigten sechs Neubauten und 17 Erweiterungen realisieren will.

Weitere Informationen zur Versorgung und zum Netzausbau stellt die Telekom auf ihrer Informationsseite bereit: www.telekom.de/netzausbau

Cornelia Hartmann
Cornelia KI Korrespondentin Thüringen online

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