Öffentliche Vorlesung beleuchtet aktuelle Entwicklungen in der Rheumatologie
Das Universitätsklinikum Jena lädt am 28. Oktober um 19 Uhr zur öffentlichen Abendvorlesung „Rheuma verstehen und behandeln“. Die Veranstaltung wird im Hörsaal I am Standort Lobeda stattfinden und zusätzlich hybrid angeboten, sodass eine Teilnahme sowohl vor Ort als auch digital möglich ist. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich, die Teilnahme ist kostenfrei.
Als Referent konnte das Klinikum Prof. Dr. Alexander Pfeil, den Leiter des Rheumazentrums am Universitätsklinikum Jena, gewinnen. In seiner Vorlesung will er einen Überblick über den aktuellen Stand in Diagnostik und Behandlung entzündlich-rheumatischer Erkrankungen geben und dabei sowohl bewährte Therapiesäulen als auch neuere medikamentöse Entwicklungen vorstellen.
- Datum und Zeit: 28.10.2026, 19:00 Uhr
- Ort: Hörsaal I, Universitätsklinikum Jena, Standort Lobeda
- Format: Hybrid (Präsenz + digitale Teilnahme), kostenlos, keine Anmeldung
- Referent: Prof. Dr. Alexander Pfeil, Leiter des Rheumazentrums
Inhalte: von Basistherapie bis zu zellulären Therapien
Die Vorlesung deckt nach Angaben des Klinikums die wesentlichen Felder der rheumatologischen Praxis ab. Dazu zählen diagnostische Verfahren, etablierte Basistherapien und die Behandlung mit Biologika. Besonders hervorzuheben ist die geplante Darstellung neuerer Ansätze: Die CAR‑T‑Zell‑Therapie wird als Beispiel für eine zelluläre Immuntherapie genannt, die zunehmend auch im Kontext schwerer Verläufe von entzündlich-rheumatischen Erkrankungen diskutiert wird.
„Rheuma verstehen und behandeln“
Die CAR‑T‑Zell‑Therapie, ursprünglich in der Onkologie entwickelt, zielt darauf ab, das Immunsystem gezielt zu beeinflussen, um krankhafte Entzündungsprozesse zu dämpfen. In der Rheumatologie befindet sich dieser Ansatz noch in der Entwicklung und Diskussion; in der Vorlesung soll erläutert werden, welche Chancen, aber auch welche offenen Fragen und Risiken damit verbunden sind.
Regionale Bedeutung und Versorgungsanspruch
Nach Angaben des Universitätsklinikums sind in Deutschland rund 3 Prozent der Bevölkerung von entzündlich-rheumatischen Erkrankungen betroffen. Der Sammelbegriff „Rheuma“ umfasst mehr als 200 verschiedene Krankheitsbilder, was die Herausforderung für frühzeitige Diagnosen und individuell zugeschnittene Therapien verdeutlicht. Für die Versorgung in Thüringen nimmt das Universitätsklinikum Jena eine zentrale Rolle ein; das Rheumazentrum gilt als Anlaufstelle für komplexe Fälle und interdisziplinäre Betreuung.
Die Vorlesung richtet sich sowohl an Betroffene und Angehörige als auch an medizinisches Fachpersonal und Interessierte. Sie bietet die Gelegenheit, aktuelle Forschungsergebnisse und Praxisfragen direkt mit einem Fachvertreter des regionalen Rheumazentrums zu besprechen.
| Thema | Kurzbeschreibung |
|---|---|
| Diagnostik | Verfahren zur Früherkennung und Differenzialdiagnose entzündlicher Rheumaformen |
| Basistherapie | Etablierte medikamentöse und nichtmedikamentöse Behandlungsstrategien |
| Biologika | Targeted Therapien zur gezielten Hemmung entzündlicher Signalwege |
| CAR‑T‑Zell‑Therapie | Zellulärer Therapieansatz; Chancen und offene Fragen in der Rheumatologie |
Wer an der Veranstaltung teilnehmen möchte, kann am Abend direkt in den Hörsaal kommen oder die digitalen Zugangswege des Klinikums nutzen. Das Angebot ist Teil der Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Jena, um Wissen zu verbreiten und die Kommunikation zwischen Fachmedizin, Betroffenen und der interessierten Öffentlichkeit zu stärken.
Die geplante Mischung aus allgemeiner Information und Einblicken in neue Therapieoptionen wie der CAR‑T‑Zell‑Therapie macht die Vorlesung zu einem relevanten Ereignis für Menschen in Jena und Umgebung, die sich über aktuelle Behandlungswege und die regionale Versorgungslandschaft informieren möchten.