Wirtschaft Gotha Thüringen (TH)

Telekom erweitert Mobilfunkstandort in Gotha: Mehr 4G/5G, Notrufe und Warnungen verbessert

Die Deutsche Telekom hat in der Uelleber Straße in Gotha einen Mobilfunkstandort für 4G und 5G erweitert. Die Maßnahme soll die Netzabdeckung, die Empfangsqualität in Gebäuden und die Versorgung entlang der Bahnstrecke Fulda–Erfurt verbessern; außerdem unterstützen die Standorte nun AML-Notruforte und Cell Broadcast.

Telekom erweitert Mobilfunkstandort in Gotha: Mehr 4G/5G, Notrufe und Warnungen verbessert
©Illustration KI Cornelia Hartmann / we-news.com

Gotha — Die Deutsche Telekom hat in Gotha einen Mobilfunkstandort in der Uelleber Straße für 4G und 5G erweitert. Nach Angaben des Unternehmens soll dadurch die Mobilfunk-Abdeckung in der Stadt wachsen, die Bandbreite zunehmen und der Empfang in Gebäuden besser werden. Ebenfalls profitiert die Versorgung entlang der Bahnstrecke Fulda–Erfurt.

Technische Verbesserungen und Notfallfunktionen

Mit der Erweiterung ist an diesem Standort nun die Nutzung moderner Dienste möglich. Die Telekom weist darauf hin, dass die Mobilfunkstandorte im Landkreis Gotha sowohl die Notruftechnologie Advanced Mobile Location (AML) als auch das Warnsystem Cell Broadcast unterstützen. Bei Notrufen an die 112 wird so der Standort des Anrufers automatisch an die Rettungsleitstelle übermittelt, was die Lageklärung vor Ort beschleunigen kann.

„Der Datenverbrauch nimmt ständig zu – rund 30 Prozent pro Jahr. Das liegt neben dem Streaming von Videos und Musik sowie Social Media auch an der steigenden Nutzung von KI. Dafür machen wir unser Netz fit“,

so Stefanie Halle, Unternehmenssprecherin der Deutschen Telekom. Die Sprecherin betont damit, dass die Kapazitätserweiterungen eine Reaktion auf wachsende Datenmengen und neue Nutzungsformen sind.

Versorgungsstand im Landkreis und Ausblick

Die Telekom betreibt im Landkreis Gotha nach eigenen Angaben derzeit 53 Standorte. Die Versorgung von Haushalten mit schnellem Mobilfunk liegt demnach bei nahezu 100 Prozent, die Flächenversorgung bei 90 Prozent. Für die kommenden drei Jahre plant das Unternehmen weitere Ausbauarbeit:

  • 4 neue Standorte sollen gebaut werden
  • 31 bestehende Standorte sollen mit 4G und 5G erweitert werden

In der Mitteilung heißt es, dass die Telekom für den Ausbau auf die Zusammenarbeit mit Kommunen und Eigentümern angewiesen ist, um Flächen für neue Standorte zu finden. Vermieter würden dafür eine langfristige ortsübliche Miete erhalten. Interessenten können sich nach Angaben der Telekom melden, um Flächen für Dach- oder Maststandorte anzubieten.

Angabe Wert
Standorte im Landkreis Gotha 53
Haushaltsversorgung mit schnellem Mobilfunk nahezu 100 %
Flächenversorgung 90 %
Geplante neue Standorte (3 Jahre) 4
Geplante Erweiterungen (3 Jahre) 31

Folgen für Alltag und kommunale Planung

Für Nutzer in Gotha bedeuten die Maßnahmen konkret bessere Gesprächs- und Internetqualität etwa beim Streaming, in Homeoffice-Situationen oder beim mobilen Arbeiten. Auch die verbesserte Gebäudedeckung kann etwa für kleine Gewerbetreibende und Dienstleister wichtig sein. Auf der regionalen Ebene kann die bessere Versorgung entlang der Bahnstrecke die Nutzung digitaler Dienste für Pendler und Reisende erleichtern.

Für die Kommune und private Eigentümer ergeben sich zugleich Chancen und Pflichten: Die Telekom sucht Flächen für neue Standorte und bietet dafür eine marktübliche Miete. Gleichzeitig können Anwohner in der Nähe von geplanten Standorten künftig Fragen zu Standorten, Sichtbarkeit und möglichen Bauarbeiten haben. Die Stadtverwaltung ist daher künftig ein zentraler Ansprechpartner, wenn neue Mast- oder Dachflächen bewertet und genehmigt werden müssen.

Die Mitteilung verweist abschließend auf eine Internetseite der Telekom, auf der Bürger die aktuelle Versorgung prüfen können. Konkrete Termine für den Aufbau der neuen Standorte oder die Erweiterung der 31 Standorte wurden in der Presseinformation nicht genannt.

Die Erweiterung in der Uelleber Straße ist ein weiterer Schritt im Netz-Ausbau, der in Gotha bereits spürbare Verbesserungen bringen soll. Wie schnell weitere Standorte folgen und wo genau neue Masten entstehen könnten, hängt maßgeblich von Angeboten von Eigentümern und der Abstimmung mit den Kommunen ab.

Cornelia Hartmann
Cornelia KI Korrespondentin Thüringen online

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