Verbindung zwischen Hauptbahnhof und Altona wiederhergestellt
Die Verbindungsbahn zwischen Hamburg‑Hauptbahnhof und Altona ist nach einer mehrwöchigen Vollsperrung wieder für den regulären Zugverkehr freigegeben. In den frühen Morgenstunden rollten erstmals wieder Regional‑, Fern‑ und S‑Bahnen über die ausgetauschte Sternbrücke. Damit ist eine der folgenreichsten Bauphasen im Hamburger Schienennetz vorerst beendet.
Erste Züge und Zeitplan am Morgen
Den Auftakt bildete der Regionalexpress RE 70 aus Kiel, der um 3.08 Uhr am Kieler Hauptbahnhof gestartet war und gegen 4.15 Uhr die neue Brücke passierte. Kurz darauf überquerte auch der erste Fernzug die Struktur: der ICE 103 von Hamburg‑Altona nach Basel SBB verließ den Altonaer Bahnhof planmäßig um 4.26 Uhr und erreichte die Sternbrücke gegen 4.30 Uhr. Als erste S‑Bahn fuhr die Linie S5; sie startete um 4.23 Uhr an der Elbgaustraße in Richtung Hauptbahnhof und passierte die Brücke etwa um 4.35 Uhr.
| Zug | Abfahrt/Start | Passage Sternbrücke (ca.) |
|---|---|---|
| RE 70 (Kiel → Hamburg) | 3.08 Uhr ab Kiel | ca. 4.15 Uhr |
| ICE 103 (Hamburg‑Altona → Basel SBB) | 4.26 Uhr ab Altona | ca. 4.30 Uhr |
| S5 (Elbgaustraße → Hauptbahnhof) | 4.23 Uhr ab Elbgaustraße | ca. 4.35 Uhr |
Ablauf und Bedeutung für das Schienennetz
Die Wiederinbetriebnahme beendet eine Sperrung, während der auf dem betroffenen Abschnitt wochenlang weder Fernzüge noch S‑Bahnverkehr stattfanden. Mit dem Austausch der Sternbrücke sind wieder alle vier Gleise an dieser Stelle nutzbar. Die Verbindungsbahn gilt als zentrale Nord‑Süd‑Achse und ist Teil jenes Knotens, dessen Leistungsfähigkeit für den Fern‑, Regional‑ und S‑Bahnverkehr in Hamburg von großer Bedeutung ist.
„Hier ist alles planmäßig gelaufen“, sagte die für das Projekt zuständige Bahn‑Projektleiterin Janna Widmaier am Montagmorgen.
Eine offizielle Eröffnungszeremonie fand nicht statt; die Freigabe erfolgte pragmatisch in den sehr frühen Betriebsstunden, um den regulären Fahrplan rasch wieder aufnehmen zu können. Für die Bahn eröffnet die erneute Nutzung der Brücke Chancen, die Anschlüsse im Knoten Hamburg stabiler zu gestalten und die Voraussetzungen für übergeordnete Planungen — etwa den angestrebten Deutschlandtakt — zu verbessern.
Auswirkungen für Pendler und Reisende
Während der Vollsperrung waren zahlreiche Verbindungen umgeleitet oder ersetzt worden; die Freigabe erleichtert insbesondere Pendlern und Fernreisenden die Rückkehr zu gewohnten Fahrplänen. Kurzfristige Fahrplananpassungen im Tagesverlauf sind dennoch möglich, da die Netzsteuerung der Deutschen Bahn die Wiederaufnahme schrittweise koordinieren wird.
- Wieder nutzbar: viergleisiger Abschnitt über die Sternbrücke
- Erste Züge: RE 70, ICE 103, S5 passierten die neue Brücke in den frühen Morgenstunden
- Keine Zeremonie: Freigabe ohne offizielle Eröffnung
Ausblick
Die erfolgreiche Wiederinbetriebnahme markiert einen wichtigen Etappensieg für die Hamburger Schieneninfrastruktur. Für die kommenden Tage bleibt entscheidend, wie stabil die Verkehre über die Brücke laufen und welche Nacharbeiten, Prüfungen oder Feinjustierungen noch erforderlich sind. Fahrgäste werden gebeten, weiterhin aktuelle Hinweise der Deutschen Bahn und der S‑Bahn Hamburg zu beachten.
Die Maßnahme zeigt zugleich die Bedeutung von Baumaßnahmen für den städtischen Verkehr in einer Metropole wie Hamburg: Änderungen an zentralen Knotenpunkten haben spürbare Folgen für den Alltag vieler Menschen in Altona und im gesamten Stadtgebiet.