In den Hamburger Messehallen beginnt an diesem Dienstag eine internationale Fachmesse für Wasserstoff und Kohlendioxidnutzung, zu der der Veranstalter über drei Tage mehr als 20.000 Teilnehmende erwartet. Die „Hydrogen and Carbon Capture Technology World Expo“ zählt damit nach Angaben der Organisatoren zu den größten Branchentreffen Europas für die Zulieferindustrie im Bereich Wasserstoff.
Eröffnung mit Bundesstaatssekretärin
Die Eröffnungsrede ist für den Morgen (09:00 Uhr) angesetzt und soll von der Parlamentarischen Staatssekretärin Rita Schwarzelühr‑Sutter (SPD) gehalten werden, die im Bundesumweltministerium tätig ist. Veranstalter der Messe ist das britische Unternehmen Trans‑Global Events. Laut Veranstalter haben sich mehr als 1.000 Aussteller angemeldet; unter den gelisteten deutschen Firmen sind Siemens, Siemens Energy und Evonik.
Die Fachmesse, die sich insbesondere an die Zulieferindustrie richtet, war 2024 nach Hamburg verlegt worden; zuvor fand sie in Bremen statt. Als Partner der Verkaufsausstellung tritt der städtische Messeveranstalter Hamburg Messe und Congress auf.
Vertragsankündigung und lokale Bedeutung
Am Nachmittag (15:00 Uhr) hat der künftige Betreiber des Hamburger Wasserstoffnetzes, Hamburger Energienetze, eine Vertragsbekanntgabe angekündigt. Zu diesem Termin wurde auch Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) als Redner genannt. Konkrete Inhalte des angekündigten Vertrags wurden von den Veranstaltern im Vorfeld nicht genannt.
Dass ein künftiger Netzbetreiber auf einer Fachmesse eine Vertragsmeldung ankündigt, unterstreicht die lokale Bedeutung der Veranstaltung für die künftige Infrastruktur der Stadt. Die Messe bringt politische Entscheidungsträger, Netzbetreiber sowie Hersteller von Anlagen und Zulieferteile zusammen und kann Impulse für die Umsetzung von Projekten im Stadt‑ und Regionalbereich geben.
- Wichtig: Mehr als 20.000 erwartete Teilnehmende
- Aussteller: Über 1.000, darunter große deutsche Industrieunternehmen
- Dauer: Drei Tage; fachlicher Abschluss am Donnerstag
Für Hamburg sind solche Messen sowohl wirtschaftlich als auch infrastrukturell relevant: Sie binden internationale Branchenakteure an die Stadt, schaffen Sichtbarkeit für lokale Unternehmen und Forschungseinrichtungen und können langfristige Investitionsentscheidungen beeinflussen.
Auswirkungen auf Messebetrieb und Öffentlichkeit
Die Fachmesse ist primär für Fachbesucher geplant und endet am Donnerstag. Für die Hamburger Messehallen und die direkt angrenzende Infrastruktur bedeutet das an den Messetagen ein erhöhtes Besucheraufkommen. Der städtische Messebetreiber ist Partner der Veranstaltung; organisatorische Abläufe wie Anlieferungen, Sicherheitskonzepte und Besucherlenkung liegen in der Verantwortung der Messegesellschaft und der Veranstalter.
Weitere Informationen zu Ablauf und Programm der Messe veröffentlichen die Veranstalter in der Regel auf ihren Plattformen; das Besucherinteresse kann auch Auswirkungen auf Hotellerie und Logistik in der Stadt haben, insbesondere wenn internationale Teilnehmer anreisen.
Branchentrends und Themen
Auf der Messe stehen neben reiner Wasserstofftechnik auch Konzepte zur Nutzung von Kohlendioxid im Fokus. Solche Themen sind Teil einer breiteren Debatte über klimafreundliche Technologien und die technische Integration neuer Energieträger in bestehende Netze. Die Teilnahme großer Industrieunternehmen signalisiert, dass die deutsche Industrie weiterhin Interesse an Technologien rund um Wasserstoff und CO2‑Nutzung zeigt.
| Parameter | Angabe (laut Veranstalter) |
|---|---|
| Erwartete Teilnehmende | Mehr als 20.000 |
| Aussteller | Über 1.000 |
| Dauer | 3 Tage (Dienstag–Donnerstag) |
Die Messe bietet Fachleuten eine Plattform zum Austausch über technische Standards, Lieferkettenfragen und regulatorische Rahmenbedingungen. Für die Stadt Hamburg ist das Ereignis ein weiterer Hinweis auf ihre Rolle als Standort für Energie‑ und Klimatechnik, insbesondere wenn lokale Akteure wie Netzbetreiber und städtische Wirtschaftspartner präsent sind.
Die Messeveranstaltung wird nach Angaben der Organisatoren über drei Tage laufen und endet am Donnerstag. Detaillierte Programmpunkte und die genauen Inhalte der angekündigten Vertragsbekanntgabe von Hamburger Energienetze wurden von den Organisatoren bislang nicht im Detail veröffentlicht.
Fabian Krüger, Korrespondent Hamburg