Die Autobahn 7 in Hamburg wird am kommenden Wochenende erneut vollständig gesperrt: Ab Freitag, 22.00 Uhr, bis Montag, 5.00 Uhr, stehen sowohl die Nord- als auch die Südrichtung zwischen den Anschlussstellen Hamburg-Heimfeld und Hamburg-Stellingen nicht zur Verfügung. Die Maßnahme betrifft auch den Elbtunnel, wie die Autobahn GmbH Nord mitteilte.
Grund: Fertigstellung eines Ausbauabschnitts
Hintergrund der 55-stündigen Sperrung ist die Fertigstellung eines rund vier Kilometer langen Ausbauabschnitts südlich des Elbtunnels. Dort wurde die Fahrbahnbreite von sechs auf acht Spuren erweitert. Die zusätzliche Kapazität wurde durch Einbau von zwei Fahrstreifen in die Lücke zwischen den bisherigen Richtungsfahrbahnen geschaffen; die neue Strecke wurde als Brückenkonstruktion auf Pfeilern errichtet.
„Die sogenannte Hochstraße Elbmarsch bilde den Lückenschluss zwischen dem Elbtunnel und dem künftigen Autobahnkreuz Hamburg-Hafen“, erklärte die Autobahn GmbH Nord.
Die Hochstraße Elbmarsch ist damit ein zentraler Baustein im umfangreichen Ausbauprojekt der A7, das 2020 begann und bis 2028 weitere Anschlussstellen und Verbindungen einbeziehen soll. Nach Angaben der Betreiber soll das neue Stück ab Montagmorgen nach Abschluss letzter Restarbeiten für den Verkehr freigegeben werden; die verkehrliche Nutzung wird allerdings erst nach Abschluss dieser Arbeiten möglich sein.
Erwartete Verkehrsbelastung und Umleitungen
Die Sperrung ist die sechste Vollsperrung beider Richtungsfahrbahnen der A7 in diesem Jahr. Die Maßnahme folgt auf eine Sperrung der A1 in Richtung Bremen, die in der vergangenen Woche bereits zu längeren Staus in Hamburg geführt hatte. Für den überregionalen Verkehr gelten folgende empfohlene Umleitungen:
- Verkehr in Richtung Flensburg: Umleitung über A1 → A21 → B205
- Verkehr in Richtung Hannover: Umleitungsfolge in umgekehrter Reihenfolge (B205 → A21 → A1)
Die Autobahn GmbH Nord weist darauf hin, dass auf der Umleitungsstrecke über die A1 insbesondere im Bereich der Norderelbbrücke häufig Stau auftreten kann. Innerstädtische Umfahrungsempfehlungen sehen unter anderem die Neuen Elbbrücken vor; Pendlerinnen und Pendler sollten jedoch mit deutlich verlängerten Fahrzeiten rechnen.
Folgen für Pendler, ÖPNV und Logistik
Die Vollsperrung betrifft nicht nur den Individualverkehr: Lkw, Busse und Lieferverkehre müssen ebenfalls die Umleitungen nutzen, was zu Verzögerungen in den Lieferketten führen kann. Für den regionalen Personenverkehr sind direkte Auswirkungen abhängig von Linienführungen; Fahrgäste sollten aktuelle Informationen von der jeweiligen Verkehrsbetreiberin beachten. Besonders betroffen sind Berufs- und Pendlerverkehr am Freitagabend und Montagmorgen.
Die Autobahn GmbH Nord erwartet zur Freigabe am Samstag Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU). Das Autobahnkreuz, das künftig die A7 mit der A26 West verbinden soll, ist Bestandteil der langfristigen Planungen: Ab 2028 soll die A26 West aus Richtung Stade an das Kreuz anschließen und später auch eine Verbindung zur geplanten A26 Ost durch den Hafen herstellen.
Praktische Hinweise
Autofahrerinnen und Autofahrer sollten folgende Punkte berücksichtigen:
- Rechnen Sie mit längeren Fahrzeiten und planen Sie zusätzliche Zeit ein.
- Nutzen Sie, wenn möglich, öffentliche Verkehrsmittel oder Fahrgemeinschaften.
- Beachten Sie offizielle Umleitungsbeschilderungen und aktuelle Verkehrsinformationen von Polizei und Betreiber.
| Datum/Uhrzeit | Maßnahme |
|---|---|
| Freitag, 22.00 Uhr | Beginn der Vollsperrung A7/Elbtunnel (Richtungen beide) |
| Montag, 5.00 Uhr | Ende der Sperrung, gestaffelte Freigabe nach Restarbeiten |
| Abschnitt | Hamburg-Heimfeld bis Hamburg-Stellingen (ca. 4 km Ausbau) |
Die Sperrung dient dem Abschluss eines langjährigen Ausbaus der A7, der die Leistungsfähigkeit der Nord-Süd-Verbindung erhöhen und den steigenden Verkehrsanforderungen gerecht werden soll. Für die kommenden Jahre sind weitere Bauphasen vorgesehen, die ebenfalls temporäre Verkehrsbeschränkungen mit sich bringen können. Betroffene Verkehrsteilnehmende werden gebeten, die Verkehrslage vor Fahrantritt zu prüfen und nach Möglichkeit alternative Routen zu wählen.
Fabian Krüger, Korrespondent Hamburg