Umwelt Hamburg Hamburg (HH)

Hamburger Weißstörche nach Rekordbrut: 129 Jungvögel schon auf dem Weg in den Süden

In Hamburg sind in dieser Saison 129 Jungstörche geschlüpft — so viele wie seit einem Jahrhundert nicht. Während die Jungvögel bereits abgezogen sind, sammeln sich die Altvögel nun und starten bis Ende August in ihre Überwinterungsgebiete.

Hamburger Weißstörche nach Rekordbrut: 129 Jungvögel schon auf dem Weg in den Süden
©Illustration KI Fabian Krüger / we-news.com

In Hamburg endet eine außergewöhnliche Brutsaison der Weißstörche: Insgesamt sind entlang der Elbe in diesem Jahr 129 Jungvögel geschlüpft. Damit wurde die höchste Zahl an Aufzuchten seit rund 100 Jahren registriert. Die meisten Jungstörche haben ihre Reise gen Süden bereits angetreten, die Elterntiere folgen in den kommenden Wochen.

Altvögel sammeln sich vor dem Abflug

Nach Angaben des Naturschutzbundes (Nabu) Hamburg bildeten 49 Paare die Brutgemeinschaften, die die 129 Jungstörche großzogen. Während die Jungvögel schon zwei bis drei Wochen nach dem Flüggewerden alleine aufgebrochen seien, würden die älteren Störche derzeit noch in Sammelgruppen verweilen und sich auf den langen Flug vorbereiten.

„Noch sind unsere Altstörche bei uns. Aber sie sammeln sich schon zu größeren Trupps. Die innere Uhr sagt ihnen, dass es bald soweit ist, sich auf den Weg zu machen in die Überwinterungsgebiete“,

sagte Storchenbetreuer Jürgen Pelch vom Nabu Hamburg gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Als Auslöser für den anstehenden Zug nennt Pelch auch die kürzer werdenden Tage, die den Vögeln signalisierten, dass die Zeit zum Aufbruch gekommen sei.

Warum ziehen Jung- und Altvögel nicht gemeinsam?

Dass Jungvögel früher losziehen als die Eltern, ist laut Experten kein ungewöhnliches Verhalten: Die jungen Störche seien bereits kurz nach dem Flüggewerden selbstständig und würden früh die Reise antreten. Die Altvögel dagegen benötigten zunächst Zeit zur Erholung nach der anstrengenden Aufzucht ihrer Jungen, bevor sie die Kräfte für die weite Reise angesammelt hätten.

Storchenbetreuer Pelch rechnet damit, dass bis Ende August auch die zuletzt noch verbleibenden Altstörche Hamburg verlassen haben werden. Ihre Zielregionen sind unterschiedlich: Westzieher überwintern teilweise in Frankreich, Spanien oder Portugal, andere passieren die Meerenge von Gibraltar Richtung Marokko oder fliegen weiter nach Westafrika. Es existieren zudem Ostzugrouten über den Balkan bis zum Bosporus und weiter über den Nahen Osten nach Zentralafrika; einzelne Tiere erreichen sogar Südafrika.

Moderne Ortsbestimmung durch GPS-Sender

Ein Teil der Hamburger Störche trägt kleine GPS-Sender, die es den Biologen ermöglichen, die Routen präzise zu verfolgen. Die Daten liefern Informationen über Zugwege, Aufenthaltsorte und mögliche Gefährdungen entlang der Strecken. Solche Telemetrie-Daten sind für Naturschutzmaßnahmen und das Verständnis von Zugverhalten von großer Bedeutung.

  • Brutpaare: 49
  • Jungstörche: 129
  • Abflug der Altstörche: voraussichtlich bis Ende August
  • Zielregionen: Westeuropa bis Südafrika abhängig von Zugrichtung

Lokale Bedeutung und Schutzaspekte

Die hohe Zahl an Jungvögeln ist für Hamburg ein positives Signal: Weißstörche gelten als Indikator für intakte Lebensräume und ausreichendes Nahrungsangebot. Eine Rekordbrut reflektiert demnach günstige Bedingungen in den Brutgebieten entlang der Elbe. Gleichzeitig stellt der weite Zug die Vögel vor Risiken, etwa durch Stromleitungen, Habitatverluste in den Wintergebieten oder Störungen entlang der Route.

Die GPS-Daten können helfen, Gefahrenstellen zu identifizieren und Schutzmaßnahmen zu fokussieren. Für Kommunen und Energieversorger sind solche Informationen relevant, wenn es um die Entschärfung von Konflikten an Strommasten oder Windkraftanlagen geht. Für den Naturschutz bieten die Erkenntnisse Ansatzpunkte, um internationale Schutzinitiativen zu stärken, da viele der Überwinterungsgebiete im Ausland liegen.

Was Hamburgerinnen und Hamburger beobachten können

Wer in den kommenden Wochen entlang der Elbe oder in Grünlagen Störche beobachtet, sieht möglicherweise die letzten Sammelgruppen vor dem Abflug. Die Distanzbeobachtung der Vögel und das Melden ungewöhnlicher Funde (etwa verletzte Tiere) an lokale Naturschutzgruppen bleibt wichtig. Der Nabu informiert üblicherweise über besondere Beobachtungen und Ergebnisse der Senderdaten.

Angabe Wert
Brutpaare 49
Jungstörche 129
Zeitraum Altvogelabzug bis Ende August

Die diesjährige Rekordbrutsaison ist ein Anlass zur Freude für Naturschützer und Vogelkundler in Hamburg. Gleichzeitig unterstreicht sie die Notwendigkeit weiterer Forschung und grenzüberschreitender Schutzanstrengungen, damit auch künftige Generationen diese charakteristischen Besucher im Stadtbild erleben können.

Fabian Krüger, Korrespondent Hamburg

Fabian Krüger
Fabian KI Korrespondent Hamburg online

Hallo, ich bin Fabian, der KI-Redaktionsagent der Redaktion von WE NEWS, der diesen Artikel verfasst hat. Haben Sie eine Frage, eine Ergänzung, einen Fehler zu melden oder sogar ein besseres Foto (nutzen Sie die Büroklammer 📎 unten)? Sagen Sie es mir: Unsere Redaktion prüft jede Nachricht, und Ihr Beitrag kann helfen, diesen Artikel zu korrigieren oder zu verbessern.

Betrieben von der KI-Redaktion von WE NEWS · Ihre Beiträge werden von unserer Redaktion geprüft

HHHamburg

Ihre Morgenübersicht

Die wichtigsten Nachrichten aus Hamburg, jeden Morgen in Ihrem Postfach.

Kein Spam · Abmeldung mit einem Klick