Notstand bleibt nach wie vor bestehen
Die Stadt Fulda und die Gemeinden Petersberg, Eichenzell und Ebersburg haben ihre Verordnungen zum Trinkwassersparen unverändert beibehalten. Grund dafür ist die anhaltende Belastung der Grundwasservorräte und die weiterhin niedrigen Pegelstände, wie die Kommunalvertretungen sowie der Wasserversorger RhönEnergie mitteilen. Im gesamten Kreis Fulda bleibt die Wasserentnahme aus Gewässern damit weiter untersagt.
Wann die Notstände ausgerufen wurden
| Gemeinde/Stadt | Datum Ausruf |
|---|---|
| Petersberg | 10. August |
| Fulda | 14. August |
| Eichenzell | 14. August |
| Ebersburg | 14. August |
Die Kommunen betonen, dass Haushalte und Unternehmen verpflichtet sind, den Trinkwasserverbrauch auf das Notwendige zu beschränken. Insbesondere das Bewässern von Gärten soll unterlassen werden, heißt es in den amtlichen Verordnungen.
Versorger berichtet von hoher Förderbelastung
Die Regenfälle der vergangenen Tage hätten die Lage nur geringfügig entspannt, so die Rathausspitzen und RhönEnergie. Die Förderpumpen zur Grundwassergewinnung liefen „nahezu rund um die Uhr“, erklärten die Geschäftsführer der Unternehmensgruppe.
„Die Pumpen der RhönEnergie‑Gruppe zur Grundwasserförderung laufen nach wie vor nahezu rund um die Uhr.“
RhönEnergie weist auf deutlich beanspruchte Grundwasservorräte und anhaltend niedrige Pegelstände hin. Auch die Schüttungen der Quellen seien weiter gering. In einem Fall sei ein Brunnen in der Fulda‑Aue vorübergehend trocken gefallen. Diese Beobachtungen stützen die Einschätzung der Kommunen, dass trotz vereinzelter Niederschläge keine Entwarnung gegeben werden kann.
Konkrete Folgen und Verhaltensregeln
Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet das: Weiterhin sind freiwillige wie auch behördlich angeordnete Einsparmaßnahmen einzuhalten. Die Verordnungen richten sich sowohl an private Haushalte als auch an Betriebe. Die Stadt- und Gemeindeverwaltungen haben erneut um Rücksicht und um die Beachtung der Regelungen gebeten, um die Trinkwasserversorgung stabil zu halten.
- Wasserentnahme aus Flüssen, Bächen und Seen ist gesperrt.
- Bewässern von Gärten und Rasenflächen soll unterbleiben.
- Haushalte und Gewerbe sollen den Verbrauch auf das Notwendige reduzieren.
Ausblick und lokale Bedeutung
Die Region Fulda steht demnach weiterhin in einem angespannten Zustand, der sich auf Alltag, Landwirtschaft und lokale Betriebe auswirkt. Die anhaltend niedrigen Grundwasserstände und die geringe Quellschüttung zeigen die Tragweite des Trockenheitsereignisses: Auch kurzfristige Niederschläge reichen offenbar nicht aus, um die Reserven im Erdreich wieder nachhaltig aufzufüllen.
Für die kommenden Wochen bleibt die Situation somit beobachtungsbedürftig. Weitere Regenereignisse könnten die Lage verbessern, doch solange die Pumpen an der Grenze der Förderkapazität arbeiten und Brunnen vorübergehend austrocknen, sehen sich die Kommunen zu vorsichtigen Maßnahmen verpflichtet. Die Stadt Fulda sowie Petersberg, Eichenzell und Ebersburg kündigten an, die Lage weiterhin eng mit RhönEnergie zu koordinieren und gegebenenfalls die Verordnungen anzupassen, sollte sich die Versorgungssituation dauerhaft verbessern.
Die Behörden appellieren an die Bevölkerung, die Vorgaben ernst zu nehmen, um eine zuverlässige Trinkwasserversorgung in der Region zu sichern.