Am Montagmorgen, 10. August 2026, ereigneten sich im Kanton Aargau binnen kurzer Zeit zwei Unfälle mit E‑Trottinetts. Die Kantonspolizei Aargau berichtet, dass ein 62‑jähriger Mann in Baden schwer verletzt wurde. Fast gleichzeitig stürzte ein 52‑Jähriger in Muri; sein E‑Trottinett wurde wegen des Verdachts auf Manipulation sichergestellt.
Schwer verletzter Mann in Baden
Passanten entdeckten den verletzten 62‑Jährigen um etwa 9.30 Uhr auf der Fluhmattstrasse in Baden. Rettungskräfte brachten ihn umgehend ins Spital. Erste medizinische Angaben nennen unterschiedliche Knochenbrüche sowie Kopfverletzungen. Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei dürfte es sich um einen Sturz ohne Fremdeinwirkung gehandelt haben.
Die Kantonspolizei Aargau führt Abklärungen zum Unfallhergang. Ersten Hinweisen zufolge könnte Alkohol eine Rolle gespielt haben; die Ermittlungen dazu laufen.
Sturz in Muri: Verdacht auf zu hohe Geschwindigkeit und Manipulation
Zur gleichen Zeit stürzte ein 52‑jähriger Trottinettlenker auf dem Radweg parallel zur Luzernerstrasse in Muri. Nach Angaben der Polizei war der Mann offenbar deutlich schneller unterwegs, als es die örtlichen Vorschriften zulassen. Dabei verlor er die Kontrolle und fiel.
Der 52‑Jährige zog sich eine Verletzung an der Lippe zu und musste im Spital genäht werden. Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Blut‑ und Urinprobe an. Zudem beschlagnahmte die Kantonspolizei das E‑Trottinett für eine technische Überprüfung, weil der Verdacht bestand, das Fahrzeug sei illegal manipuliert worden.
Massnahmen und offene Fragen
Die Polizei hat in beiden Fällen Ermittlungen eingeleitet, um die konkreten Ursachen der Stürze zu klären. In Muri richtet sich das Interesse zusätzlich auf mögliche technische Veränderungen am Fahrzeug, die höhere Geschwindigkeiten ermöglichten oder die Fahrstabilität beeinträchtigten.
| Ort | Alter | Verletzungen / Massnahmen |
|---|---|---|
| Baden (Fluhmattstrasse) | 62 | Knochenbrüche, Kopfverletzungen; Transport ins Spital; Alkoholverdacht |
| Muri (Radweg Luzernerstrasse) | 52 | Lippenverletzung, Wundnaht im Spital; Blut‑/Urinprobe; E‑Trottinett sichergestellt |
Kontext und Folgen für die Region
Die Ereignisse zeigen einmal mehr, dass E‑Trottinetts im Strassenverkehr Risiken bergen – sowohl für die Nutzenden als auch für Dritte. Bei den untersuchten Fällen kommen unterschiedliche Faktoren zusammen: mögliche Eigenfehler, Alkoholeinfluss und mutmassliche technische Manipulationen. Solche Kombinationen erhöhen die Wahrscheinlichkeit schwerer Unfälle.
Für Gemeinden und Verkehrsteilnehmende bedeuten die Vorfälle Hinweise darauf, wo Prävention ansetzen kann: Kontrolle technischer Veränderungen an E‑Trottinetts, Sorgfalt beim Fahren, geeignete Infrastruktur für Mikromobilität und Aufklärung zum Verhalten im Strassenverkehr.
Praktische Hinweise für Trottinettfahrerinnen und -fahrer
- Helm tragen, vor allem bei schneller Fahrt oder auf gemischten Wegen.
- Keine alkoholisierten Fahrten; bereits mittlerer Alkoholpegel beeinträchtigt Reaktion und Gleichgewicht.
- Regelmässige Kontrolle des Fahrzeugs; Veränderungen am Antrieb oder an der Elektrik können die Sicherheit beeinträchtigen.
- Geschwindigkeitslimits und Verkehrsregeln beachten, insbesondere auf Radwegen und in Ortsdurchfahrten.
Die Kantonspolizei Aargau bittet Personen, die sachdienliche Hinweise zu den beiden Unfällen geben können, sich zu melden. Weitergehende Informationen zu den laufenden Abklärungen nannte die Polizei bislang nicht.
Die Behörden werden die Ermittlungen fortsetzen, sowohl zur Klärung der Unfallursachen als auch zur Frage, ob Straftatbestände im Zusammenhang mit der mutmasslichen Manipulation des E‑Trottinetts vorliegen.
Für die Bevölkerung bleibt die Mahnung: E‑Trottinetts sind praktisch und flexibel, aber nicht ungefährlich. Vorsicht, regelkonformes Verhalten und technische Unversehrtheit sind entscheidend, um Unfälle wie jene in Baden und Muri zu vermeiden.