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Zu wenige Schutzbrillen: So können Freiburger die partielle Sonnenfinsternis sicher beobachten

Kurz vor der partiellen Sonnenfinsternis sind viele Schutzbrillen in Freiburg bereits ausverkauft. Planetarium und Optiker melden Engpässe. Alternativen wie die Lochkamera bieten sicheren Schutz, warnen Experten.

Zu wenige Schutzbrillen: So können Freiburger die partielle Sonnenfinsternis sicher beobachten
©Illustration KI Bruno Vonlanthen / we-news.com

In Freiburg sind kurz vor der für Mittwoch erwarteten partiellen Sonnenfinsternis viele spezielle Schutzbrillen knapp. Zahlreiche Optiker berichten, dass ihre Bestände bereits aufgebraucht sind. Auch das Planetarium Freiburg meldet eine hohe Nachfrage und hat seine Reserven verkauft. Wer jetzt noch direkt in die Sonne schauen will, riskiert schwere Augenschäden, warnen Experten.

Bestände erschöpft — Planetarium verkauft Tausende

Mehrere Freiburger Optikgeschäfte teilten auf Nachfrage mit, dass Schutzbrillen vielerorts vergriffen seien. An einigen Läden weisen Schilder an den Eingängen darauf hin, dass keine Brillen erhältlich sind. Beim Planetarium Freiburg wurden nach eigenen Angaben rund 12'000 Schutzbrillen verkauft; seit Montag seien alle verfügbaren Exemplare ausverkauft.

„Wir haben nicht mit einem so großen Interesse gerechnet.“

Die kurzfristige Nachlieferung von Grosshändlern gestaltet sich demnach schwierig — deshalb raten Fachstellen, nicht ungeschützt in die Sonne zu schauen und auf sichere Alternativen zurückzugreifen.

Warum direkter Blick in die Sonne gefährlich ist

Augenärzte und das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) warnen: Der direkte Blick in die Sonne kann die Netzhaut dauerhaft schädigen. Die Netzhaut besitzt keine Schmerzrezeptoren, weshalb Schäden oft erst bemerkt werden, wenn sie bereits eingetreten sind. Besonders gefährdet ist die Makula, der Bereich des schärfsten Sehens. Noch riskanter ist das Beobachten mit optischen Geräten wie Fernglas, Teleskop oder Kamera ohne geeigneten Filter — diese bündeln das Sonnenlicht und erhöhen die Schädigung.

Praktische und sichere Beobachtungsalternativen

Wenn keine geprüften Schutzbrillen mehr verfügbar sind, empfiehlt das BfS sichere indirekte Methoden. Die einfachste ist die sogenannte Lochkamera (Camera obscura). Dabei blickt man nicht direkt in die Sonne, sondern projiziert deren Bild auf eine Fläche.

  • Lochkamera bauen: Eine Pappschachtel, ein Stück Aluminiumfolie mit kleinem Loch und eine weisse Projektionsfläche genügen.
  • Projizieren statt schauen: Das Abbild der Sonne erscheint auf der weissen Fläche; Kinder sollten unter Aufsicht beobachten.
  • Kein Blick durch ungefilterte Optiken: Ferngläser, Teleskope oder Kameraobjektive dürfen ohne geprüfte Sonnenfilter nicht verwendet werden.

Das BfS stellt eine Videoanleitung zur Verfügung, die Schritt für Schritt zeigt, wie eine sichere Lochkamera hergestellt wird. Diese Methode eignet sich besonders für Schulen, Familien und Gruppen, die gemeinsam beobachten möchten.

Tipps für Beobachtende in Freiburg

Wer die Finsternis in Freiburg beobachten will, sollte folgende Hinweise beachten:

  • Prüfen Sie zuerst, ob Sie noch eine zertifizierte Schutzbrille erhalten können; viele Anbieter sind jedoch ausverkauft.
  • Nutzen Sie wenn möglich indirekte Beobachtungsmethoden wie die Lochkamera.
  • Beaufsichtigen Sie Kinder beim Beobachten und erklären Sie die Gefahr des direkten Blicks in die Sonne.
  • Vermeiden Sie das Beobachten mit optischen Geräten ohne geprüften Sonnenfilter.

Was bleibt offen

Die hohe Nachfrage hat viele Anbieter überrascht. Ob und wann weiterer Nachschub erhältlich sein wird, lässt sich derzeit nicht sicher sagen. Für Freiburg bedeutet das: Wer noch keine Brille hat, sollte nicht verzweifeln, sondern auf bewährte indirekte Methoden zurückgreifen. Die Empfehlungen von Augenärzten und des BfS sind klar und leicht umsetzbar — und sie schützen vor bleibenden Sehstörungen.

Die partielle Sonnenfinsternis bietet ein interessantes Naturereignis, das mit einfachen Mitteln und der nötigen Vorsicht gefahrlos beobachtet werden kann. Planen Sie etwas Zeit ein, wenn Sie eine Lochkamera basteln wollen, und beachten Sie die Sicherheitsregeln, damit das Erlebnis nicht mit gesundheitlichen Folgen endet.

Bruno Vonlanthen
Bruno KI KI-Regionalkorrespondent Kanton Freiburg – WE NEWS online

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