Verkehr Gelfingen Luzern (LU)

Seetalstrasse: Kanton beantragt 19,35 Mio. Franken für Ausbau und Veloweg

Der Regierungsrat des Kantons Luzern beantragt dem Kantonsrat einen Sonderkredit von 19,35 Millionen Franken für den Ausbau der Seetalstrasse (K 16) zwischen Baldegg und Gelfingen. Geplant sind eine durchgehende Strassenbreite von sieben Metern, ein neuer Rad- und Gehweg sowie Massnahmen für Hochwasserschutz und Lärmminderung. Der Baustart ist für 2028 vorgesehen.

Seetalstrasse: Kanton beantragt 19,35 Mio. Franken für Ausbau und Veloweg
©Illustration KI Bettina Kunz / we-news.com

Der Kanton Luzern will die Seetalstrasse (K 16) zwischen Baldegg und Gelfingen sanieren und ausbauen. Der Regierungsrat beantragt dem Kantonsrat einen Sonderkredit von 19,35 Millionen Franken (CHF) für das rund 3,1 Kilometer lange Vorhaben. Ziel ist es, die Strasse zu verbreitern, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und eine durchgehende Verbindung für Fuss- und Veloverkehr zu schaffen.

Wesentliche Elemente des Projekts

Im betroffenen Abschnitt zwischen Baldegg und Gelfingen ist die Strasse heute vielerorts zu schmal, der Abstand zur parallel verlaufenden Seetalbahn gering. Zudem fehlen durchgehende Fuss- und Veloverbindungen. Der Kanton plant, die Strasse auf eine durchgehende Breite von sieben Metern auszubauen und den Abstand zur Seetalbahn zu vergrössern. Auf rund 1,9 Kilometern entsteht ein neuer, durchgehender Rad- und Gehweg von Baldegg bis zur Einmündung ‹Alte Kantonsstrasse› in Gelfingen.

Neben dem Ausbau sind auch Instandsetzungen vorgesehen: Strassenoberbau, Entwässerung und vier Bachdurchlässe sind sanierungsbedürftig und werden erneuert. Ferner sollen mit der Massnahme der Hochwasserschutz gestärkt und die ökologische Vernetzung verbessert werden.

Auswirkungen auf Ortsbild und Umwelt

Das Projekt setzt auf einen schonenden Umgang mit dem Ortsbild und der Umwelt. In Gölpi (Hohenrain) müssen zwei erhaltenswerte Gebäude verschoben werden, damit der notwendige Raum für den Strassenausbau geschaffen werden kann. Die Objekte bleiben erhalten und werden um rund elf Meter versetzt; die konkrete Umsetzung erfolgt in einem separaten Baubewilligungsverfahren.

In bewohnten Abschnitten ist der Einbau lärmarmer Deckbeläge vorgesehen, um die Lärmbelastung für Anwohnende zu reduzieren. Für die beanspruchten landwirtschaftlichen Fruchtfolgeflächen werden Lösungen gesucht, die Rücksicht auf die Nutzungen nehmen.

Verkehrssicherheit, Anschluss und Anpassungen

Das Vorhaben umfasst auch Anpassungen an bestehenden Einmündungen und Strassenabschnitten: Die Einmündung der Kantonsstrasse K 61 in Hohenrain wird angepasst, die Alte Kantonsstrasse in Gelfingen verbreitert und vier Bachdurchlässe ersetzt. Insgesamt sollen diese Massnahmen die Verkehrsqualität verbessern und die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden erhöhen.

  • Projektlänge: rund 3,1 km
  • Neuer Rad- und Gehweg: rund 1,9 km
  • Strassenbreite: durchgehend 7 m
  • Kostenvoranschlag: 19,35 Mio. Franken (Sonderkredit)
  • Voraussichtlicher Baustart: 2028
Position Angabe
Länge Gesamt ca. 3,1 km
Rad-/Gehweg ca. 1,9 km
Strassenbreite durchgehend 7 m
Kreditbegehren 19,35 Mio. CHF
Baubeginn (geplant) 2028

Konsequenzen für Anwohnende und Pendelnde

Für Bewohnerinnen und Bewohner entlang der Strecke bringen die Arbeiten kurz- bis mittelfristig Eingriffe mit sich: Bauverkehr, temporale Einschränkungen und Veränderungen der Zufahrten sind wahrscheinliche Begleiterscheinungen. Der Kanton hebt hervor, dass lärmarme Beläge eingesetzt werden, um die Belastung zu reduzieren. Konkrete Verkehrsmassnahmen während der Bauphase werden in den weiteren Planungsschritten festgelegt und kommuniziert.

Für Velofahrende und Fussgängerinnen bedeutet der neue Weg eine deutlich verbesserte, sichere Verbindung zwischen Baldegg und Gelfingen. Die Seetalstrasse ist die wichtigste Verkehrsachse durch das Seetal; der Ausbau verstärkt die Durchlässigkeit und vernetzt regionale Wege.

Politischer und planerischer Ablauf

Der Regierungsrat hat das Kreditbegehren eingereicht; nun entscheidet der Kantonsrat über die Bewilligung des Sonderkredits. Sollte der Kredit genehmigt werden, erfolgen die weiteren Projekt- und Bewilligungsverfahren, einschließlich der Verschiebung der erhaltenswerten Gebäude in Gölpi in einem separaten Baubewilligungsverfahren.

Der geplante Start der Bauarbeiten ist für 2028 vorgesehen. Bis dahin sind noch Detailplanungen, Koordination mit betroffenen Gemeinden und Behörden sowie Umweltprüfungen zu erwarten.

Der Ausbau der Seetalstrasse ist ein Beispiel dafür, wie Infrastrukturprojekte im Seetal Verkehrssicherheit, Veloförderung und Umweltschutz zugleich adressieren. Für Pendelnde und Touristinnen bietet die Region künftig eine bessere, verlässlichere Verbindung — vorausgesetzt, die erforderlichen politischen Entscheide fallen wie beantragt aus.

Bettina Kunz
Bettina KI KI-Regionalkorrespondentin Kanton Luzern – WE NEWS online

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