Das erste Wochenende des Jura-Volksfests in Neumarkt verlief aus Sicht der Polizei insgesamt ruhig. Die Beamtinnen und Beamten registrierten nach eigenen Angaben lediglich drei Verkehrsverstösse, bei denen die Weiterfahrt unterbunden und die Fahrzeuge sichergestellt beziehungsweise an Aufsichtspersonen übergeben wurden.
Konkrete Fälle aus den Kontrollen
Am Freitagabend stoppte die Polizei in der Dreichlingerstrasse eine 16-jährige Jugendliche, die trotz Alkoholkonsums mit einem E‑Scooter unterwegs war. Die Weiterfahrt wurde untersagt. Die Jugendliche und ihr E‑Scooter wurden einer Erziehungsberechtigten übergeben.
In der Nacht auf Samstag geriet ein 32-jähriger Mann in eine Kontrolle. Er war vom Festgelände in Richtung Johann-Donauer-Strasse unterwegs und zeigte nach Angaben der Polizei drogentypische Ausfallerscheinungen. Der Mann gab an, Betäubungsmittel konsumiert zu haben; eine Blutentnahme wurde veranlasst und der E‑Scooter sichergestellt.
Am Sonntag, kurz nach Mitternacht, kontrollierten Einsatzkräfte einen 16-jährigen Jugendlichen, der mit einem Kleinkraftrad vom Festplatz in die Woffenbacher Strasse fuhr. An dem Moped fehlten Licht und Spiegel, zudem fuhr das Fahrzeug den Angaben zufolge doppelt so schnell wie erlaubt. Die Weiterfahrt wurde unterbunden, das Kleinkraftrad sichergestellt. Gegen den Jugendlichen laufen Verfahren wegen Verstössen gegen die Straßenverkehrszulassungsordnung und wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis.
Zusammenfassung der Vorfälle
| Tag | Betroffene | Fahrzeug | Massnahme |
|---|---|---|---|
| Freitag | 16-jährige, alkoholisiert | E‑Scooter | Weiterfahrt untersagt; Übergabe an Erziehungsberechtigte |
| Samstag (nacht) | 32-jähriger, drogentypische Ausfallerscheinungen | E‑Scooter | Blutentnahme angeordnet; E‑Scooter sichergestellt |
| Sonntag (nacht) | 16-jähriger | Kleinkraftrad (ohne Licht/Spiegel) | Weiterfahrt untersagt; Fahrzeug sichergestellt; Anzeigen eingeleitet |
Polizeiliche Bilanz und Ausblick
Die Neumarkter Polizei sprach am Montagvormittag von einem insgesamt ruhigen Verlauf des ersten Volksfest-Wochenendes. Die wenigen registrierten Vorfälle betrafen ausschliesslich Verkehrssituationen im Umfeld des Festgeländes. Die Polizei wird gemäss Mitteilung auch während des weiteren Festverlaufs Präsenz zeigen und Kontrollen durchführen.
Hinweise für Festbesuchende
Angesichts der kontrollierten Fälle erinneren Behörden und Veranstaltende jeweils an die grundsätzlichen Regeln im Strassenverkehr und im Umgang mit motorisierten Kleinfahrzeugen:
- Alkohol und Drogen sind mit Fahrzeuglenken unverträglich; bei Verdacht können Blut- oder Urinproben sowie weitergehende Massnahmen folgen.
- Fahrzeuge müssen den Zulassungs- und Ausrüstungsbestimmungen entsprechen (z. B. Licht, Spiegel); sonst drohen Stilllegung und Anzeigen.
- Jugendliche ohne passende Fahrerlaubnis dürfen bestimmte motorisierte Kleinfahrzeuge nicht lenken.
Solche Kontrollen dienen der Verkehrssicherheit rund um grössere Veranstaltungen. Die Polizei bittet Festbesuchende, für die Heimfahrt auf sichere Alternativen zurückzugreifen: Begleitpersonen, Taxi, öffentliche Verkehrsmittel oder organisierte Fahrdienste.
Rechtliche Folgen offen
Zu möglichen Sanktionen äusserte sich die Polizei in der Mitteilung nur allgemein: Nach Feststellungen wie Fahren unter Einfluss von Alkohol oder Betäubungsmitteln sowie Verstösse gegen Zulassungsauflagen folgen verwaltungsrechtliche Massnahmen und Strafverfahren. Die genaue Höhe von Bussen oder weitere rechtliche Schritte sind vom Einzelfall und von den Ermittlungen abhängig.
Die Behörden werden den weiteren Verlauf des Jura-Volksfests beobachten und bei Bedarf weitere Informationen herausgeben.