Während des diesjährigen Juravolksfests in Neumarkt stellten 61 ehrenamtliche Sanitätskräfte die medizinische Versorgung der Besucherinnen und Besucher sicher. In der Zeit vom 7. bis 17. August registrierten die Einsatzteams insgesamt 178 Erste-Hilfe-Versorgungen, davon waren 17 Abtransporte ins Klinikum Neumarkt nötig. Die Helferinnen und Helfer leisteten zusammen 802 Helferstunden.
Wer war im Einsatz?
Die Hauptverantwortung trug die Bereitschaft Woffenbach. Sie erhielt Unterstützung von den Bereitschaften aus Berg, Berngau, Mühlhausen und Postbauer-Heng sowie von den First Respondern Lauterhofen und der Wasserwacht Neumarkt. Gemeinsam betrieben die Teams täglich die Sanitätswache in der Kleinen Jurahalle und übernahmen die schnelle medizinische Erstversorgung vor Ort.
Häufige Einsatzgründe
Am häufigsten versorgten die Einsatzkräfte Schnitt- und Platzwunden sowie Reaktionen auf Insektenstiche. Weitere wiederkehrende Befunde waren Herz-Kreislauf-Probleme, Prellungen und Frakturen. Auch alkoholbedingte Notfälle kamen vor.
- Schnitt- und Platzwunden
- Insektenstiche mit lokalen Reaktionen
- Herz-Kreislauf-Beschwerden
- Prellungen und Knochenbrüche
- Alkoholbedingte Zustände
„Die Zahlen zeigen, wie wichtig eine starke ehrenamtliche Sanitätsstruktur für grosse Veranstaltungen wie das Juravolksfest ist. Unser Dank gilt allen Helferinnen und Helfern, die ihren Dienst mit grosser Professionalität und Herzblut geleistet haben“,
so die Bereitschaftsleitung der Bereitschaft Woffenbach und Kreisgeschäftsführer Klaus Zimmermann in einer gemeinsamen Stellungnahme.
Ressourcen und Belastung
Die Statistik der Einsatzkräfte macht die Dimension des Engagements deutlich: 61 Personen leisteten zusammen 802 Stunden – das entspricht einem beträchtlichen Aufwand an Zeit und Material, um die Versorgung über elf Festtage aufrechtzuerhalten. Die Teams sorgten nicht nur für die Erstversorgung, sondern organisierten auch den Abtransport schwererer Fälle in das Klinikum Neumarkt.
| Zeitraum | Personen | Versorgungen | Abtransporte | Helferstunden |
|---|---|---|---|---|
| 7.–17. August | 61 | 178 | 17 | 802 |
Was bedeutet das für Besucherinnen und Veranstalter?
Die Zahlen unterstreichen, dass bei Grossanlässen eine verlässliche sanitätsdienstliche Präsenz notwendig ist. Für die Besucherinnen und Besucher heisst das: Im Notfall stehen professionelle Ersthelferinnen und Ersthelfer bereit. Für Veranstalter ist die Kooperation mit lokalen Bereitschaften und Rettungsorganisationen unerlässlich, um schnelle Versorgung und gegebenenfalls raschen Transport in ein Spital sicherzustellen.
Praktische Hinweise für künftige Anlässe
Aus den wiederkehrenden Einsatzgründen lassen sich konkrete Empfehlungen ableiten, um Vorfälle zu reduzieren und Hilfe zu erleichtern:
- Erste-Hilfe-Materialien wie Pflaster und Desinfektionsmittel gut sichtbar bereitstellen.
- Informationen zu Sanitätsstationen und Notrufpunkten deutlich kommunizieren.
- Auf alkoholkonsumbedingte Risiken hinweisen und Angebote für Trinkwasser und Ruhebereiche bereitstellen.
- Im Falle von Insektenstichen auf schnelle Kühlung und Reizhemmung achten.
Die Bereitschaften zeigten sich angesichts der Einsatzbelastung zufrieden mit dem Ablauf, verwiesen aber zugleich auf die Bedeutung der freiwilligen Arbeit. Ohne die Mitwirkung der zahlreichen Helferinnen und Helfer wären die Dienste nicht in diesem Umfang möglich gewesen.
Die Sanitätsorganisationen im Raum Neumarkt übernehmen neben der Gefahrenabwehr auch die Ausbildung und Vorbereitung für solche Ereignisse. Die Bilanz des Juravolksfests 2026 dokumentiert die Notwendigkeit dieser Strukturen und gibt zugleich Hinweise für die Organisation kommender Feste.