APG erhält Ausschreibungsauftrag für Werbeflächen der TL
Die Aussenwerbegruppe APG hat den Vermarktungsvertrag mit den Transports publics de la région lausannoise (TL) verlängert und wird ab dem 1. Januar 2027 die exklusiven Rechte an der Vermarktung der analogen und digitalen Werbeflächen übernehmen. Der Vertrag beginnt am genannten Datum und hat eine Grundlaufzeit von vier Jahren mit der Option auf jeweils zwei Verlängerungen um ein Jahr.
«Der Vertrag beginnt am 1. Januar 2027 und hat eine Grundlaufzeit von vier Jahren mit der Option auf zwei Verlängerungen um jeweils ein Jahr», teilte APG mit.
Umfang des Mandats und betroffene Linien
APG wird demnach sämtliche Werbeflächen auf der Fahrzeugflotte der TL sowie entlang bestimmter Linien exklusiv vermarkten. Explizit genannt sind die Linien M1, M2, LEB und die künftige Tramlinie. Damit umfasst das Mandat sowohl klassische, analoge Plakatstellen als auch digitale Screens und Formate.
Reichweite und Bedeutung für Lausanne
Die APG hebt in ihrer Mitteilung hervor, dass die Öffentlichen Verkehrsbetriebe der Region Lausanne mit täglich 330'000 Fahrgästen zu den reichweitenstärksten Transportunternehmen der französischsprachigen Schweiz zählen. Aus Sicht der Werbewirtschaft bietet dies ein attraktives Umfeld, gleichzeitig beeinflussen Entscheidungen über die Aussenwerbung das Erscheinungsbild des öffentlichen Raums in der Stadt deutlich.
Wettbewerb und Vergabeverfahren
Die Verlängerung folgte auf ein öffentliches Ausschreibungsverfahren in der Romandie, in dem sich APG gegen mehrere Mitbewerber durchgesetzt hat. Konkrete Angaben zu den anderen Bietern oder zu finanziellen Konditionen hat die APG in der Mitteilung nicht gemacht.
- Beginn: 1. Januar 2027
- Grundlaufzeit: 4 Jahre
- Optionen: 2 Verlängerungen à 1 Jahr
- Umfang: Exklusive Vermarktung analoger und digitaler Flächen auf Fahrzeugflotte und genannten Linien
- Reichweite: TL mit 330'000 Fahrgästen täglich
Mögliche Folgen für Stadtbild und Verkehrspartner
Die Entscheidung hat mehrere lokale Wirkungsfelder. Zum einen bestimmt der Vertrag künftig, welche Werbemotive das Gesicht von Bussen und Bahnen in Lausanne prägen. Zum anderen beeinflussen die Einnahmen aus der Aussenwerbung die wirtschaftliche Lage der TL, auch wenn in den verfügbaren Informationen keine Zahlen genannt werden. Für Fahrgäste kann die Ausweitung digitaler Werbeformate zudem Auswirkungen auf Informationsangebote an Bord haben, etwa zu Schutz vor Werbung oder zur Einbindung von Mobilitätsinformationen.
| Aspekt | Information aus der Mitteilung |
|---|---|
| Vertragsbeginn | 1. Januar 2027 |
| Grundlaufzeit | 4 Jahre |
| Verlängerungsoptionen | 2 x 1 Jahr |
| Betroffene Linien | M1, M2, LEB, künftige Tramlinie |
| Tägliche Fahrgastzahl (TL) | 330'000 |
Für die Stadt Lausanne und die Pendlerregion bedeutet ein solches Mandat, dass die in den nächsten Jahren sichtbare Werbung auf dem Trägernetz zentral gesteuert wird. Dies bietet Chancen für ein einheitliches Erscheinungsbild und koordinierte Kampagnen, bringt aber auch Debatten über Werbevolumen, Botschaften und Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum mit sich.
Die APG betonte, sie habe sich im Vergabeverfahren durchgesetzt. Weitere Auskünfte zur Gestaltung, zu Einschränkungen von Werbeinhalten oder zur Nutzung von digitalen Flächen wurden in der Mitteilung nicht publiziert. Beobachterinnen und Beobachter sowie Interessensgruppen in Lausanne werden künftig prüfen, wie sich das Vertragsverhältnis konkret auf Stadtraum, Fahrgastinformation und kommerzielle Nutzung der TL-Flächen auswirkt.