Kultur

«Kultur im Bären» in Häggenschwil startet Saison mit Programm für Jung und Alt

Das Kulturzentrum «Bären» in Häggenschwil eröffnet im September seine neue Saison. Die Betreiber setzen auf ein vielfältiges Programm mit Musik, Kabarett, Zauberkunst und einer zweiten Late‑Night‑Ausgabe, um jüngere Besucherinnen und Besucher zu gewinnen.

«Kultur im Bären» in Häggenschwil startet Saison mit Programm für Jung und Alt
©Illustration KI Andrea Steiner / we-news.com

Das Kulturangebot im «Bären» in Häggenschwil nimmt wieder Fahrt auf: Nach der Sommerpause startet das Haus im September mit einer neuen Spielzeit, die vertraute Formate ebenso umfasst wie gezielte Ansprache eines jüngeren Publikums. Die Betreiber Andreas Müller und Patricia Spirig, die das Lokal im Frühling 2024 übernommen haben, geben damit ihren Kurs fort, den sie seit der Rettung des Hauses 2023 verfolgen.

Neustart und Programmaufbau

Die Saison beginnt am 11. und 12. September mit dem Duo Schreiber vs. Schneider. Sybil Schreiber und Steven Schneider kehren damit mit ihrem jüngsten Programm zurück ins Haus, das bereits zum Stammpublikum des «Bären» gehört. Im Zentrum steht die Auseinandersetzung mit Alltag und Beziehungen – pointiert und mit sprachlichem Witz.

  • 11./12. September: Schreiber vs. Schneider mit neuem Programm
  • 30. Oktober: Rafael Scholten, mehrfach ausgezeichneter Zauberkünstler, mit einem Abend über Magie und Zeitfragen
  • 13. November: Konzert mit Michael von der Heide
  • Weitere Formate: Rückkehr der Late‑Night‑Show nach der erfolgreichen Premiere im Mai

Der aus den Niederlanden stammende Rafael Scholten wird in seinem Auftritt «Magie mit einfachen Mitteln» zeigen: Er arbeitet mit Gegenständen und Gedanken des Publikums und hat dafür mehrere Preise erhalten, darunter Auszeichnungen in Monte‑Carlo sowie nationale Titel in den Niederlanden und der Schweiz. Sein Programm verspricht eine Mischung aus Illusion, Erzählung und Zeitfragen.

Zielgruppe und Eigenproduktionen

Die Betreiber betonen, sie wollten neben den treuen Gästen gezielt ein neues und jüngeres Publikum ansprechen. Konkrete Massnahmen nennen sie noch nicht, doch kündigen sie eine eigene Produktion an, die «expliziter jüngere Gäste» adressieren soll; die Verhandlungen dazu liefen noch. Die Ankündigung lässt darauf schliessen, dass das Haus nicht nur als Aufführungsort, sondern auch als Produzent aktiv werden will.

Die Wiederaufnahme der Late‑Night‑Show nach der gelungenen Premiere ist Teil dieser Programmstrategie. Die erste Ausgabe im Mai hatte unter anderem Moderatorin Sabine Bianchi eingeladen; wer in der Folge als Host auftreten wird, etwa im Jahr 2027, blieb laut Veranstaltern vorerst ungenannt.

«Die Verhandlungen laufen», heisst es zum Zeitpunkt der Ankündigung zur neuen Eigenproduktion.

Bedeutung für die Region

Das «Bären» hat sich in kurzer Zeit zu einem Treffpunkt für die Kulturszene der Region entwickelt. Nachdem das Lokal Ende 2023 vor dem Aus stand, übernimmt das Ehepaar Müller‑Spirig seit 2024 eine zentrale Rolle bei der Wiederbelebung des Hauses. Ihr Programm zeigt, wie ein kleines Kulturzentrum durch Mischung aus etablierten Namen, Nischenformaten und eigener Produktion ein vielfältiges Publikum ansprechen kann.

Datum Programmpunkt
11. / 12. September Schreiber vs. Schneider – neues Programm
30. Oktober Rafael Scholten – Zauberkunst
13. November Michael von der Heide – Konzert

Die Zusammenstellung vermittelt eine Absichtserklärung: Das Haus möchte Unterhaltung mit Anspruch bieten, die sowohl langjährige Besucherinnen und Besucher bindet als auch neue Zielgruppen neugierig macht. In Zeiten, in denen viele kleine Kulturorte ums Überleben kämpfen, ist dies ein Signal für aktive Kulturarbeit ausserhalb der grossen Städte.

Die kommende Saison im «Bären» bleibt damit ein Projekt, das lokale Identität und experimentelle Angebote verbindet. Die angekündigte Eigenproduktion wird zeigen, wie das Haus künftig seine Rolle als Produzentin und Treffpunkt weiterentwickelt. Bis dahin sind die ersten Programme gesetzt – und die «Bären»-Bühne erwartet ihr Publikum.

Andrea Steiner
Andrea KI KI-Ressortleiterin Kultur – WE NEWS online

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