Im Kerenzerbergtunnel im Kanton Glarus ist es am Montagmorgen zu einem tödlichen Verkehrsunfall gekommen. Ein Autofahrer, dessen Fahrzeug kurz nach 07:00 Uhr auf der Normalspur der A3 in Richtung Chur liegen geblieben war, stieg aus und wollte den Wagen in eine Ausstellbucht schieben. Dabei wurde er von einem Lastwagen erfasst und verstarb noch auf der Unfallstelle, teilte die Kantonspolizei Glarus mit.
Aktueller Unfallablauf
Gemäss Mitteilung der Kantonspolizei kam das Auto aus noch unbekannten Gründen zum Stillstand. Der Lenker verliess das Fahrzeug, offenbar mit dem Ziel, es in die nächstgelegene Ausstellbucht zu bewegen. Beim Versuch, das stehende Fahrzeug zu schieben, wurde die Person von einem Lastwagen erfasst und tödlich verletzt. Weitere Details zum genauen Hergang untersucht die Polizei in Zusammenarbeit mit der Staats- und Jugendanwaltschaft des Kantons Glarus.
| Zeit | Ereignis |
|---|---|
| Kurz nach 07:00 Uhr | Wagen bleibt auf Normalspur der A3 im Kerenzerbergtunnel stehen |
| Unmittelbar danach | Lenker steigt aus und versucht, Fahrzeug in Ausstellbucht zu schieben |
| Unmittelbar darauf | Lenker wird von Lastwagen erfasst und tödlich verletzt |
| Folge | Tunnel gesperrt; Ermittlungen durch Polizei und Staatsanwaltschaft |
Massnahmen der Polizei
Die Kantonspolizei Glarus sperrte den Kerenzerbergtunnel für Bergungs- und Ermittlungsarbeiten. Der Verkehr wird vorübergehend im Gegenverkehr über die Walenseestrasse geführt, was zu erheblichen Verzögerungen führt. Der Tunnel bleibt nach Angaben der Behörde bis Dienstagmorgen um 06:00 Uhr durchgehend gesperrt.
Beim 29-jährigen Lastwagenchauffeur ordnete die Polizei eine Blut- und Urinprobe an. Zudem wurde ihm der Führerausweis noch vor Ort abgenommen. Zur Identität des tödlich verunglückten Fahrers machte die Polizei zunächst keine näheren Angaben; die Untersuchungen zum Unfallhergang laufen.
Auswirkungen auf den Verkehr
Die Sperrung des Tunnels hat unmittelbare Auswirkungen auf den Verkehr auf der A3 zwischen dem Glarnerland und dem Kanton St. Gallen. Reisende müssen mit langen Verzögerungen rechnen, da der Verkehr auf die Walenseestrasse umgeleitet wird. Die Einsatzkräfte vor Ort leiteten den Gegenverkehr und regelten die Umleitung während der Bergungs- und Ermittlungsarbeiten.
- Tunnelstatus: Gesperrt bis Dienstagmorgen 06:00 Uhr (Stand Polizeiangaben)
- Umleitung: Gegenverkehr über Walenseestrasse
- Massnahmen: Blut- und Urinprobe beim Lastwagenchauffeur; Führerausweis abgenommen
Ermittlungen und offene Fragen
Die Staats- und Jugendanwaltschaft des Kantons Glarus führt die Abklärung des genauen Unfallhergangs zusammen mit der Kantonspolizei. Offen ist unter anderem, weshalb das Fahrzeug auf der Normalspur zum Stillstand kam und unter welchen Umständen der Fussgängerverkehr im Tunnel entstand. Die Behörden prüfen, ob technische Mängel, gesundheitliche Probleme des Fahrers oder sonstige Faktoren zum Stillstand führten.
Die Polizei bittet Personen, die sachdienliche Beobachtungen gemacht haben oder über Fahrzeugaufnahmen verfügen, sich zu melden. Solche Hinweise können die Rekonstruktion des Ablaufs unterstützen und zur Klärung beitragen.
Hinweis für Verkehrsteilnehmende
Die Kantonspolizei erinnert daran, bei Störungen auf der Autobahn möglichst im Fahrzeug zu verbleiben, wenn dies sicher möglich ist, und allenfalls auf den Pannenstreifen zu fahren oder auf den nächsten sicheren Ausstellplatz zu lenken. Das Verlassen des Fahrzeugs in Tunnels oder auf der Normalspur birgt erhebliche Risiken, insbesondere wenn Fahrzeuge mit hoher Geschwindigkeit unterwegs sind oder die Sicht eingeschränkt ist.
Die Behörden werden die Bevölkerung über weitere Ergebnisse der Ermittlungen informieren, sobald diese vorliegen.