Die Alzheimer Gesellschaft Neuss/Nordrhein organisiert am Donnerstag, 13. August, von 10 bis 12 Uhr einen Gesprächskreis für Angehörige von Menschen mit Demenz in der Stadtbibliothek am Dr.-Franz-Schütz-Platz in Büderich. Das Angebot richtet sich an nahestehende Personen, die den Alltag mit einem dementiell erkrankten Menschen gestalten und dabei oft an ihre Grenzen stossen.
Warum solche Treffen wichtig sind
Demenz betrifft nicht nur die Betroffenen selbst, sondern stellt auch die Familien und nahen Bezugspersonen vor grosse Herausforderungen. Angehörige leisten häufig ausserordentliche Pflegearbeit und sind damit oft psychisch und physisch belastet. Der Austausch in einem moderierten Kreis ermöglicht es, Erlebnisse, Belastungen und Strategien offen zu thematisieren und sich gegenseitig zu stützen.
Der Gesprächskreis in Büderich wird geleitet von Karen Lucius und Ute Torspecken Lobo de Miranda von der Alzheimer Gesellschaft Neuss/Nordrhein. Die beiden Fachpersonen begleiten die Teilnehmenden beim Reflektieren von Erlebnissen und beim Entwickeln von Bewältigungsstrategien. Teilnehmende können über Gefühle, Neuigkeiten, Freuden und Erfolgserlebnisse sprechen und so Entlastung erfahren.
Programm und Anmeldung
| Datum | Donnerstag, 13. August |
|---|---|
| Zeit | 10.00–12.00 Uhr |
| Ort | Stadtbibliothek, Dr.-Franz-Schütz-Platz, Büderich |
| Leitung | Karen Lucius; Ute Torspecken Lobo de Miranda (Alzheimer Gesellschaft Neuss/Nordrhein) |
| Anmeldung | Telefon: 02131/222 110 |
Das Angebot ist offen für alle Angehörigen, die sich in ihrer Rolle Unterstützung wünschen. Eine Anmeldung ist erwünscht; die Kontaktnummer zur Anmeldung lautet 02131/222 110.
Was Teilnehmende erwarten können
Im Gesprächskreis treffen Betroffene auf Menschen in ähnlichen Situationen. Solche Runden haben mehrere Funktionen:
- Emotionaler Austausch und gegenseitige Entlastung;
- Reflexion von Alltagssituationen und herausforderndem Verhalten;
- Weitergabe praktischer Tipps und Informationen über Unterstützungsmöglichkeiten.
Für viele Angehörige bietet der Austausch eine wichtige Ergänzung zu formellen Beratungsangeboten. Er schafft einen Raum, in dem persönliche Erfahrungen und konkrete Fragen Platz haben – ohne bewertet zu werden und geleitet von Fachpersonen, die Erfahrung mit dem Thema Demenz haben.
Konsequenzen für Betroffene und Gesellschaft
Solche lokalen Angebote tragen dazu bei, die häusliche Versorgung von Menschen mit Demenz zu stabilisieren. Indem Angehörige entlastet werden und Handlungsstrategien entwickeln, kann eine längere Betreuung in der eigenen Wohnung ermöglicht werden. Zugleich werden Ressourcen der Gemeinschaft gestärkt: Ehrenamtliche und professionelle Unterstützer finden leichter Zugang zu Familien, die Hilfe benötigen. Auf gesamtgesellschaftlicher Ebene sind Gesprächsangebote ein Baustein in der Entlastung des Gesundheitssystems, weil sie präventiv wirken und Eskalationen im Betreuungsverlauf vermindern können.
Wer teilnehmen möchte oder sich informieren will, kann sich telefonisch anmelden. Das Angebot in Büderich ist ein Beispiel dafür, wie niederschwellige Unterstützungsformen Angehörigen konkrete Hilfe und Austausch bieten können.