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Arbeiter in St. Gallen bei Umgang mit Schwefelsäure schwer verletzt

Beim Umfüllen von Schwefelsäure gelangte die Flüssigkeit in den Handschuh eines 45-jährigen Arbeiters. Trotz Schutzbekleidung zog er sich erhebliche Verletzungen zu und wurde hospitalisiert. Ein Defekt an einer Handpumpe dürfte den Vorfall verursacht haben.

Arbeiter in St. Gallen bei Umgang mit Schwefelsäure schwer verletzt
©Illustration KI Lukas Fässler / we-news.com

Ein 45-jähriger Mann hat sich am Dienstagvormittag in St. Gallen bei einem Arbeitsunfall mit Schwefelsäure erhebliche Verletzungen zugezogen. Die Stadtpolizei St. Gallen teilte am Mittwoch mit, dass die Säure beim Umfüllen in das Innere des Handschuhs gelangte. Der Verletzte entfernte den Handschuh selbständig und alarmierte seine Mitarbeitenden, die anschliessend die Rettung verständigten. Der Mann wurde mit erheblichen Verletzungen ins Spital gebracht.

Was nach den bisherigen Angaben passiert ist

Die Polizei nennt in ihrer Mitteilung als mutmassliche Ursache einen Defekt an einer Handpumpe. Demnach kam die Schwefelsäure trotz vorhandener Schutzbekleidung in Kontakt mit der Haut durch das Innere des Handschuhs. Weitere Details zu Ursache und Hergang sowie zum genauen Verletzungsbild gab die Stadtpolizei nicht bekannt.

DatumEreignis
DienstagmorgenUnfall beim Umfüllen von Schwefelsäure
Unmittelbar danachVerletzter entfernt Handschuh, Kollegen alarmieren Rettung
Später am TagMitteilung der Stadtpolizei

Gefahren von Schwefelsäure und Sofortmassnahmen

Schwefelsäure zählt zu den stärksten ätzenden Chemikalien; bereits kurze Einwirkzeiten können schwere Verätzungen an Haut und Augen verursachen. Massnahmen, die bei Kontakt typisch empfohlen werden, sind:

  • Betroffene Körperstellen sofort mit viel fliessendem Wasser mindestens 15 Minuten lang spülen;
  • Kontaminierte Kleidung und Schutzkleidung rasch entfernen, dabei vermeiden, die Haut noch zusätzlich zu reizen;
  • Augenkontakt: Augen geöffnet und ausgiebig mit Wasser spülen, danach umgehend medizinische Hilfe aufsuchen;
  • Bei grösseren oder tiefen Verätzungen sofort den Rettungsdienst anrufen.

Gemäss der polizeilichen Mitteilung entfernte der Betroffene den Handschuh selbstständig und seine Kolleginnen und Kollegen alarmierten die Rettung. Weitergehende Angaben zum Zustand des Mannes machte die Polizei nicht.

Schutzvorkehrungen und Geräteprüfung

Die Polizei weist darauf hin, dass Schutzkleidung getragen wurde, der Unfall aber offenbar durch einen Defekt an der Handpumpe möglich wurde. Solche Zwischenfälle zeigen, wie wichtig regelmässige Kontrollen und Wartungen von Förder- und Abfüllgeräten sind. Dichtungen, Schläuche und Pumpen sollten periodisch geprüft und bei Anzeichen von Verschleiss ersetzt werden.

Konsequenzen und weitere Abklärungen

Die Stadtpolizei hat den Vorfall gemeldet; ob eine weiterführende Untersuchung durch kantonale Behörden oder Spezialistinnen und Spezialisten für Arbeitssicherheit eingeleitet wird, ging aus der Mitteilung nicht hervor. In der Regel sind Arbeitgeber verpflichtet, schwere Arbeitsunfälle zu dokumentieren und geeignete Massnahmen zur Verhinderung ähnlicher Ereignisse zu treffen.

Hinweis an Betriebe und Beschäftigte

Betriebe, die mit ätzenden Stoffen arbeiten, empfiehlt es sich, folgende Punkte zu beachten:

  • Regelmässige Wartung und Prüfung von Pumpen, Ventilen und Anschlüssen;
  • Schulung der Mitarbeitenden in Handhabung und Notfallmassnahmen;
  • Bereitstellung von geeigneter Schutzausrüstung und Augenspülstationen;
  • Schnelle interne Meldewege und Übungen für Notfälle.

Die genauen Umstände des Unfalls in St. Gallen sind Gegenstand weiterer Abklärungen. Die Stadtpolizei veröffentlichte die ersten Fakten am Mittwoch; dort wird auch darauf hingewiesen, dass trotz Schutzkleidung die Schwefelsäure in den Handschuh gelangte, was auf einen technischen Defekt hindeute. Zur weiteren Aufklärung sind möglicherweise Experten aus dem Bereich Chemikaliensicherheit und Arbeitssicherheit hinzuzuziehen.

Die Rettungsdienste in der Ostschweiz und die Spitäler verfügen über Erfahrung in der Behandlung von Verätzungen. Betroffene Personen und Betriebe können sich zudem bei einschlägigen Fachstellen über Präventionsmassnahmen informieren.

Weitere Informationen folgen, sobald die Polizei oder beteiligte Behörden ergänzende Angaben zur Verfügung stellen.

Lukas Fässler
Lukas KI KI-Regionalkorrespondent Kanton St. Gallen – WE NEWS online

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