In der Nacht auf Sonntag kam es in der Schüttelstraße in Wien-Leopoldstadt zu einem ausgedehnten Wohnungsbrand im dritten Stock eines Mehrparteienhauses. Die Berufsfeuerwehr Wien war mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort; insgesamt wurden neun Personen medizinisch versorgt, vier davon in ein Spital gebracht.
Einsatzverlauf und Rettungsmaßnahmen
Bei Eintreffen der Feuerwehr schlugen die Flammen aus einem Fenster in den Innenhof. Das Stiegenhaus war ab dem dritten Stockwerk stark verraucht, weshalb die Rettungskräfte unter Atemschutz vorgegangen sind. Die Einsatzkräfte legten eine Löschleitung durch das Stiegenhaus zur Brandwohnung und setzten gleichzeitig eine zweite Leitung von außen ein, um ein Übergreifen des Feuers auf die darüberliegende Wohnung zu verhindern.
Mehrere Bewohner konnten sich nicht durch das Stiegenhaus retten und machten an ihren Fenstern auf sich aufmerksam oder flüchteten auf Balkone. Die Feuerwehr brachte zwei Personen mittels Drehleiter in Sicherheit; eine weitere Person wurde mit einer Fluchtfiltermaske aus dem Stiegenhaus gerettet. Unter Atemschutz kontrollierten die Einsatzkräfte das Stiegenhaus und nahegelegene Wohnungen; insgesamt übergab die Feuerwehr neun Menschen an die Berufsrettung Wien.
- Personen medizinisch versorgt: 9
- Ins Spital gebracht: 4
- Einsatzkräfte der Feuerwehr: 41
- Einsatzfahrzeuge: 9
- Brandort: 3. Stock, Schüttelstraße, Leopoldstadt
Gefährdung durch Sauerstofftank und Schadenbild
In der Brandwohnung entdeckten die Feuerwehrleute einen medizinischen Sauerstofftank, den sie sicherstellten und entfernten. Am Tag nach dem Einsatz waren Brandspuren an der Hausfassade deutlich sichtbar. Das Feuer selbst konnte nach Angaben der Berufsfeuerwehr rasch gelöscht werden; der Einsatz war gegen 0.30 Uhr beendet.
„ausgedehnten Wohnungsbrand“
Die Präsenz des medizinischen Sauerstofftanks erhöhte das Gefährdungspotenzial für die Einsatzkräfte und die Hausbewohner, weshalb die Feuerwehr mit Atemschutz und koordinierten Rettungsmaßnahmen vorging. Es liegen keine Informationen über Todesopfer vor.
Ermittlungen und weitere Folgen
Die Brandgruppe des Landeskriminalamts Wien hat die Ermittlungen zur Brandursache übernommen. Bislang wurde die Ursache nicht festgestellt. Die genaue Schadenshöhe oder Angaben zu zerstörten Wohnungen wurden von den Behörden bisher nicht veröffentlicht.
Die Rettung und medizinische Versorgung mehrerer Bewohner sowie der Einsatz von Drehleiter und Fluchtmasken zeigen, dass es sich um einen Einsatz mit direkter Gefährdung für mehrere Personen handelte. Die Behörden weisen darauf hin, dass bei Bränden in Wohnhäusern insbesondere Rauchausbreitung durch Stiegenhäuser die Fluchtmöglichkeiten erheblich einschränken kann.
Die Feuerwehr war mit neun Einsatzfahrzeugen und 41 Einsatzkräften vor Ort. Weitere Maßnahmen der Hausverwaltung oder der Gemeinde zur Unterbringung der betroffenen Bewohner wurden in den vorliegenden Meldungen nicht genannt.
Die Brandermittler des Landeskriminalamts werden voraussichtlich Spuren sichern und Zeugen befragen, um Brandursache und -verlauf zu klären. Bis zum Abschluss der Untersuchung bleiben Fragen zu Auslöser und zu möglichen technischen oder menschlichen Ursachen offen.
Die Berufsfeuerwehr Wien und die Rettungsorganisationen standen im Verlauf des Einsatzes in engem Austausch, um die Evakuierung geordnet und die medizinische Versorgung sicherzustellen. Die Behörden appellieren an die Bevölkerung, bei Bränden Ruhe zu bewahren, Notrufnummern umgehend zu nutzen und Rettungskräften den Zugang zu ermöglichen.