Ungewöhnliche Tierrettung im Stadtgebiet
In einem Einsatz, der sowohl Geduld als auch Technik verlangte, hat die Feuerwehr Neulengbach-Stadt am vergangenen Tag eine Katze aus großer Höhe gerettet. Das Tier saß offenbar bereits fünf Tage in einer Astgabel fest, schätzungsweise in 13 bis 15 Metern Höhe. Die Meldung führte zu einem mehrgliedrigen Einsatz mit mehreren Fahrzeugen und spezialisiertem Höhenrettungsequipment.
Beim Ausrücken zeigte sich, dass die Zufahrt zur Einsatzstelle für das geplante Wechselladefahrzeug aufgrund der örtlichen Gegebenheiten nicht möglich war. Daraufhin wurde ergänzend ein geländegängiges Versorgungsfahrzeug mit weiterem Höhenrettungsgerät nachgefordert. Die Mannschaft brachte Ausrüstung und Leitern zu Fuß zur Einsatzstelle.
Einsatzablauf und eingesetztes Material
- Dreiteilige Schiebleiter (Arbeitshöhe bis 14 Meter)
- Hakenleiter
- Motorsäge
- Sicherungsmaterial für Höhenretter sowie ein Katzenkorb und ein Seil zum Abseilen
Nach einer Lageerkundung entschieden die Einsatzleitung gemeinsam mit den zwei ausgebildeten Höhenrettern, die dreiteilige Schiebleiter aufzubauen. Mit ihr gelangten die Einsatzkräfte bis zu einer Astgabel. Die Katze befand sich jedoch noch mehrere Meter weiter außen auf einem Ast – damit war eine direkte Übernahme ohne zusätzliche Sicherung nicht möglich.
„Die Katze befand sich in einer Höhe von rund 13 bis 15 Metern auf einem Baum.“
Die Feuerwehr versuchte zunächst, das Tier durch Zurufe und Leckerlis zum Zurückkommen zu bewegen. Diese schonenden Maßnahmen blieben zunächst ohne Erfolg; deshalb bereiteten die Höhenretter eine gesicherte Rettung mittels ihres Equipments vor. Während die Sicherungsmaßnahmen vorbereitet wurden, änderte sich die Situation: Die Katze bewegte sich schließlich selbstständig auf dem Ast zurück in Richtung der Einsatzkräfte.
Rettung und Übergabe
Ein Feuerwehrmann konnte das Tier übernehmen, in einen Katzenkorb setzen und diesen anschließend mithilfe eines Seils sicher zu Boden lassen. Dort wurde die Katze wohlbehalten den Besitzern übergeben. Es sind keine Verletzungen am Tier bekannt geworden; auch von Verletzten unter den Einsatzkräften wurde nicht berichtet.
| Fakt | Angabe |
|---|---|
| Höhe | Ca. 13–15 Meter |
| Dauer des Verweilens | Mehrere Tage (Bericht: fünf Tage) |
| Eingesetzte Geräte | Dreiteilige Schiebleiter, Hakenleiter, Motorsäge, Sicherungsgerät |
| Ergebnis | Katze unversehrt an Besitzer übergeben |
Der Einsatz zeigt, wie vorsorglich und behutsam die Feuerwehr bei Tierrettungen vorgeht: Zuerst wurden deeskalierende Mittel versucht, dann – als die Lage unübersichtlich blieb – alle nötigen Sicherungsmaßnahmen vorbereitet. Die Bereitschaft, zusätzliches schweres Gerät anzufordern und Material zu Fuß zur Einsatzstelle zu bringen, unterstreicht die Flexibilität der lokalen Einsatzkräfte.
Für Neulengbach ist dies ein Beispiel dafür, wie Feuerwehrleute nicht nur bei Bränden oder Unfällen, sondern auch bei alltäglichen Problemen wie feststeckenden Haustieren gefragt sind. Die Feuerwehr empfiehlt in solchen Fällen, Ruhe zu bewahren und die Einsatzkräfte über die Notrufnummer zu informieren, anstatt riskante Eigenaktionen zu versuchen.
Die Freiwillige Feuerwehr dokumentierte den Einsatz mit Fotos, die den Ablauf und die eingesetzte Technik zeigen. Für Anwohner bleibt der Vorfall Erinnerung und Mahnung zugleich: Auch in städtischen Grünräumen können Haustiere in schwer zugängliche Situationen geraten. Die professionelle und ruhige Arbeit der Neulengbacher Einsatzkräfte trug dazu bei, dass der Vorfall glimpflich endete.