Beim Sinken eines Motorbootes im Golf von Triest sind am Samstagvormittag alle zehn an Bord befindlichen österreichischen Touristinnen und Touristen rechtzeitig gerettet worden. Das etwa 14 Meter lange Schiff war offenbar wegen eines technischen Gebrechens in Seenot geraten; verletzt wurde nach bisherigen Angaben niemand.
Rasche Bergung nahe der Küste
Die Gruppe hatte nach Medienberichten in Porto Piccolo in Sistiana abgelegt und plante die Fahrt nach Izola in Slowenien. Gegen Mittag bemerkten die Insassinnen und Insassen in der Nähe des Stadtzentrums von Triest, an der Außenseite des Rizzo-Wellenbrechers, dass Wasser in das Boot eindrang. Ein Notruf führte umgehend zum Einsatz von Kräften der Küstenwache und der Feuerwehr, die mit Patrouillenbooten und einem Schlauchboot zur Stelle fuhren.
Als die Rettungskräfte eintrafen, war das Schiff bereits nahezu gesunken. Alle zehn Personen konnten jedoch unverzüglich in Sicherheit gebracht und an Land zum Sitz der Hafenbehörde von Triest gebracht werden. Dort wurden sie vom medizinischen Personal der Rettung 118 untersucht und versorgt. Nach den verfügbaren Informationen gab es keine Verletzten.
Untersuchung der Unglücksursache
Laut Angaben des stellvertretenden Kommandanten der Hafenbehörde von Triest, Diego Tomat, sei kein Treibstoff ausgelaufen. Die Behörden gehen nach einer ersten Sichtung davon aus, dass keine äußeren Beschädigungen am Rumpf erkennbar seien. Deshalb wird ein technisches Gebrechen als wahrscheinliche Ursache geprüft. Sobald das Wrack geborgen ist, sollen weitere Untersuchungen folgen, um den Hergang abschließend zu klären.
„Sobald das Boot geborgen ist wird überprüft, was es zum Sinken gebracht hat“, sagte der stellvertretende Kommandant der Hafenbehörde.
Derzeit gibt es keine Hinweise auf Umweltbelastungen durch ausgetretenen Treibstoff. Die Ermittlungen der zuständigen Stellen in Triest laufen weiter.
Konsequenzen und Kontext
Der Vorfall unterstreicht die Bedeutung von schneller Alarmierung und koordinierter Rettungsarbeit bei Seenotfällen in dicht befahrenen Küstenbereichen. Die Kombination aus Patrouillenbooten und Schlauchbooten ermöglichte offenbar die zügige Bergung aller Personen, bevor das Schiff vollständig sank. Für die Betroffenen bedeutet das Ereignis angesichts des fehlenden Personenschadens wohl eine psychische Belastung, zudem sind praktische Fragen wie die Bergung des Bootes und mögliche Versicherungs- und Haftungsfragen offen.
- Rettungsaktion: Küstenwache und Feuerwehr waren vor Ort und brachten alle an Bord befindlichen Personen in Sicherheit.
- Gesundheit: Alle zehn wurden medizinisch untersucht; Verletzungen wurden nicht gemeldet.
- Unfallursache: Erste Hinweise deuten auf ein technisches Gebrechen; kein Treibstoffaustritt festgestellt.
Die Hafenbehörde von Triest ist für die weiteren Untersuchungen zuständig. Details zum genauen Ablauf des Wassereinbruchs und zu möglichen technischen Mängeln sollen erst nach Auswertung der anstehenden Begutachtungen bekannt gegeben werden. Für die österreichischen Behörden ergeben sich aus dem Ereignis vor allem Informationspflichten gegenüber den Betroffenen und gegebenenfalls deren Angehörigen.
| Fakt | Angabe |
|---|---|
| Anzahl Personen an Bord | 10 Österreichische Touristinnen und Touristen |
| Boot | „Diwa II“, ca. 14 Meter lang |
| Ort | Golf von Triest, nahe Rizzo-Wellenbrecher, in Küstennähe |
| Schaden/Verletzte | Kein Personenschaden gemeldet; Boot fast gesunken |
Die Chronik wird berichten, sobald weitere offizielle Informationen zur Ursache der Havarie und zum Stand der Bergungsarbeiten vorliegen.