Philipp Waller und Moritz Pristauz sind im Viertelfinale der Beachvolleyball-Europameisterschaft in Stare Jablonki ausgeschieden. Das neu formierte ÖVV-Duo unterlag am Samstag den Franzosen Teo Rotar und Arnaud Gauthier-Rat mit 1:2 (18,-18,-13) und beendet das Turnier damit auf dem geteilten 5. Platz.
Knappes Aus nach starkem Auftakt
Nach einem gelungenen Start und dem Gewinn des ersten Satzes konnten Waller/Pristauz die Partie nicht über die Ziellinie bringen. Die Niederlage fiel denkbar knapp aus: nach einem deutlichen zweiten Satzgewinn der Franzosen entschied das entscheidende Match-Tiebreak mit 13:15 zugunsten von Rotar/Gauthier-Rat. Trotz der Enttäuschung überwogen bei den beiden Österreichern am Ende auch positive Aspekte.
„Die Niederlage ist natürlich schon etwas frustrierend“, sagte Waller. „Gleichzeitig freut es mich aber, dass wir wieder eine gute Leistung abrufen konnten.“
Auch Pristauz zog eine zuversichtliche Bilanz: Er betonte, wie konstant das neu zusammengestellte Team in dieser Saison gearbeitet habe und zeigte sich stolz auf die gezeigten Leistungen. Der fünfte Platz symbolisiere für ihn eine Bestätigung des Weges und Motivation für die nächsten Aufgaben.
Kontext für den ÖVV
Mit dem Aus in Polen bleibt die Bronzemedaille, die Pristauz 2019 gemeinsam mit Martin Ermacora gewann, die bislang letzte ÖVV-Auszeichnung bei einer Europameisterschaft. Weitere Hoffnungen ruhen auch auf anderen heimischen Paaren: Das hoch eingeschätzte Duo Timo Hammarberg/Tim Berger war bereits im Achtelfinale ausgeschieden, sodass Waller/Pristauz die einzige österreichische Hoffnung in den Runden der letzten Acht waren.
- Ergebnis Viertelfinale: Rotar/Gauthier-Rat – Waller/Pristauz 2:1 (18,-18,-13)
- Endplatzierung ÖVV-Duo: geteilter 5. Platz
- Nächste Station: Eliteturnier in Montreal (kommende Woche)
| Team | Satz 1 | Satz 2 | Tiebreak | Platz |
|---|---|---|---|---|
| Waller/Pristauz (AUT) | 18 | 18 | 13 | 5 |
| Rotar/Gauthier-Rat (FRA) | — | — | — | — |
Ausblick und Bedeutung
Das Abschneiden in Stare Jablonki hat für das österreichische Beachvolleyball positive wie auch mahnende Seiten. Positiv ist die Bestätigung, dass Waller/Pristauz als neues Team in dieser Saison bereits jetzt zu den Top-8 in Europa gehören. Das unterstreicht die Qualität der Formation und gibt Selbstvertrauen für die unmittelbar anstehenden Aufgaben.
Andererseits macht das Scheitern deutlich, wie eng das Feld auf internationaler Ebene ist: Europäische Teams dominieren derzeit die Szene, und minimale Fehler entscheiden über Sieg oder Niederlage. Für den ÖVV ist die Herausforderung, aus dieser Konstanz noch häufiger in Podestplätze umzuschreiben.
Sportlich geht es für Waller/Pristauz unmittelbar weiter: Schon kommende Woche steht ein Eliteturnier in Montreal auf dem Programm. Das rasche Weitermachen bietet Gelegenheit, die bei der EM gezeigten Stärken weiter auszubauen und aus der knappen Niederlage die richtigen Lehren zu ziehen.
Insgesamt bleibt festzuhalten: Der fünfte Platz in Stare Jablonki ist für das ÖVV-Duo ein Achtungserfolg, zeigt aber zugleich, wie schmal der Grat zwischen Erfolg und Ausscheiden in der europäischen Spitze ist.