Die Wachau hat ein flächendeckend überarbeitetes Leitsystem erhalten: In 14 Gemeinden der Region wurden insgesamt 42 Infopoints installiert, um die Orientierung für Gäste zu verbessern und die Servicequalität zu erhöhen. Die Maßnahme wurde von der ecoplus Regionalförderung begleitet und erfolgt in Abstimmung mit Destination Donau Niederösterreich und dem Verein Welterbegemeinden Wachau.
Projektumfang und Vorgehen
Das aktuelle Vorhaben umfasst mehrere Bestandteile: die Neugestaltung beziehungsweise Überarbeitung der Wegweiser, die Erstellung eines Benutzermanuals für die einheitliche Anwendung sowie die Modernisierung der Regions-Infotafeln. Bestehende Elemente werden, wo möglich, aus Gründen der Ressourcenschonung weiterverwendet und in das neue System integriert.
In den Jahren 2023 und 2024 wurde das touristische Leitsystem bereits evaluiert. Auf Basis dieser Evaluation erarbeiteten die beteiligten Gemeinden ein Konzept zur Weiterentwicklung. Die Umsetzung orientiert sich an beliebten Ausflugszielen wie dem Welterbesteig Wachau und dem Donau-Radweg und zielt darauf ab, die Besucherströme gezielt zu lenken.
„Mit dem Leit- und Orientierungssystem wird das Besuchserlebnis für die Gäste in der Wachau verbessert und davon profitieren Besucherinnen und Besucher. Durch die gezielte Entzerrung der Gästeströme profitiert auch die einheimische Bevölkerung von einer spürbaren Entlastung“, sagte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.
Erwartete Effekte und Nachhaltigkeit
Die Verantwortlichen heben zwei zentrale Ziele hervor: Zum einen soll die Servicequalität für Touristinnen und Touristen steigen, zum anderen soll die Belastung für die lokale Bevölkerung durch eine bessere Steuerung der Gäste reduziert werden. Der Verein Welterbegemeinden Wachau betont die Relevanz eines modernen Leitsystems für die Region.
Die Projektverantwortlichen setzen bewusst auf Nachhaltigkeit: vorhandene Beschilderungselemente werden weiterverwendet, wo sie den neuen Standards entsprechen. Die Begleitung durch die ecoplus Regionalförderung zielt darauf ab, Investitionen in die touristische Infrastruktur zu unterstützen, die zur regionalwirtschaftlichen Entwicklung beitragen.
- Installierte Infopoints: 42
- Beteiligte Gemeinden: 14
- Evaluationsjahre: 2023 und 2024
| Aspekt | Angabe |
|---|---|
| Infopoints | 42 |
| Gemeinden | 14 |
| Bezugspunkte | Welterbesteig Wachau, Donau-Radweg |
Koordination und Akteurinnen
Die Umsetzung erfolgte in enger Abstimmung zwischen den Gemeinden der Wachau, der Destination Donau Niederösterreich, dem Verein Welterbegemeinden Wachau und der ecoplus Regionalförderung. Andreas Nunzer, Obmann des Vereins Welterbegemeinden Wachau, bezeichnete ein modernes Leitsystem als unverzichtbar für die Region.
Die Maßnahme ist Teil eines schrittweisen Prozesses: Nach der Bestandsaufnahme und Konzeptentwicklung in den Jahren 2023 und 2024 wurden nun konkrete Umsetzungsschritte gesetzt. Das Projekt sieht neben physischen Infopoints auch die Standardisierung von Wegweisern und die Erstellung eines Benutzermanuals vor, um langfristig ein einheitliches Erscheinungsbild sicherzustellen.
Langfristig sollen die Maßnahmen dazu beitragen, das Besuchserlebnis zu stärken, die Reputation der Wachau als Tourismusziel zu festigen und negative Effekte überfüllter Hotspots zu reduzieren. Zugleich steht die Schonung vorhandener Ressourcen im Vordergrund, indem bewährte Elemente weiterverwendet werden.
Die Initiative zeigt, wie regionale Förderung und kommunale Abstimmung genutzt werden, um touristische Infrastruktur zu modernisieren, ohne auf großflächige Neubauten zu setzen. Beobachterinnen werden nun auf die praktische Wirkung der neuen Infopoints und die tatsächliche Entlastung der lokalen Bevölkerung achten.