Sepp Straka nimmt ab Donnerstag zum fünften Mal in Serie am Play-off der PGA Tour teil und geht als derzeit 37. der Jahreswertung in die St. Jude Championship im TPC Southwind in Memphis. Für Österreichs Nummer eins stehen in den kommenden Wochen nicht nur lukrative Preisgelder, sondern auch die Saisonziele auf dem Spiel.
Hohe Einsätze in Memphis und den Folge-Turnieren
Im TPC Southwind kämpfen die besten 70 Spieler der Jahreswertung um 20 Millionen Dollar (rund 17,33 Millionen Euro) Preisgeld und um die begehrten Plätze für die nächste Play-off-Station in St. Louis sowie das Tour-Finale in Atlanta. Für die beiden folgenden Events sind weitere 60 Millionen Dollar ausgeschrieben; das abschließende Finale in Atlanta verteilt zusätzlich 40 Millionen Dollar.
| Turnier | Ausgeschüttetes Preisgeld (Dollar) |
|---|---|
| St. Jude Championship (Memphis) | 20.000.000 |
| St. Louis + Atlanta (zusammen) | 60.000.000 |
| Finale Atlanta | 40.000.000 |
Formkrise als Entscheidungsfaktor
Straka, der 33-jährige gebürtige Wiener und zweifache Ryder-Cup-Champion, hat seit 2022 bei jedem Play-off-Start auch das Finale in Atlanta erreicht. Heuer ist der Verbleib dort jedoch offen: Der Spieler kämpft seit rund drei Monaten mit einem hartnäckigen Formtief und verlor dadurch in der Rangliste an Boden.
„Das Ziel ist jedes Jahr immer Atlanta.“
Als 37. hat Straka noch realistische Chancen, sich in Memphis nach vorne zu arbeiten und damit in die Top-50 für St. Louis vorzudringen. Für das Tour-Finale in Atlanta qualifizieren sich allerdings nur die besten 30 Spieler – ein Ziel, das dieses Jahr deutlich gefährdeter erscheint als in den Vorjahren.
Statistisch betrachtet war Strakas beste Platzierung in dieser Saison ein zweiter Rang in Pebble Beach im Feber. Beim Heimturnier in Kitzbühel belegte er Rang 12, in Memphis steht für ihn aus dem Vorjahr ein 17. Platz zu Buche. Am TPC Southwind war Straka 2022 bereits Zweiter; damals verlor er das Stechen gegen den US-Amerikaner Will Zalatoris.
- Aktuelle Position: 37. der Jahreswertung
- Bester Saisonplatz: 2. Rang in Pebble Beach (Feber)
- Memphis-Vergangenheit: 2. Rang (2022), 17. Rang (Vorjahr)
Was auf dem Spiel steht
Ein erfolgreiches Wochenende in Memphis würde Straka nicht nur finanziell nach vorne bringen, sondern vor allem seine Chancen auf die Top-30 und damit das Finale in Atlanta entscheidend verbessern. Gelingt ihm kein starkes Resultat, droht das erste Aus bei einem Tour-Finale seit 2022 – eine Wende, die für die weitere Saisonplanung und die Platzierung in der Weltrangliste bedeutend wäre.
Die Namen an der Spitze der Jahreswertung zeigen zudem die Konkurrenz: Führend ist weiter US-Star Scottie Scheffler. Titelverteidiger in Tennessee ist der Engländer Justin Rose; im Vorjahr holte Tommy Fleetwood den großen Preisgeldgewinn in Atlanta.
Für Straka beginnt die Herausforderung in Memphis am Donnerstag. Beobachter werden genau hinschauen, ob Österreichs bester Profi seine Formkurve rechtzeitig dreht und den Weg nach Atlanta doch noch sichert.