Langjährige Leitung geht, erfahrene Nachfolge tritt an
Mit Beginn des Septembers hat die Raiffeisenbank Oberland-Reutte einen Wechsel an der Spitze vollzogen: Wolfgang Hechenberger trat Ende August in den Ruhestand. Als neuer Vorstandsvorsitzender wurde Ludwig Strauß bestellt. Er wird künftig gemeinsam mit den Vorständen Roger Klimek und Alexander Trs die Bank führen.
Hechenberger prägte in seiner Amtszeit mehrere entscheidende Entwicklungsschritte der regionalen Genossenschaftsbank. Dazu zählen der Zusammenschluss der Raiffeisenbanken Reutte und Oberland im Jahr 2021, die Integration der Raiffeisenbank Oberlechtal im Jahr 2022 sowie die Übernahme der Standorte Imst, Tarrenz und Nassereith Anfang 2023. Ein weiterer Meilenstein war die Eröffnung des neuen Bankstandortes in Imst im Jahr 2025.
„Wolfgang Hechenberger hat seine Verantwortung als Vorstandsvorsitzender in vorbildlicher Weise wahrgenommen und übergibt ein wohlbestelltes Haus. Dafür gelten ihm unser aufrichtiger Dank und unsere hohe Anerkennung“,
so Aufsichtsratsvorsitzender Wolfgang Moosbrugger zur Verabschiedung des bisherigen Leiters.
Zahlen zur wirtschaftlichen Stellung der Bank
Unter Hechenbergers Leitung hat die Bank nicht nur organisatorisch gewachsen, sondern auch ihre wirtschaftliche Basis ausgebaut. Für das Jahr 2025 nennt die Bank mehrere wichtige Kennzahlen, die die regionale Bedeutung unterstreichen:
- Kundengeschäftsvolumen: mehr als 3 Mrd. Euro
- Bilanzsumme: rund 1,2 Mrd. Euro
- Eigenkapital: 142 Mio. Euro — damit zählt die Bank zu den kapitalstärksten Raiffeisenbanken Tirols
- Finanzierungsleistung: rund 1,1 Mrd. Euro, die Investitionen in Wohnraum, Unternehmen und Projekte im Tiroler Oberland und Außerfern widerspiegeln
| Jahr / Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Kundengeschäftsvolumen (2025) | > 3 Mrd. Euro |
| Bilanzsumme (2025) | ~ 1,2 Mrd. Euro |
| Eigenkapital (2025) | 142 Mio. Euro |
| Finanzierungsleistung (gesamt) | ~ 1,1 Mrd. Euro |
Kontinuität und regionale Bedeutung
Ludwig Strauß ist kein Unbekannter: Der diplomierte Bankbetriebswirt ist seit 1998 in leitender Funktion für die Bank tätig und gehört dem Vorstand seit 2019 an. Damit übernimmt ein Manager mit langjähriger Erfahrung und Kenntnis der jüngsten Expansionsschritte die Führung. Die Bank betont, dass Strauß die Entwicklung „unmittelbar mitgestaltet“ habe.
Die strategischen Entscheidungen der vergangenen Jahre — Fusionen, Standorterweiterungen und die Öffnung neuer Zweigstellen — haben die Marktposition der Raiffeisenbank Oberland-Reutte im Tiroler Oberland ausgebaut. Für Kundinnen, Unternehmen und Kommunen in der Region sind solche Maßnahmen unmittelbar spürbar: Sie betreffen die Kreditverfügbarkeit, die Betreuung vor Ort und die Mitgestaltung lokaler Investitionsprojekte.
Ausblick und lokale Wirkung
Aus Sicht der Region ist die Stabilität der Bank wichtig. Das ausgewiesene hohe Eigenkapital und die erzielte Finanzierungsleistung deuten darauf hin, dass die Raiffeisenbank Oberland-Reutte weiterhin eine gewichtige Rolle bei der Finanzierung von Wohnbau, Unternehmungen und regionalen Infrastrukturvorhaben spielen kann. Veränderungen in der Führung sind dabei nicht ungewöhnlich; maßgeblich bleibt, ob die Bank ihre regionale Ausrichtung und die Betreuung vor Ort beibehält.
Die Übergabe erfolgt formal mit Beginn des Septembers. Zum Start seiner Amtszeit erklärte Strauß laut Mitteilung, er übernehme die Aufgabe mit Respekt vor der Verantwortung und mit Wertschätzung für das Erreichte. Konkrete neue strategische Initiativen wurden in der veröffentlichten Mitteilung nicht genannt; Beobachterinnen und Beobachter in der Region werden insbesondere die Fortsetzung der Finanzierungspolitik und die Präsenz an den Standorten Imst, Tarrenz, Nassereith sowie im Kerngebiet um Reutte verfolgen.