Stadt, WK und Talkesselmarketing legen gemeinsames Fördermodell vor
Die Stadtgemeinde Landeck, die WK-Bezirksstelle Landeck und das Talkesselmarketing haben das gemeinsame Förderprogramm „Best in Landeck – Mieterunterstützung 2026“ präsentiert. Ziel ist es, leerstehende Geschäftsflächen zu reaktivieren, die Ansiedlung innovativer Betriebe zu fördern und so die Attraktivität der Innenstadt als Wirtschafts- und Lebensraum zu stärken.
Wer wird unterstützt — und wie viel?
Als Kern des Modells wurde ein Mietkostenzuschuss von 2,50 Euro pro Quadratmeter und Monat genannt. Der Zuschuss richtet sich vor allem an Gründer:innen, kleine und mittlere Unternehmen, Betriebe mit einer eigenständigen neuen Geschäftsidee sowie an Pop-up-Konzepte. Die Maßnahme soll finanzielle Hürden für die Ansiedlung in der Innenstadt abmildern und damit die Frequenz und Vielfalt im Ortszentrum erhöhen.
„Mit der Initiative ‚Best in Landeck – Mieterunterstützung‘ wollen wir die wirtschaftliche Entwicklung unserer Innenstadt aktiv unterstützen. Das Projekt soll Gründer:innen sowie bestehenden Unternehmen den Schritt nach Landeck erleichtern und gleichzeitig Eigentümer:innen leerstehender Geschäftsflächen mit potenziellen Betrieben zusammenbringen.“ — Michael Gitterle, Obmann der WK-Bezirksstelle Landeck
Voraussetzungen und Förderrichtlinien
Für die Förderung wurden bereits konkrete Bedingungen genannt. Förderfähig sind demnach:
- Neugründungen und kleine bis mittlere Unternehmen (KMU),
- bestehende Betriebe mit einer eigenständigen neuen Geschäftsidee,
- Pop-up-Konzepte, die eine tatsächliche Nachnutzung leerstehender Flächen anstreben.
Voraussetzung ist jeweils ein tragfähiges Geschäftsmodell, die tatsächliche Nachnutzung einer leerstehenden Geschäftsfläche sowie ein Mietvertrag mit einer Mindestlaufzeit von einem Jahr. Als Ausschlusskriterium nennt die Projektbeschreibung ausdrücklich reine Standortverlagerungen innerhalb der Innenstadt. Weitere Details zu Ausschlüssen und konkreten Förderkonditionen wurden in der vorliegenden Kurzfassung nicht vollständig wiedergegeben.
Lokaler Kontext: Leerstände als Chance und Herausforderung
Wie viele Innenstädte in Tirol sieht sich auch Landeck mit zunehmenden Leerständen konfrontiert. Die Partner hinter dem Förderprogramm betonen jedoch, dass freigewordene Flächen zugleich Chancen für neue Ideen und zeitgemässe Nutzungsformen bieten. Der Mietkostenzuschuss setzt genau an dieser Schnittstelle an: Er soll das wirtschaftliche Risiko für Neugründungen reduzieren und Eigentümerinnen und Eigentümer motivieren, Flächen nicht länger ungenutzt zu lassen.
Erwartungen und offene Fragen
Die Initiatoren erwarten, dass durch das Fördermodell eine grössere Vielfalt an Angeboten und eine höhere Frequenz in der Innenstadt entsteht. Gleichzeitig bleiben wichtige Fragen offen, die für Landeck-Bewohnerinnen und -Bewohner sowie Vermieter relevant sind: Wie viele Flächen stehen konkret zur Verfügung? In welchem Umfang wird die Förderung budgetiert? Wie läuft die Antragstellung und die Bewilligung praktisch ab? Diese Details sollen laut Partnern in weiteren Informationsschritten bekannt gegeben werden.
| Förderelement | Angabe |
|---|---|
| Mietkostenzuschuss | 2,50 €/m²/Monat |
| Mindestmietdauer | 1 Jahr |
| Förderzielgruppen | Gründer:innen, KMU, bestehende Betriebe mit neuer Idee, Pop-up-Konzepte |
Konkrete Ansprechpersonen und das weitere Procedere für Interessierte wurden in der Presseinformation nicht detailliert ausgeführt. Die Stadtgemeinde Landeck, die WK-Bezirksstelle Landeck und das Talkesselmarketing haben jedoch gemeinsam die Absicht bekundet, die Voraussetzungen für eine „vielfältige, frequenzstarke und zukunftsorientierte Innenstadt“ zu schaffen.
Für Gewerbetreibende, potenzielle Gründer:innen und Immobilieneigentümer ist das Programm ein Angebot, das kurzfristig Wirkung entfalten könnte — vorausgesetzt, die praktischen Umsetzungsdetails und die Verfügbarkeit geeigneter Flächen werden rasch kommuniziert und operativ begleitet.