Gala und Standort: Kitzbühel baut Rolle als Romy-Host aus
Die 36. Ausgabe der Romy-Verleihung wird heuer am 27. November erneut in Kitzbühel über die Bühne gehen. Wie das "Kurier"-Medienhaus und der ORF mitteilten, ist die Veranstaltung wieder mit dem Filmfestival Kitzbühel verbunden; als Veranstaltungsort wurde einmal mehr Schloss Kaps genannt. Die Entscheidung folgt auf die Premiere im Vorjahr, als die Romy erstmals in Tirol stattfand und damit zu einem „Neo-Tiroler Gewächs“ erklärt wurde.
Die Organisatoren geben zugleich neue Impulse für die Ausrichtung: Es soll eine stärkere Profilierung Kitzbühels als „Romy-Stadt“ erfolgen. "Wir haben heuer vor, dass Kitzbühel noch mehr zur Romy-Stadt wird", sagte "Kurier"-Geschäftsführer Richard Grasl. Der ORF wird die Gala zeitversetzt übertragen; laut Ankündigung ist eine Ausstrahlung ab 21.20 Uhr geplant.
Moderation, Kategorien und Publikumsbeteiligung
Bei der Moderation setzt die Romy auf ein neues Duo: Die TV-Präsentatorin Fanny Stapf und der deutsche Sänger Giovanni Zarrella werden durch den Abend führen. Das Duo ersetzt das Moderationspaar des Vorjahres, Hans Sigl und Mirjam Weichselbraun, die diesmal nicht dabei sind. In einer Videobotschaft erklärte Stapf:
„Ich freue mich auf das österreichische Hollywood in Kitzbühel.“
Inhaltlich gibt es ebenfalls Neuerungen: Die Romy reagiert mit Anpassungen auf Veränderungen in der Branche und erweitert das Angebot an Kategorien. Die Veranstaltung bleibt jedoch ein Publikumspreis; Interessierte können ihre Stimme abgeben. Für die heurige Vergabe wurde eine Frist genannt: Bis zum 13. Oktober können Stimmen für die acht Kategorien abgegeben werden.
Bedeutung für Kitzbühel und Region
Die erneute Verleihung in Kitzbühel hat mehrere lokale Effekte: Zum einen bringt die Gala nationale und internationale Aufmerksamkeit in die Region und sorgt für Belegungen in Hotellerie und Gastronomie. Zum anderen stärkt die Kopplung an das Filmfestival Kitzbühel die Rolle der Stadt als Austragungsort kultureller Großereignisse. Medienpartner wie der ORF und das Kurier-Medienhaus erhöhen Reichweite und Prestige der Veranstaltung, was langfristig auch Netzwerkeffekte für lokale Kultur- und Kreativschaffende haben kann.
ORF-Programmdirektorin Stefanie Groiss-Horowitz verwies in der Ankündigung auf das anhaltende Engagement des Hauses für die Romy. Sie beschrieb die Bedeutung des Preises so: "Wie wichtig die Romy ist, merkt man daran, dass jahrzehntelang hartgesottene Kollegen sich einen Hax'n abfreuen, wenn sie nominiert werden." Die Absage anderer großer Verleihungen im laufenden Jahr — etwa der deutschen Bambi-Verleihung — könne die Außenwirkung der Romy zusätzlich stärken.
Organisation, Zeitplan und Eckdaten
Für das Publikum und lokale Akteurinnen und Akteure sind die wichtigsten Eckdaten überschaubar. Die folgende Tabelle fasst die offiziellen Angaben zusammen:
| Ereignis | Angabe |
|---|---|
| Datum | 27. November |
| Ort | Schloss Kaps, Kitzbühel |
| Moderation | Fanny Stapf & Giovanni Zarrella |
| Fernsehübertragung | ORF, zeitversetzt ab 21.20 Uhr |
- Die Romy bleibt ein Publikumspreis; Abstimmung bis 13. Oktober möglich.
- Veranstalter sind das "Kurier"-Medienhaus in Kooperation mit dem ORF.
- Die Verleihung ist erneut mit dem Filmfestival Kitzbühel zusammengespannt.
Für Kitzbühel bedeutet die erneute Austragung der Romy sowohl ökonomische Impulse als auch eine Verstärkung des kulturellen Profils. Ob und wie weit die Stadt in den kommenden Jahren tatsächlich zur dauerhaften „Romy-Stadt“ wird, hängt von der weiteren Zusammenarbeit zwischen Veranstaltern, regionalen Stakeholdern und der lokalen Wirtschaft ab. Konkrete Folgeprojekte oder Veränderungen im Festivalprogramm wurden in der aktuellen Ankündigung nicht genannt.