Unentschieden nach spätem Auf und Ab
Der FC Kufstein und der intemann FC Lauterach trennten sich am Freitagabend im Grenzlandstadion mit 2:2. Vor 250 Zuschauern entwickelte sich eine Partie mit Phasen der Überlegenheit auf beiden Seiten, die am Ende keinen Sieger fand. Für Lauterach bedeutet das Remis, dass der Klub in der Regionalliga West weiterhin auf den ersten Saisonsieg wartet.
Die Gäste aus Vorarlberg gingen in Führung, Kufstein glich kurz vor der Pause aus und drehte Mitte der zweiten Halbzeit auf 2:1. Lauterach konterte allerdings schnell und kam in der Schlussphase erneut heran. Insgesamt bot das Spiel wenige ansehnliche, dafür aber umkämpfte Momente.
Weg zum Ausgleich und erneute Antwort
In der 22. Minute brachte eine starke Balleroberung von Muhammed Canazlar im Rutschen die Vorarlberger in Stellung, Ömer Efe Tas verwertete eiskalt zum 0:1. Kufstein hatte jedoch noch vor dem Pausenpfiff die passende Antwort: Ein Eckball fand das Haupt von Constantin‑Sascha Marinkovic, der in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit (45.+1) zum 1:1 köpfen konnte.
„Lauterach hat uns einige Möglichkeiten gegeben. Wir hatten viele Ballgewinne, haben dann aber selbst wieder den Ball verloren. Wir waren nicht sauber genug“,
analysierte Kufstein‑Trainer Ronald Gercaliu nach dem Spiel.
Wendepunkt und erneute Remis‑Situation
Mitte der zweiten Halbzeit gelang Kufstein die Wende: Nach einem Chip in den Strafraum legte Marinkovic ab, Marcel Prosic schloss souverän zum 2:1 ab (65.). Lauterach reagierte prompt und setzte verstärkt auf Offensive. Ein sehenswertes Zusammenspiel zwischen Valentin Matkovic und Muhammed Canazlar führte schließlich zum 2:2 (71.), als Canazlar den Ball zum Ausgleich einschob.
In der Schlussphase hatten die Vorarlberger die besseren Gelegenheiten, konnten aber den entscheidenden Treffer nicht erzwingen. Lauterach‑Sportchef Zlatko Jurcevic schilderte die Stimmung nach dem Gegentor so:
„Die Jungs waren dann kurz down.“
- Endstand: FC Kufstein – intemann FC Lauterach 2:2
- Zuschauer: 250
- Tore: Ömer Efe Tas (22., Lauterach), Constantin‑Sascha Marinkovic (45.+1, Kufstein), Marcel Prosic (65., Kufstein), Muhammed Canazlar (71., Lauterach)
- Schlüsselmomente: Herausragende Balleroberung von Canazlar, Eckball‑Tor kurz vor der Pause, schnelles Umschaltspiel nach dem 2:1
Kontext und Ausblick
Die Bilanz der bisherigen direkten Duelle zwischen beiden Mannschaften zeigt eine enge Rivalität: In vier Begegnungen kam es dreimal zu Unentschieden, außerdem steht ein deutlicher 6:2‑Sieg für Lauterach in den Aufzeichnungen. Trotz dieser Historie bleibt es heuer für Lauterach sportlich schwierig; in der Westliga wartet die Mannschaft noch auf den ersten Sieg und schied unter der Woche überraschend im VFV‑Cup gegen Großwalsertal aus.
Für Kufstein bedeutet der Punktgewinn zwar kein Erfolgserlebnis im Sinne eines Sieges, doch die Mannschaft zeigte Phasen, in denen sie kontrolliert agierte und sich gute Chancen erspielte. Entscheidend wird sein, wie Trainer Gercaliu die Mannschaft taktisch weiterentwickelt, um die Fehler in der Ballbehandlung zu minimieren und die Chancenverwertung zu verbessern.
| Datum | Austragungsort | Publikum | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| 05. September 2026 | Grenzlandstadion, Kufstein | 250 | FC Kufstein 2:2 intemann FC Lauterach |
Beide Teams stehen nun vor der Herausforderung, in den kommenden Wochen Konstanz zu finden. Für die Kufsteiner Anhänger bleibt die Hoffnung, dass die Mannschaft die positiven Ansätze in Siege ummünzen kann. Lauterach wiederum muss weiter an der Balance zwischen Risiko und Absicherung arbeiten, um endlich den ersten Dreier der Saison einzufahren.