Bei der Leichtathletik‑EM in Birmingham haben zwei österreichische Läuferinnen am Montagvormittag für ein kräftiges Lebenszeichen gesorgt: Lena Pressler und Anja Dlauhy qualifizierten sich souverän für das Semifinale über 400 m Hürden. Zeitgleich musste Sprinterin Christania Williams einen bitteren Rückschlag hinnehmen: Sie verpasste den 100‑m‑Finaleinzug um nur 0,09 Sekunden.
Österreichs Hürdensprinterinnen mit solidem Auftritt
Lena Pressler lief in den Vorläufen die beste Zeit aller Nicht‑Direktqualifizierten und beendete ihren Lauf in 54,97 Sekunden. Anja Dlauhy folgte mit einer soliden Leistung und belegte in ihrem Vorlauf in 55,42 Sekunden den dritten Platz. Beide Athletinnen gehören damit zu den zwölf Starterinnen, die sich zusätzlich zu den gesetzten Favoritinnen den Platz im Semifinale erkämpften. Das Semifinale ist für Dienstagvormittag angesetzt.
- Lena Pressler: 54,97 s (schnellste Zeit der Nicht‑Vorqualifizierten)
- Anja Dlauhy: 55,42 s (Dritter im Vorlauf)
- Semifinale: Dienstagvormittag
Die Zeiten von Pressler und Dlauhy zeigen Konstanz und Tempo im Vorlauf‑Geschäft; vor allem Presslers Bestzeit unterstreicht ihre Formstärke im internationalen Feld. Beide werden im Semifinale auf die gesetzten Favoritinnen treffen, die erst in den Runden der K.o.‑Phasen eingreifen.
Sprinterin Williams: Knappes Aus über 100 m
Für Christania Williams endete der Wettkampftag enttäuschend: Sie verpasste den Einzug ins 100‑m‑Finale um 0,09 Sekunden. Die Läuferin kommentierte das Ergebnis mit klarer Enttäuschung.
„Bin wirklich enttäuscht“
Die fehlenden Hundertstel spiegeln, wie eng und kompromisslos Sprintrennen auf diesem Niveau entschieden werden. Ein Abstand von 0,09 Sekunden ist über 100 m minimal, aber entscheidend für den Finaleinzug und die Chance auf eine Medaille.
Weitere österreichische Einsätze
Neben den Laufbewerben stehen am Dienstag die Diskus‑Qualifikation und weitere Entscheidungen an: Lukas Weißhaidinger und Will Dibo bestreiten die Diskus‑Qualifikation, ein Lauf, auf den Österreichs Kampfrichter und Fans traditionell großes Augenmerk legen. Weißhaidinger zählt international zu den Konstanten in der Disziplin und ist ein Medaillenanwärter, Dibo misst sich in einem stark besetzten Feld.
| Athlet/in | Disziplin | Resultat / Zeit |
|---|---|---|
| Lena Pressler | 400 m Hürden | 54,97 s |
| Anja Dlauhy | 400 m Hürden | 55,42 s |
| Christania Williams | 100 m | Out, −0,09 s zum Finalplatz |
Insgesamt markieren die Ergebnisse des Montags für Österreich ein zwiespältiges Bild: Stärke und Perspektive im Hürdensprint, Ernüchterung im Kurzsprint. Entscheidend wird sein, wie sich Pressler und Dlauhy im Semifinale präsentieren—ein erfolgreicher Lauf könnte die Chancen auf einen Finaleinzug und damit auf eine mögliche Medaille deutlich erhöhen.
Für die österreichischen Diskuswerfer beginnt ein weiterer Prüfstein: Die Qualifikation bietet die Gelegenheit, sich für die Finalrunde zu platzieren und international Akzente zu setzen. Für Sportfans bleibt Birmingham also spannend: In den nächsten Tagen könnten sich nationale Helden hervorheben — oder schmale Entscheidungen über Erfolg und Ausscheiden entscheiden.