Die niederösterreichische Landesausstellung „Wenn die Welt Kopf steht – Mensch.Psyche.Gesundheit.“ im Landesklinikum Mauer (Bezirk Amstetten) hat diese Woche die Marke von 100.000 Besucherinnen und Besuchern erreicht. Die Schau zieht nicht nur Einzelne an, sondern bewirkt laut lokalen Touristikerinnen und Gastronomen eine spürbare Belebung der gesamten Region Mostviertel.
Mehr als Ausstellungsbesuch: Regionale Strategie
Hoteliers und Touristiker in der Umgebung arbeiten demnach gezielt daran, Tagestouristen in Übernachtungsgäste zu verwandeln. Ein Hotelier berichtete, dass gemeinsam mit fünf Kollegen Themen- und Lehrpfade in einer Streuobstwiese entwickelt wurden, um das lokale Naturdenkmal, den Mostbirnbaum, erlebbar zu machen. Ziel sei es, den Besuch der Landesausstellung als Auftakt für eine längere Auseinandersetzung mit der Region zu nutzen.
„Gemeinsam mit fünf Kollegen haben wir Lehrpfade in der Streuobstwiese entwickelt. Damit wollen wir unseren Gästen das Naturdenkmal der Region, den Mostbirnbaum, etwas näherbringen.“
Der Tourismusverband weist darauf hin, dass in der LEADER-Region „Tourismusverband Moststraße“ 31 Gemeinden, rund 100 Tourismusbetriebe und zahlreiche regionale Partner kooperieren. Gastronom und Vertreter des Tourismus betonte, dass die Betriebe die Ausstellungsgäste in die Mitgliedsgemeinden und Lokale bringen wollen.
Konkrete Angebote und Ausflugsziele
Besucherinnen und Besucher der Landesausstellung berichten, dass sie die Region weiter erkunden wollen: Beispielsweise buchte ein Gast aus Salzburg einen mehrtägigen Wellnessaufenthalt im Mostviertel, andere planten einen Heurigen- oder Restaurantbesuch in der Nähe von Mauer. Solche Einbuchungen seien ein Indiz dafür, dass die Ausstellung zu spürbaren wirtschaftlichen Impulsen für Beherbergung und Gastronomie führt.
Ein zusätzliches Ausflugsziel in unmittelbarer Nähe ist die „Malzwelt“ in Biberbach (Bezirk Amstetten). Dort wird unter anderem die Mälzerei präsentiert; Besucher erhalten Einblicke in die Produktion von Bio-Whiskys und Getreidebränden. Der Produktionsleiter erklärte, man wolle Produkte wie Whisky mit der Region verbinden und so neue Zugänge für Gäste schaffen.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Besucherinnen und Besucher | 100.000 |
| Gemeinden in LEADER-Region | 31 |
| Tourismusbetriebe / Partner | ~100 |
Folgen für die Region
Die Landesausstellung bietet der Region mehrere Chancen: kurzfristig mehr Gäste in Hotels und Lokalen, mittelfristig die Stärkung regionaler Angebote und längerfristig eine verbesserte Wahrnehmung des Mostviertels als Ganzes. Lokale Akteurinnen und Akteure setzen dabei auf Kooperation und Produktvernetzung, um einmalige Ausstellungskontakte in wiederkehrende Gäste umzuwandeln.
Welche nachhaltigen Effekte die Ausstellung über die laufende Saison hinaus haben wird, hängt von der weiteren Zusammenarbeit der Gemeinden, der Qualität der touristischen Angebote und der Vermarktung ab. Die aktuellen Besucherzahlen deuten jedenfalls darauf hin, dass die Landesausstellung als Hebel für regionale Entwicklung wirkt.
- Die Landesausstellung erreichte 100.000 Besucherinnen und Besucher.
- Regionale Betriebe entwickeln Angebote, um Tagesgäste zu Übernachtungsgästen zu machen.
- Netzwerke in der LEADER-Region bündeln 31 Gemeinden und rund 100 Partnerbetriebe.