Am dritten Wettkampftag der Langbahn-Europameisterschaften in Paris hat das österreichische Schwimmteam die ersten Vorstrafen in die K.o.-Phase erreicht: Luka Mladenovic qualifizierte sich über 200 m Brust in 2:10,53 Minuten als Vorlaufsiebenter für das abendliche Semifinale, Iris Julia Berger erreichte die Vorschlussrunde über 200 m Kraul mit 1:59,19 Minuten als 16. Die Semifinals werden ab 18.30 Uhr live in ORF Sport+ gezeigt.
Ergebnisse und Einordnung
Mladenovic zeigte sich nach dem Vormittagslauf zufrieden und erklärte, er habe nach 150 m gespürt, dass er „vorne mit dabei“ sei und habe versucht, die Energie für den Abend zu sparen. Berger, die sich als 16. gerade noch qualifizierte, blieb selbstkritisch und hofft auf eine Leistungssteigerung im Semifinale.
„Mit dem Vormittagsbewerb bin ich einigermaßen zufrieden. Ich habe nach 150 m gemerkt, dass ich vorne mit dabei bin, habe versucht, lang zu bleiben und die Energien ein bisschen für den Nachmittag einzusparen. Deswegen bin ich echt happy, dass ich weitergekommen bin, mit der Zeit auch.“
„Ich verstehe nicht, warum ich nur solche Zeiten schwimme, weil ich im Training deutlich besser bin. Ich hoffe, dass ich am Abend noch was rausholen kann. Ich gebe mein Bestes, und dann schauen wir einmal.“
Knappes Scheitern und Ausfälle
Weniger glücklich verlief der Vormittag für andere Österreicher: Lukas Edl schwamm über 100 m Delfin eine persönliche Bestzeit von 52,20 Sekunden, verpasste den Aufstieg jedoch um nur 13 Hundertstelsekunden. Simon Bucher, 2024 Vizeweltmeister über diese Strecke, war 17 Hundertstelsekunden langsamer als Edl und schied als 26. aus. Martin Espernberger belegte Rang 40 und verpasste ebenfalls das Weiterkommen.
- Luka Mladenovic – 200 m Brust: 2:10,53 (Vorlaufsiebenter) → Semifinale
- Iris Julia Berger – 200 m Kraul: 1:59,19 (16.) → Semifinale
- Lukas Edl – 100 m Delfin: 52,20 (persönliche Bestzeit) → ausgeschieden, um 0,13 s verpasst
- Simon Bucher – 100 m Delfin: ausgeschieden (26.)
- Martin Espernberger – 100 m Delfin: ausgeschieden (40.)
| Athlet | Strecke | Zeit / Platz | Status |
|---|---|---|---|
| Luka Mladenovic | 200 m Brust | 2:10,53 / 7. | Semifinale |
| Iris Julia Berger | 200 m Kraul | 1:59,19 / 16. | Semifinale |
| Lukas Edl | 100 m Delfin | 52,20 (PB) | Ausgeschieden |
| Simon Bucher | 100 m Delfin | — / 26. | Ausgeschieden |
| Martin Espernberger | 100 m Delfin | — / 40. | Ausgeschieden |
Ausblick
Für Mladenovic und Berger bedeutet das Aufsteigen ins Semifinale die Chance, sich in den Abendläufen weiter zu präsentieren und möglicherweise in ein Finale vorzustoßen. Berger äußerte offen ihren Unmut über die Differenz zwischen Trainingsleistungen und Wettkampfzeiten, bleibt aber optimistisch, am Abend „noch was rauszuholen“. Edl kann die persönliche Bestzeit als positives Signal werten, auch wenn sie nicht zum Weiterkommen reichte.
Die Ergebnisse zeigen einerseits Fortschritte im österreichischen Sprint- und Brustbereich, andererseits aber auch, wie knapp internationale Halbfinalplätze bei hoher Leistungsdichte vergeben werden. Die weiteren Entscheidungen über die Halbfinal- und Finalteilnahmen werden Aufschluss darüber geben, ob sich die Vormittagsleistungen in stärkere Abendzeiten ummünzen lassen.
Die Semifinals am Abend sind eine Gelegenheit für das Team, das EM-Mannschaftsergebnis zu verbessern und individuelle Aussagen zur Formkurve vor wichtigen Saisonhöhepunkten zu liefern.