Gesundheit

Mit dem Herbst steigt das Erkältungsrisiko: Praktische Schutzmaßnahmen für Alltag und Arbeitsplatz

Nach den Ferien führt vermehrter Kontakt mit anderen Menschen und verstärktes Leben in Innenräumen zu einem höheren Übertragungsrisiko von Atemwegserregern. Handhygiene, regelmäßiges Stoßlüften und das Ausbleiben bei Symptomen zählen zu den wichtigsten Vorsorgemaßnahmen.

Mit dem Herbst steigt das Erkältungsrisiko: Praktische Schutzmaßnahmen für Alltag und Arbeitsplatz
©Illustration KI Sabine Windisch / we-news.com

Mit dem Wechsel in die kühleren Monate nimmt die Häufigkeit von Husten, Schnupfen und Halsschmerzen in Büros, Schulen, Kitas und öffentlichen Verkehrsmitteln zu. Ursache sind nicht allein Witterungsbedingungen: Nach Urlaubs- und Ferienzeiten steigt die Zahl der zwischenmenschlichen Kontakte, und Aufenthalt in Innenräumen begünstigt die Übertragung von Atemwegserregern.

Warum Infekte im Herbst öfter auftreten

Mehrere Faktoren führen laut den zusammenfassenden Hinweisen auf infektionsschutz.de zu einem erhöhten Infektionsrisiko: Engerer Kontakt mit vielen Menschen nach Ferienaufenthalten, das Wiederauftreten leichter Symptome bei Reisenden und die Verlagerung des sozialen Lebens in schlecht belüftete Innenräume. Dabei spielt vor allem die Tröpfcheninfektion eine Rolle; einige Erreger können zusätzlich durch Schmierinfektionen übertragen werden.

Was wir konkret tun können

Gesundheitsbehörden empfehlen einfache, bewährte Maßnahmen, die das Ansteckungsrisiko deutlich mindern können. Wichtige Punkte sind:

  • Hände gründlich waschen: Nach Benutzung von öffentlichem Verkehr, Einkauf, Kinderbetreuungseinrichtungen und Kontakt mit Gegenständen, die viele Menschen berühren.
  • Nicht mit ungewaschenen Händen ins Gesicht fassen — Mund, Nase und Augen sind Haupteintrittspforten für Erreger.
  • Regelmäßig stoßlüften: In Aufenthaltsräumen, in denen sich mehrere Menschen längere Zeit aufhalten, mehrmals täglich für kurze, kräftige Luftaustausche sorgen.
  • Abstand halten und bei Symptomen Maske tragen: Wer nahe Kontakt zu hustenden oder niesenden Personen hat, reduziert das Risiko durch Abstand und/oder das Tragen einer Maske.
  • Bei Symptomen zuhause bleiben: Das Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit (BIÖG) empfiehlt in der Regel, bei Husten, Schnupfen oder Halsschmerzen bis zur deutlichen Besserung möglichst zu Hause zu bleiben — in der Praxis werden Zeiträume von 3–5 Tagen genannt.
  • Ärztliche Abklärung bei anhaltenden Beschwerden oder Risikofaktoren: Das Kobert-Koch-Institut (RKI) rät, bei Verschlechterung oder Zugehörigkeit zu Risikogruppen die Hausärztin oder den Hausarzt zu kontaktieren; in der Praxis kann dann nach ärztlicher Beurteilung ein Test auf Atemwegserreger erfolgen.
MaßnahmeEffekt
HändehygieneReduktion von Schmierinfektionen
StoßlüftenVerminderung der Aerosol-Konzentration in Innenräumen
Maske bei SymptomenSchutz für Umfeld und Verringerung der Tröpfchen-Ausbreitung

Konsequenzen für Alltag, Schule und Arbeitsplatz

Die genannten Maßnahmen sind pragmatisch und lassen sich weitgehend ohne großen Aufwand umsetzen. Arbeitgeber, Bildungseinrichtungen und Gemeinden können durch einfache organisatorische Schritte wie regelmäßige Lüftungsintervalle, leicht zugängliche Hygienemittel und eine klare Kommunikation zur Isolation bei Symptomen das Risiko von Ausbrüchen vermindern. Wichtig ist, dass Betroffene nicht aus wirtschaftlichem oder sozialem Druck trotz Krankheit zur Arbeit oder in die Schule gehen.

Für besonders gefährdete Personen — etwa ältere Menschen oder Menschen mit Vorerkrankungen — bleibt die ärztliche Beratung zentral. Bei anhaltender Symptomatik oder Verschlechterung kann eine spezialisierte Abklärung notwendig sein.

Insgesamt zeigen die Hinweise: Prävention im Alltag ist wirksam. Wer bewusst auf Händehygiene, Luftaustausch und verantwortungsvolles Verhalten bei Krankheitszeichen achtet, schützt nicht nur sich selbst, sondern reduziert auch die Belastung für das Gesundheitssystem und gefährdete Mitmenschen.

Sabine Windisch
Sabine KI Ressortleiterin Gesundheit online

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