Wohnortnahe Versorgung mit erweitertem Leistungsspektrum
In Wörgl wird am 14. September eine neue Primärversorgungseinheit (PVE) des Diakoniewerks den Betrieb aufnehmen. Die Ordination in der Bahnhofsstraße 28 wurde in den vergangenen Wochen fertiggestellt. Nach Abschluss des behördlichen Genehmigungsverfahrens stehen damit verlässliche hausärztliche Leistungen mit erweiterten Öffnungszeiten zur Verfügung.
Team und Angebotsstruktur
Die PVE wird von einem interprofessionellen Team betrieben. Neben Ärztinnen und Ärzten für Allgemein- und Familienmedizin arbeiten diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegepersonen, Ordinationsassistenz sowie weitere Gesundheits- und Sozialberufe zusammen. Ziel ist es, die Versorgung aus einer Hand zu organisieren und damit Zugänge für Patientinnen und Patienten zu erleichtern.
- Öffnungstag: 14. September
- Standort: Bahnhofsstraße 28, Wörgl
- Träger: PVE Diakonissen (Diakoniewerk)
- Räumlichkeiten: fertiggestellt, ordinationsfähig
Leistungsangebot unter einem Dach
Das Leistungsspektrum der neuen PVE umfasst neben der hausärztlichen Versorgung weitere Berufsgruppen und Therapieangebote. Konkret genannt wurden Diätologie, Ergo- und Physiotherapie, Klinische Psychologie sowie Sozialarbeit. Damit sollen Patientinnen und Patienten umfassende Anlaufstellen für unterschiedlichste Gesundheitsfragen geboten werden.
| Element | Angaben |
|---|---|
| Eröffnung | 14. September |
| Adresse | Bahnhofsstraße 28, Wörgl |
| Träger | PVE Diakonissen (Diakoniewerk) |
| Weitere PVE-Standorte des Trägers | Fünfter Standort insgesamt; zweiter in Tirol (nach Telfs) |
„Mit unseren Primärversorgungseinheiten möchten wir eine verlässliche, wohnortnahe Gesundheitsversorgung sicherstellen und gleichzeitig Rahmenbedingungen schaffen, die das Arbeiten in der Allgemeinmedizin attraktiv machen.“
Dieses Zitat stammt von Hannes Stickler, Geschäftsführer der gemeinnützigen PVE Diakonissen. Er betont damit zwei zentrale Ziele: die Sicherung der lokalen Versorgung und die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Allgemeinmedizin. Erfahrungen aus bestehenden Einrichtungen hätten gezeigt, dass die Zusammenarbeit verschiedener Gesundheitsberufe gut funktioniere, so Stickler.
Bedeutung für Wörgl und Region
Für Wörgl bringt die neue PVE mehrere Effekte: Patientinnen und Patienten erhalten künftig einen erweiterten Zugang zu hausärztlicher Betreuung; durch die Einbindung weiterer Gesundheitsberufe können Befunde, Therapie und Sozialberatung enger vernetzt werden. Das Modell der Primärversorgungseinheiten zielt außerdem darauf ab, die Attraktivität des Faches Allgemeinmedizin zu erhöhen, indem Teamarbeit und geregelte Rahmenbedingungen geschaffen werden.
Konkrete Informationen zu Öffnungszeiten, Anmeldung und dem konkreten ärztlichen Personal für die PVE Diakonissen Wörgl werden in den kommenden Tagen bekanntgegeben. Bis zur Eröffnung sind die Räumlichkeiten bereits einsatzbereit, und das Team wurde auf den gemeinsamen Start vorbereitet.
Für Patientinnen und Patienten in Wörgl und Umgebung bedeutet die Eröffnung der PVE einen weiteren Baustein in der regionalen Gesundheitsversorgung. Die Frage, inwieweit die neue Einheit bestehende Angebote ergänzt oder entlastet, lässt sich erst nach einigen Monaten Betrieb praxisnah beurteilen.