Neue Photovoltaikanlagen auf zwei Landesgebäuden in Mistelbach
In Mistelbach sind zwei Landesgebäude künftig teilweise energieautark: Die Bezirkshauptmannschaft und die Landesberufsschule Mistelbach wurden im Rahmen des Projekts „Sonnenkraftwerk NÖ“ mit neuen Photovoltaikanlagen ausgestattet. Die beiden Anlagen umfassen zusammen 445 Module und erzeugen laut Landesangaben jährlich rund 170.000 Kilowattstunden Strom.
Der erzeugte Strom entspricht dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von etwa 50 Einfamilienhaushalten. Gleichzeitig werden durch den Betrieb der Anlagen rund 32.000 Kilogramm CO₂ pro Jahr eingespart.
Erweiterung an der Bezirksverwaltung
Auf dem Dach der Bezirkshauptmannschaft war bereits seit September 2011 eine Photovoltaikanlage mit rund 12 kWp in Betrieb. Diese Bestandsanlage wurde nun um weitere 33 kWp erweitert, wodurch die staatliche Verwaltungsstelle künftig mehr Strom kostengünstig und umweltfreundlich direkt vor Ort produzieren kann. Der Bürodirektor der Bezirkshauptmannschaft, Heinz Weismayer, hebt die wirtschaftlichen und ökologischen Vorteile hervor.
Nachhaltigkeit in der Ausbildung
Auch die Landesberufsschule Mistelbach profitiert von der neuen Anlage: Schulleiter Franz Pleil bezeichnet die Maßnahme als Investition in die Zukunft. Ein Teil des Strombedarfs der Schule kann künftig direkt am Standort gedeckt werden. Damit werde Nachhaltigkeit nicht nur im Unterricht thematisiert, sondern in der Schulpraxis umgesetzt.
Umsetzung und Sicherheitsstandards
Für die Planung und Umsetzung war die Abteilung Gebäude‑ und Liegenschaftsmanagement des Landes Niederösterreich verantwortlich. Bei den Arbeiten habe man auf regionale Partner und heimische Qualitätsprodukte gesetzt. Die Anlagen erfüllen zudem hohe Sicherheitsanforderungen und sind mit entsprechenden Schutzvorkehrungen für einen sicheren Betrieb ausgestattet.
- Standorte: Bezirkshauptmannschaft Mistelbach, Landesberufsschule Mistelbach
- Anlagengröße: 445 Module gesamt
- Jährliche Stromproduktion: ca. 170.000 kWh
- CO₂‑Einsparung: rund 32.000 kg pro Jahr
„Ein Teil des Strombedarfs kann direkt am Schulstandort gedeckt werden. Nachhaltigkeit wird damit nicht nur im Unterricht vermittelt, sondern auch unmittelbar an der Schule umgesetzt.“ — Schulleiter Franz Pleil
Die Maßnahmen sind Teil einer landesweiten Strategie, öffentliche Gebäude in Niederösterreich schrittweise mit Photovoltaik zu versorgen und damit die kommunale Energieversorgung zu stärken.
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Module gesamt | 445 |
| Jährliche Stromproduktion | ~170.000 kWh |
| Entspricht | ~50 Einfamilienhaushalten |
| CO₂‑Einsparung | ~32.000 kg/Jahr |
| Bestehende Anlage (Bezirkshauptmannschaft) | 12 kWp → +33 kWp Ausbau |
Für Mistelbach bedeuten die Maßnahmen eine unmittelbare Verringerung der CO₂‑Bilanz öffentlicher Gebäude sowie eine Entlastung der laufenden Energiekosten. Gleichzeitig bietet das Projekt den Schulen vor Ort ein praktisches Beispiel für nachhaltige Technik, das in den Unterricht einfließen kann. Beobachter sehen in solchen Projekten auch einen Signalcharakter: Öffentliche Investitionen in erneuerbare Energie schaffen lokale Nachfrage für Handwerk und Lieferung und stärken regionale Wertschöpfung.
Langfristig bleibt die Frage, in welchem Umfang weitere öffentliche Gebäude im Bezirk nachgerüstet werden und wie der produzierte Strom in das kommunale und schulische Energiemanagement integriert wird. Bis dahin liefern die Anlagen auf den Dächern der Bezirkshauptmannschaft und der Landesberufsschule einen messbaren Beitrag zur Energiewende in Mistelbach.