Edinburgh – Der LASK hat im Hinspiel des Champions-League-Playoff auswärts bei Celtic eine empfindliche Niederlage erlitten. Die Oberösterreicher verloren am Mittwochabend mit 0:3 (0:2) und stehen damit vor einer schwierigen Aufgabe im Rückspiel in Linz.
Klare Chancen, fehlende Effizienz
Trotz mehrerer verheißungsvoller Offensivaktionen gelang es dem LASK nicht, den Ball im Tor unterzubringen. Die Mannschaft von Trainer Dietmar Kühbauer erspielte sich mehrere Möglichkeiten, kam am Ende aber nur auf acht Torschüsse. Kapitän Sascha Horvath bewertete die Leistung als „sehr, sehr bitter“ und stellte fest, dass die Niederlage zu hoch ausgefallen sei, weil zumindest eine der Chancen hätte genützt werden müssen.
„Die Niederlage ist zu hoch. Es wäre mehr möglich gewesen. Wir hatten acht Torschüsse, da muss halt einmal einer rein.“ — Sascha Horvath
Trainer Kühbauer analysierte die Partie nüchtern: Celtic habe insgesamt ein gutes Spiel gezeigt, doch dem LASK fehle die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. Er forderte keinen Rückzug, sondern betonte die Absicht, im Rückspiel weiterzukämpfen und nicht aufzugeben.
Gegentreffer und Effizienz auf Seiten Celtics
Celtic nutzte seine Chancen konsequent und ging früh mit einem Vorsprung in Führung. Für Trainer Martin O’Neill war das 3:0 Ausdruck einer Mannschaft, die in dieser Phase wieder in der Lage sei, Tore zu kreieren. O’Neill nannte das Ergebnis ein positives Signal, wies aber zugleich auf die noch vorhandene Arbeit hin.
- Endstand: Celtic – LASK 3:0
- Torschüsse LASK: 8
- Aussage des Trainers: Kühbauer sieht vor allem das Chancenverwertungsproblem
Rückspiel als letzte Möglichkeit
Der Rückstand macht den Weg in die Champions League für den LASK erheblich steiler. Sportingisch gesehen bleibt die Hoffnung bestehen, doch sportlich und rechnerisch benötigt Linz im Rückspiel eine nahezu perfekte Vorstellung – und zugleich eine Schwächephase der Schotten. Die Antwort auf die Frage, ob der LASK die historische Chance auf den Einzug in die Gruppenphase noch wahren kann, wird sich in Linz entscheiden.
| Spiel | Ergebnis |
|---|---|
| Celtic – LASK | 3:0 |
Reaktionen aus dem Lager
Im LASK-Lager herrscht Trotz, aber auch Realismus. Stürmer Samuel Adeniran brachte die Frustration auf den Punkt: Wenn Chancen nicht verwertet werden, werde man bestraft. Gleichzeitig blieb Adeniran überzeugt, dass noch alles möglich sei, wenn die Mannschaft zuhause effizienter auftritt.
Celtic-Torschütze Benjamin Nygren lobte die Phasen mit mehr Ballbesitz und stellte fest, dass die Gastgeber insgesamt leicht überlegen gewesen seien. Nygren sah aber auch Momente, in denen seine Mannschaft nicht optimal verteidigt habe; der LASK habe in Kontern gefährlich agiert.
Für den LASK sind die verbleibenden Trainingseinheiten bis zum Rückspiel nun wesentlich: Es gilt, die Defensive zu stabilisieren, die Räume besser zu schließen und vor allem die vorhandenen Chancen zu nutzen. Die sportliche Leitung und der Trainerstab werden die Partie analysieren und taktische Schlüsse ziehen müssen, um die historische Chance auf Champions-League-Gruppenphase nicht vorzeitig zu begraben.
Das Rückspiel in Linz entscheidet über die verbleibenden Hoffnungen der Oberösterreicher. Die Frage lautet: Reicht Kampfgeist und Heimstärke, um ein 0:3 wettzumachen, oder endet die LASK-Saison in Europa früher als erwartet?