Die spanische Primera Division nimmt an diesem Wochenende den Spielbetrieb auf – allerdings nicht für alle Vereine gleichzeitig. Aufgrund der engen Terminvorgaben nach der WM dürfen mehrere Spitzenklubs in der ersten Runde pausieren. Betroffen sind unter anderem Real Madrid und der Titelverteidiger FC Barcelona.
Warum einige Klubs pausieren dürfen
Vier Wochen nach dem WM-Finale entschied die Liga, dass bestimmte Mannschaften veränderte Ansetzungen erhalten. Bei Real Madrid, das mit dem als Rückkehrer bezeichneten Trainer Jose Mourinho in die Saison geht, ist der erste Spieltag für den Verein verschoben: Madrid beginnt erst am 22. August mit einem Auswärtsspiel bei Espanyol Barcelona.
Der amtierende Meister aus Katalonien startet einen Tag später, am 23. August, mit einem Auswärtsspiel in Elche. Damit pausieren beide Klubs in der allerersten Runde der Saison.
Atletico Madrid nur kurz verschont
Atletico Madrid erhält keine längere Schonfrist: Der Club von Trainer Diego Simeone darf das Auftaktspiel gegen Malaga zunächst verschieben, weil sein Heimstadion nach dem geplanten Termin für mögliche Ersatzspiele durch Konzerte belegt ist. Diese Blockierung erlaubt nur eine kurzfristige Verlegung; die Schonfrist gilt demnach nur bis kommenden Mittwoch.
Österreichischer Legionär: Affengruber beginnt in La Coruña
Für den einzigen österreichischen Legionär in Spanien, David Affengruber, beginnt die neue Saison mit Elche bereits am kommenden Montag. Das Auftaktspiel führt ihn und seinen Club zum Aufsteiger La Coruña. Damit ist Affengruber früher im Einsatz als Spieler der großen Klubs, die zum Start aussetzen.
- Real Madrid: Saisonbeginn am 22. August gegen Espanyol Barcelona (auswärts).
- FC Barcelona: Saisonbeginn am 23. August in Elche (auswärts).
- Atletico Madrid: Auftakt gegen Malaga – Heimstadion kurzfristig durch Konzerte blockiert; Verschiebung nur bis kommenden Mittwoch möglich.
- David Affengruber (Elche): Saisonstart am Montag in La Coruña gegen Aufsteiger.
| Verein | Erstes Spiel | Gegner | Bemerkung |
|---|---|---|---|
| Real Madrid | 22. August | Espanyol Barcelona (auswärts) | Start verschoben |
| FC Barcelona | 23. August | Elche (auswärts) | Start verschoben |
| Atletico Madrid | n.n. (bald) | Malaga | Heimstadion durch Konzerte blockiert; Kurzfrist-Verschiebung |
| Elche | Montag | La Coruña (Aufsteiger) | Österreichischer Legionär David Affengruber spielt |
Die gezeigte Planung verdeutlicht die logistischen Herausforderungen, die durch den engen Kalender nach internationalen Turnieren entstehen. Medienrechte, Stadionbelegungen und vor allem Verpflichtungen der Clubs gegenüber Zuschauern und Veranstaltern sorgen für eine verzahnte Terminlage, die nicht für alle Teams identisch gehandhabt werden kann.
Für Fans bedeutet das: Nicht alle Größten der Liga sind zum Auftakt zu sehen, dafür bekommen Aufsteiger und andere Vereine zum Teil früher die Bühne. Österreichische Beobachter richten besonderen Blick auf Affengruber, der bei Elche gleich in der ersten Woche der neuen Saison Einsatzzeiten sammeln kann.
Die Entscheidung, Spitzenklubs zeitlich zu entlasten, könnte Diskussionen über Wettbewerbsfairness und Spielrhythmus nach sich ziehen. Ob der späte Saisonstart für manche Teams ein Vorteil (mehr Regeneration/Training) oder Nachteil (fehlender Spielrhythmus) ist, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.
Der Saisonauftakt jener Vereine, die pausieren, ist festgelegt; mögliche Nachholtermine hängen von Stadionverfügbarkeiten und der weiteren Ansetzung der Liga ab. Für österreichische Fans bleibt damit vorerst die Aussicht auf frühe Einsätze ihres Landsmanns bei Elche.