Die Erzdiözese Salzburg erhält einen neuen Dompfarrer: Harald Mattel wird am Donnerstag im Rahmen des traditionellen Rupertifestes offiziell in sein Amt eingeführt. Die Installation ist Bestandteil der Festliturgie zum Hochfest der Salzburger Diözesanpatrone Rupert und Virgil und steht unter dem Vorsitz von Erzbischof Franz Lackner.
Ablauf der Feierlichkeiten
Die Feier beginnt um 9.30 Uhr mit einer Andacht in der Stiftskirche St. Peter. Anschließend zieht die Festgemeinde in einer Prozession zum Salzburger Dom, wo die Eucharistie gefeiert und die Amtseinführung vorgenommen wird. Die Zeremonie verbindet liturgische Tradition mit dem öffentlichen Charakter des Ruperti-Kirtags, der zahlreiche kirchliche Veranstaltungen in der Stadt bündelt.
Werdegang des neuen Dompfarrers
Harald Mattel wurde 1977 in Bad Vigaun geboren. Nach der Matura am Erzbischöflichen Gymnasium Borromäum studierte er Theologie an der Universität Salzburg. Die Priesterweihe empfing er 2003 von Erzbischof Alois Kothgasser. In den vergangenen Jahrzehnten war Mattel in unterschiedlichen seelsorglichen Aufgaben tätig, zuletzt als Generalvikar der Erzdiözese Salzburg.
Seine beruflichen Stationen umfassen unter anderem Tätigkeiten als Kooperator in Seekirchen sowie als Diözesan- und Jungscharseelsorger. Von 2008 bis 2015 leitete er die Pfarre Salzburg-Maxglan, anschließend war er bis 2023 Pfarrer in Seekirchen am Wallersee. Seit 2018 trägt Mattel das Amt des Bischofsvikars für die Kinder- und Jugendpastoral („Junge Kirche“), seit 2022 ist er Mitglied des Salzburger Domkapitels. Am 1. September 2024 wurde er zum Generalvikar der Erzdiözese ernannt.
| Jahr/e | Funktion / Station |
|---|---|
| 2003 | Priesterweihe (Erzbistum Salzburg) |
| 2008–2015 | Pfarrer, Salzburg-Maxglan |
| bis 2023 | Pfarrer, Seekirchen am Wallersee |
| seit 2018 | Bischofsvikar für Kinder- und Jugendpastoral |
| seit 1.9.2024 | Generalvikar der Erzdiözese Salzburg |
Kontext und Nachfolge
Mattel folgt in der Leitung der Dompfarre auf Prälat Roland Rasser, der dieses Amt seit 2016 innehatte. Die Ernennung des neuen Dompfarrers ist Teil einer Reihe personeller Entscheidungen in der Erzdiözese, die das kirchliche Leben in Stadt und Land strukturell prägen.
Die Installationsfeier fällt in die Woche des Ruperti-Kirtags: Das traditionelle „Domkirchweihfest“ erinnert an den heiligen Rupertus, dessen Wirken mit der Gründung des Klosters St. Peter im 7. Jahrhundert den Grundstein für die spätere Erzdiözese legte. Heuer wird der Kirtag vom 23. bis 27. September begangen; der Namenstag des heiligen Rupertus ist am 24. September.
Bedeutung für die Diözese
Die Einsetzung eines neuen Dompfarrers hat für die Erzdiözese mehrere Bedeutungen: Das Amt verbindet pastorale Leitungsverantwortung mit der Repräsentanz des Domes als liturgischem und kulturellem Zentrum der Stadt Salzburg. Als ehemaliger Generalvikar bringt Mattel administrative Erfahrung mit, zugleich ist seine lange Tätigkeit in der Kinder- und Jugendpastoral ein Hinweis darauf, dass die Anliegen junger Menschen im Fokus bleiben dürften.
- Offizielle Einführung: Während der Eucharistie im Salzburger Dom unter Leitung von Erzbischof Franz Lackner.
- Wichtige Stationen: Pfarren in Maxglan und Seekirchen, Bischofsvikar für Jugend, Generalvikar seit 2024.
- Bezug zum Ruperti-Kirtag: Die Installation ist in die traditionelle Festwoche eingebettet.
Ausblick
Wie sich die neue Leitung auf die Arbeit im Dom, auf Gottesdienstgestaltung und auf die seelsorglichen Schwerpunkte auswirken wird, lässt sich in den kommenden Monaten beobachten. Die Verknüpfung von Verwaltungsaufgaben und Jugendpastoral, die Mattels Vita charakterisiert, könnte Impulse für die Domgemeinde und die diocesanweite Jugendarbeit setzen.
Die formelle Amtseinführung am Donnerstag markiert einen Wendepunkt in der Leitung des Salzburger Domes und bildet zugleich einen der zentralen kirchlichen Höhepunkte der heurigen Ruperti-Kirtagswoche.