Für die am Mittwochabend erwartete partielle Sonnenfinsternis und den in der Nacht folgenden Meteorstrom der Perseiden sind die Voraussetzungen in großen Teilen Deutschlands günstig. Der Deutsche Wetterdienst sieht demnach überwiegend hohen Luftdruck und meist nur geringe Bewölkung, sodass sich das Himmelsereignis vielerorts gut beobachten lassen sollte.
Wetterlage und Sichtbedingungen
Nach Angaben von Meteorologen bleibt ein Hochdruckeinfluss bestimmend. Dadurch sind in den meisten Regionen klare bis nur leicht bewölkte Bedingungen zu erwarten. Nur in Teilen von Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen können höhere Wolkenfelder aufziehen; laut Einschätzung des DWD dürften diese die Sicht auf die Finsternis aber voraussichtlich nicht wesentlich beeinträchtigen.
„Es gebe weiterhin Hochdruck-Einfluss“, sagte Nils Damke, Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst.
Für die Beobachtung der Perseiden gilt: In der Nacht nach der Finsternis ist in großen Landesteilen mit freiem Himmel zu rechnen; im äußersten Norden könnten jedoch Wolken die Sicht einschränken. Zusätzlich begünstigt heuer das astronomische Timing die Beobachtung, weil Neumond kein störendes Mondlicht liefert.
Zeiten und Erwartung
Das Ereignis verläuft räumlich und zeitlich gestaffelt. In Abhängigkeit vom Beobachtungsort beginnt die Finsternis am Abend, wenn sich der Mond vor die Sonnenscheibe schiebt. Die wichtigsten Daten aus den verfügbaren Berichten:
| Beobachtung | Zeitpunkt | Hinweis |
|---|---|---|
| Beginn der partielle Finsternis | ab etwa 19:15 Uhr (ortsabhängig) | je nach Standort früher oder später |
| Maximale Bedeckung | zwischen etwa 20:00 und 20:15 Uhr | rund 85–90 % der Sonne bedeckt |
| Ende (Sonnenuntergang) | gegen 20:30–21:00 Uhr | abhängig von Standort |
| Beste Zeit für Perseiden | 23:00–04:00 Uhr | Maximalwerte in der Nacht erwartet |
Praktische Hinweise für Beobachter
Wer das Himmelsschauspiel verfolgen möchte, sollte folgende Punkte beachten:
- Freie Sicht nach Westen/Nordwesten: Da die Sonne sehr tief steht, ist ein ungehinderter Blick Richtung Westen bis Nordwesten wichtig; Anhöhen oder freie Flächen sind vorteilhaft.
- Sicherheitsbrille nutzen: Für die Beobachtung der Sonne nur geprüfte Sonnenfinsternisbrillen verwenden; nie direkt mit freiem Auge schauen.
- Perseiden nachts beobachten: Für Sternschnuppen sind die späten Abend- und frühen Morgenstunden am ergiebigsten; ohne Mondlicht sind auch schwächere Meteore sichtbar.
- Wolken-Check kurz vorher: Lokale Wolkenfelder können kurzzeitig aufziehen; ein Blick auf aktuelle Radar- und Satellitenkarten hilft bei der kurzfristigen Entscheidung.
In Spanien wird für den Streifen, in dem die Finsternis total zu sehen ist, ebenfalls weitgehend klares Wetter prognostiziert. Dort soll gegen 20:30 Uhr Ortszeit die totale Verdunkelung einsetzen; auch auf den Balearen sind überwiegend klare Bedingungen vorhergesagt.
Für Österreich sind in den Berichten keine konkreten Aussagen zur Sichtbarkeit genannt. Dennoch lohnt sich für interessierte Beobachterinnen und Beobachter ein Blick auf die lokalen Prognosen der eigenen Landeshauptstadt und auf aktualisierte Wolkenkarten, da die lokale Bewölkung über Erfolg oder Misserfolg der Beobachtung entscheidet.
Zusammenfassend bieten die meteorologischen Vorhersagen gute Chancen, die partielle Sonnenfinsternis am Abend und die Perseiden in der Nacht unter günstigen Bedingungen zu sehen. Entscheidend bleiben jedoch der eigene Standort, lokale Wolkenentwicklung und die Einhaltung von Sicherheitsregeln bei der Sonnenbeobachtung.